Leichtathletik "Rückschritt" für Kugelstoßer Storl - Maisch stößt Bestweite

Unzufriedenheit bei Kugelstoßer Storl. Bei den Werfertagen in Thum blieb er unter der 20-Meter-Marke. Katharina Maisch und Diskuswerfer Henrik Janssen hatten da mehr Grund zur Freude.

Sport

Speerwerferin nimmt Anlauf beim Wurf. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min

Freude bei Henrik Janssen und Lea Wipper, eine EM-Norm für Shanice Craft bei den Thumer Werfertagen.

MDR aktuell 19:30 Uhr Sa 28.05.2022 19:30Uhr 00:46 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Kugelstoßen Männer: Storl enttäuscht als Dritter

Der frühere Kugelstoß-Weltmeister David Storl ist auch im zweiten Wettkampf nach seinem Comeback nicht über den dritten Platz hinausgekommen. Bei den Thumer Werfertagen am Samstag (28.05.2022) blieb der Leipziger in 19,91 Metern sogar unter der 20-Meter-Marke.

"Noch nicht da, wo ich es brauche"

Nach dem Wettkampf, den der Brite Lincoln Scott (20,59 Meter) vor dem Ukrainer Roman Kokoschko (20,27 Meter) gewann, sagte Storl enttäuscht: "Es war ein schwerer Wettkampf, ich habe kein richtiges Gefühl für den Wettkampf gehabt. Ich bin alles andere als zufrieden." Storl hatte nach langer Verletzungspause erst in der vergangenen Woche sein Comeback gefeiert. "Der Unterschied zwischen Wettkampf und Training ist gerade sehr groß. Ich bin noch nicht da, wo ich es brauche, Das war heute ein kleiner Rückschritt", erklärte der Olympia-Zweite von London 2012.

Mit Blick auf die anstehenden Wettkämpfe mit Deutscher Meisterschaft, Weltmeisterschaft im Juli in Eugene (USA) und der Europameisterschaft in München, ergänzte 31-Jährige: "Aber den Kopf in den Sand zu stecken bringt auch nichts. Ich muss sehen, dass ich das in den nächsten Wettkämpfen in den Griff bekomme, dass ich die Technik in den Griff bekomme."

Kugelstoßen Frauen: Maisch siegt mit Bestweite

Bei den Frauen durfte dagegen Katharina Maisch vom LV Erzgebirge jubeln. Die 24-Jährige gewann den Frauen-Wettbewerb und verbesserte dabei in 18,67 Metern ihre erst eine Woche alte persönliche Bestleistung um zehn Zentimeter.

Katharina Maisch in Aktion beim Kugelstoßen
Bildrechte: dpa

„Ich bin zufrieden, ich habe damit noch einmal die WM-Norm bestätigt. Der nächste große Schritt sind die 19 Meter“, sagte Maisch. „Im Training deutet sich das schon an, ich muss das nur im Wettkampf noch bestätigen“, erklärte die Erzgebirglerin, die sich gegen Julia Ritter aus Wattenscheid (18,19 Meter) und Jessica Inchude aus Portugal (18,03 Meter) durchsetzte.

Werfertag in Thum 355 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Diskus: "Wütender" Janssen wird Zweiter

Für Henrik Janssen vom SC Magdeburg reichte es zwar nicht für den Sieg im Diskuswerfen, mit seinen 62,54 Metern im letzten Versuch konnte er aber dennoch gut leben. "Ich habe im letzten Versuch noch einmal ein bisschen wütend geworfen", schmunzelte Janssen nach seinem zweiten Platz. An die Tages-Bestweite von 64,13 Metern des Jamaikaners Traves Smikle biss er sich aber wie die gesamte Konkurrenz die Zähne aus. Clemens Prüfer vom SC Potsdam warf 62,12 Meter und wurde Dritter. Janssens Teamkollege Martin Wierig kam auf 61,48 Meter und landete auf Rang fünf.

Craft knackt EM- und verpasst WM-Norm

In der Diskus-Konkurrenz der Frauen war Shanice Craft trotz ihres Sieges nicht wirklich zufrieden. Vor allem die äußeren Bedingungen hatten der Athletin vom SV Halle Probleme bereitet. "Ich bin überhaupt nicht in den Wettkampf gekommen und hatte technische Probleme. Statt der EM- hätte ich lieber die WM-Norm geknackt." Dafür fehlten der 29-Jährige am Ende 49 Zentimeter. Mit einem Wurf auf 63,01 Meter distanzierte sie Marike Steinacker (62,47 Meter) und Claudine Vita (61,95) aber deutlich.

Speer: Wipper mit Bestweite Zweite

Bei den Speerwerferinnen durfte sich Lea Wipper aus Magdeburg freuen. Mit 58,80 Metern musste sie sich zwar der siegreichen Annika Fuchs aus Potsdam (59,30 Meter) geschlagen geben. Wipper erzielte aber eine neue persönliche Bestweite.

---
dh/jsc

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 28. Mai 2022 | 14:55 Uhr

2 Kommentare

GEWY vor 4 Wochen

Als er in Chemnitz trainiert hat und für Chemnitz gestartet ist und einen Titel nach dem anderen geholt hat, war er bei der Berichterstattung immer ein Rochlitzer. Jetzt startet er für Leipzig und prompt wird aus dem Rochlitzer natürlich ein Leipziger. Medien in Sachsen eben.

AufmerksamerBeobachter vor 4 Wochen

Seit Storl aus Chemnitz weggegangen ist, sind seine Leistungen gesunken. Als 'Leipziger' konnte er nicht mehr überzeugen.