Tischtennis | Bundesliga Champions League bleibt in Reichweite – Post SV Mühlhausen schlägt auch Bad Königshofen

8. Spieltag

Der Post SV Mühlhausen ist wieder da. Nach einem Stotterstart in die Saison haben die Postler in einer äußerst engen Partie den TSV Bad Königshofen mit 3:1 bezwungen und den vierten Saisonsieg erspielt. Damit rückten die Thüringer auf den vierten Tabellenplatz vor, der am Saisonende eine erneute Champions-League-Teilnahme bedeuten würde.

Am Mühlhäuser Kristallplatz kam es gleich im ersten Einzel zum erwartet engen Duell. Der österreichische Nationalspieler Daniel Habesohn wurde zuerst von Trainer Erik Schreyer an den Tisch geschickt und traf auf den langjährigen deutschen Nationalspieler Bastian Steger, der vor allem im Allroundspiel und weit hinter dem Tisch seine Stärken hat.

Habesohn bringt Post mit Köpfchen in Führung

Spielerisch ging nicht viel. Beide Spieler agierten nervös und punkteten vor allem durch Fehler des Gegners. Habesohn zog im ersten Satz mit 8:11 den Kürzeren. Und auch danach sah es nicht gut aus für den Post-Akteur. Doch durch einen "kühlen" Kopf konnte der Österreicher in den Sätzen zwei und drei insgesamt fünf Satzbälle abwehren und jeweils mit 12:10 und 13:11 gewinnen. Diesen Rückenwind ließ er sich nicht mehr nehmen und gewann auch den vierten Satz (11:9).

Daniel Habesohn, Post SV Mühlhausen
Daniel Habesohn erwischte spielerisch nicht seinen besten Tag, konnte aber vor allem psychisch seinen Gegner knacken. Bildrechte: imago images / Horstmüller

Zeljko wird zur unüberwindbaren Wand

Und auch im zweiten Einzel des Tages blieb die Fehlerquote hoch. Der Tscheche Lubomir Jancarik in Diensten von Mühlhausen traf auf den aufstrebenden Kroaten Filip Zeljko. Beide Spieler sind für offensive Spielweise und krachende Rückhände bekannt. Im Vordergrund stand diesmal der Versuch, den Kontrahenten aus dem Rhythmus zu bringen. Ein Duell auf Augenhöhe. Im ersten Satz behielt Jancarik mit 12:10 die Oberhand. Im zweiten (9:11) verschenkte der Tscheche zu viele einfache Punkte.

Im Gegensatz zum ersten Einzel gab es kein Comeback der Hausherren. Zeljko spielte sich immer mehr in einen Rausch und wurde für Jancarik zur unüberwindbaren Wand. Die Sätze drei und vier vier gingen mit jeweils 11:7 an den Kroaten. Bad Königshofen glich zum 1:1 aus.

Lubomir Jancarik (Post SV Mühlhausen)
Lubomir Jancarik musste seinem jungen Gegenüber zum Sieg gratulieren. Bildrechte: imago images / Horstmüller

Mengel behält die Nerven / Habesohn macht den Sack zu

Danach kam Steffen Mengel an den Tisch. Gegenüber wartete der 30-jährige Franzose Abdel-Kader Salifou auf den ehemaligen deutschen Nationalspieler und Deutschen Doppel-Meister. Zwischen beiden Spielern kam es zu einem sehr engen Duell, dabei entschied Mengel besonders die engen Spielsituationen und rettete sich in den fünften und entscheidenden Satz. Dort blieb der 1,95 Meter große Rechtshänder äußerst cool und ließ den Franzosen mit seinen Aufschlägen und platzierten Bällen reihenweise verzweifeln. 11:9 für den Postler und somit 2:1-Führung für Mühlhausen.

Steffen Mengel, Post SV Mühlhausen
Steffen Mengel – hier an der Seite von Trainer Erik Schreyer – holte die 2:1-Führung für die Postler. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Im vierten Duell des Tages trafen sich die beiden Spitzenspieler. Habesohn gegen Zeljko. Als klarer Favorit ging der um gut 300 Weltranglistenpositionen besser platzierte Österreicher in die Partie (WR: 36/347). Doch ganz so eindeutig sollte dieses Duell nicht verlaufen.

Habesohn musste sich gegen den frech aufspielenden Youngster mächtig strecken. Nach zwei abgewehrten Satzbällen ging der erste Satz mit 12:10 an den Mühlhäuser. Ein psychologischer Schub, von dem der Post-Akteur nachhaltig profitierte. Lediglich den dritten Satz holte sich Zeljko (11:9). Habesohn siegte dennoch klar mit 3:1 (12:10, 11:7, 9:11, 11:2) und tütete somit den Heimsieg der Thüringer ein. Das Team von Erik Schreyer kommt langsam wieder ins Rollen.

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 23. November 2020 | 19:00 Uhr

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