Leichtathletik | Hallenmeeting Deutscher Rekord, Jahresbestleistungen und ein totes Rennen in Chemnitz

Gleich zum Auftakt in die nationale Leichtathletik-Hallensaison hat es im Chemnitzer Sportforum starke Leistungen gegeben. Besonders eine Mittelstreckenläuferin war in erstaunlicher Frühform.

Mit einem Deutschen Rekord, mehreren Jahresbestleistungen und einem toten Rennen ist am Samstag (22.01.22) das 23. Hallenmeeting im sanierten Chemnitzer Sportforum über die Bühne gegangen.

Corinna Schwab mit Deutschen Rekord

Für den Deutschen Rekord sorgte über die selten gelaufenen 300 Meter Corinna Schwab. Die Chemnitzerin lief 36,49 Sekunden. Die Strecke diente als Vorlauf für die 400 Meter. Rund zwei Stunden später setzte sich die Favortin dann auch über diese Distanz in ebenfalls erstaunlichen 51,95 Sekunden durch: ""Ich bin selbst einbisschen überrascht, ich bin All-In gegangen. Und dann gucken, was geht. Aber unter 52 ... das ist Wahnsinn! Diese Doppelbelastung war schon hart, ich habe es in den Beinen gemerkt. Damit hätte ich nicht gerechnet, aber das ist umso schöner."

Dreisprung: Heß und Eckardt-Noack vorne

Im Dreisprung setzte sich Max Heß (Chemnitz). Der Europameister von 2016 kam gleich mit dem ersten Sprung auf 16,61 Meter - angesichts eines verkürzten Anlaufs war er damit zufrieden. Eine Jahresweltbestweite mit 13,99 gelang Neele Eckardt-Noack (Göttingen).

WM-Ticket für Weigold - Roleder Zweite

Mit Spannung erwartet wurden die 60 Meter Hürden: Die gebürtige Karl-Marx-Städterin Cindy Roleder (SV Halle) wurde nach ihrer Babypause Zweite. Die Europameisterin voon 2016 musste sich nur Anne Weigold (Mittweida) geschlagen geben. Mit ihrer persönlichen Bestzeit, auch der besten 2022 in Europa, von 8,08 Sekunden sicherte die sich auch das Ticket für die Hallen-WM in Belgrad: "Ich bin ein bisschen sprachlos, ich hätte damit niemals gerechnet.", so Weigeld, die gerade einen Trainerwechsel hinter sich hat.

Totes Rennen über 200 Meter

Ein totes Rennen gab es über die 200 Meter: Dominik Wacke (Dresdner SC) und James Adebola (SC Charlottenburg) liefen in zwei unterschiedlichen Finals jeweils 21,37 Sekunden und teilten sich daraufhin den Sieg.

Der siebenfache Deutsche Meister Gregor Traber war trotz leichter Probleme mit den Hürden über 60 Meter Hürden nicht zu schlagen. Die Zeit von 7,66 Sekunden "lässt viel Hoffnung für diese Saison", so der Tübinger. Im Vorlauf war er sogar 7,62 Sekunden gelaufen.

Gregor Traber
Gregor Traber (li.) Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

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cke

Dieses Thema im Programm: MDR+ | "Sport im Osten" | 22. Januar 2022 | 14:00 Uhr

1 Kommentar

jochen vor 16 Wochen

Super Girl☀️ gefällt mir ❤️