Leichtathletik | Anhalt-Meeting Mihambo setzt sich in Dessau durch - Vetter muss passen

Malaika Mihambo ging beim Anhalt-Meeting als große Favoritin in die Weitsprung-Konkurrenz und die 28-Jährige enttäuschte nicht. Die Fans von Speerwerfer Johannes Vetter machten hingegen lange Gesichter, aber nicht wegen schwacher Leistungen.

Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo hat sich erwartungsgemäß den Sieg beim Leichtathletik-Meeting in Dessau gesichert. Für ihren Erfolg am Mittwoch (25.05.) im Paul-Greifzu-Stadion genügten der 28-Jährigen 6,49 Meter. Den Weitsprung-Wettkampf am Samstag in Birmhingham hatte Mihambo noch mit 7,09 Metern gewonnen.

Der Erfolg vor Merle Homeier von der LG Göttingen war Mihambos vierter Sieg bei der Veranstaltung in Sachsen-Anhalt. "Es war ein sehr schwieriger Wettkampf", sagte die Sportlerin von der LG Kurpfalz am MDR-Mikrofon. Man sei "im Akkord gesprungen", es sei "wirklich anstrengend" gewesen.

Internationales Anhalt-Meeting in Dessau
Es war die 24. Auflage des Internationalen Anhalt-Meetings in Dessau-Roßlau. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Vetter muss Start kurzfristig absagen

Nach seinen Siegen 2020 und 2021 konnte Ex-Weltmeister Johannes Vetter im Speerwurf-Wettkampf nicht nachlegen. Der 29-Jährige verzichtete angeschlagen nach dem Aufwärmen kurzfristig auf seinen Start. Zur Begründung: "Es gibt zurzeit zu viele kleine Probleme. Da fällt mir das Werfen enorm schwer. Jetzt müssen wir erst mal schauen, wie wir in den kommenden Wochen weitermachen. Es sind Kleinigkeitwn, aber die haben sich angehäuft in den letzten Wochen."

Vetters Absage nutzte Julian Weber, der die Speerwurf-Konkurrenz mit 85,02 Meter für sich entschied. "Ich bin mega happy, dass ich gewonnen habe. Aber ich hatte auch das Gefühl, da geht noch was", so Weber am MDR-Mikrofon.

Johannes Vetter
Johannes Vetter musste seine Teilnahme in Dessau kurzfristig absagen. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

WM und EM in diesem Jahr

Die Leichtathleten stehen vor einer ungewöhnlichen Saison. Die Weltmeisterschaften vom 15. bis 24. Juli in Eugene und die Heim-Europameisterschaften vom 15. bis 21. August in München stehen als zwei Topereignisse kurz nacheinander an. Für die Athletinnen und Athleten scheint das aber kein Nachteil zu sein.

"Für mich als Weitspringerin ist es ganz gut, dass die Wettkämpfe so eng beieinander liegen", sagte Mihambo". So muss trainingstechnisch nur ein Höhepunkt gestaltet werden, was für die Vorbereitung optimal ist."


(ten/dpa)

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 25. Mai 2022 | 21:45 Uhr

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