Wintersport | Biathlon Biathlet Lesser: "Werde moderner Trainer sein"

Erik Lesser gehört zum "Stammpersonal" der deutschen Biathleten und will seine Karriere bis Olympia 2022 in Peking fortsetzen. Dann aber möchte der Thüringer die Seiten wechseln und Trainer werden - einer mit moderner Prägung. Dennoch soll die Disziplin bei ihm nicht zu kurz kommen.

Erik Lesser
Erikl Lesser beim Weltcup in Hochfilzen. (Archiv) Bildrechte: imago images / CEPix

Erik Lesser ist eine feste Größe bei den deutschen Biathleten. Zuletzt hatte der gebürtige Suhler beim Weltcup im österreichischen Hochfilzen gemeinsam mit Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Horn in der 4x7,5-Kilometer-Staffel hinter Schweden und Norwegen den Sprung aufs Podest geschafft. Eine geschlossene Mannschaftsleistung der DSV-Athleten.

"Kein Trainer alter Schule"

Eine Momentaufnahme, denn der Thüringer schaut voraus und will bis zu den Winterspielen in Peking 2022 weitermachen. Danach hat der gebürtige Suhler klare Zukunftspläne. Wie er in einem Interview der "Welt" verriet, möchte er nach der Sportlerkarriere die Seiten Wechseln und sein Wissen als Trainer an die Aktiven weitergeben. 0815 soll es aber nicht sein, er will innovative Wege gehen. "Ich werde jedenfalls kein Trainer alter Schule, sondern ein moderner sein", betonte er.

"Butterbrot und Peitsche"

Sein Prinzip werde wohl "Butterbrot und Peitsche. Ich würde Disziplin  schon begrüßen", sagte der zweifache olympische Silbermedaillen-Gewinner und zweifache Weltmeister. Zugleich sei es ihm aber auch wichtig, immer "das Kind in sich" zu bewahren - egal, in welchem Alter und in welcher Position. "Und man sollte es als Trainer wie generell als Erwachsener nicht verklären, wie man selbst in der Jugend war, sondern sollte sich daran erinnern, dass man auch mal Mist gebaut hat, nicht immer diszipliniert war", meinte der Familienvater und ergänzte: "Das möchte ich umsetzen, sodass ich dann manche Dinge gelassener sehen als meine Trainer früher."

jmd/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 17. Dezember 2020 | 17:45 Uhr

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