Olympia | Peking 2022 Biathlet Lesser kritisiert Wettkampfstättenbau und beklagt IOC-Geldgier

Biathlon: Erik Lesser
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Biathlet Erik Lesser hat den Bau von Wettkampfstätten in der Natur für die an diesem Freitag beginnenden Olympischen Winterspiele von Peking kritisiert. "Es ist wirklich schön hier draußen... Aber zu wissen, wie diese Gegend zuvor ausgesehen hat, macht mich so traurig", schrieb der Ex-Weltmeister am Mittwoch (2. Februar) in einer Instagram-Story: "All das für drei Wochen."

Schneearme Region ohne Weltcup-Perspektive

Dazu postete der 33 Jahre alte Thüringer ein Foto, das ihn am ersten Trainingstag auf der eigens für die Spiele in Zhangjiakou errichteten Biathlon-Anlage zeigte. Der neue Kurs mit einem Stadion für rund 6.000 Zuschauer und Schießstand wurde in der eigentlich schneearmen Bergregion im Nordwestens Pekings gebaut, ohne dass es für die Zeit nach Olympia eine internationale Perspektive gibt. Weltcups sind in den kommenden Jahren nicht in China geplant. Umweltschützer hatten vor den Spielen den Protz beim Bau der Wettkampfstätten in der Bergregion kritisiert.

Lesser: "Geld, Geld, Geld, mehr Geld"

Zudem griff Lesser indirekt auch die Olympia-Macher an. Auf zwei Werbeartikeln waren zunächst die Worte "Solidarität, Inklusion, Gleichheit, Frieden, Respekt" zu lesen. "Ich stelle das für euch richtig", schrieb Lesser in seiner nächsten Story und ersetzte die Worte durch "Geld, Geld, Geld, mehr Geld". Dabei markierte Lesser auch den offiziellen Account der Olympischen Spiele.

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dpa

Olympia: Peking 2022 – Fakten, Geschichten und Hintergründe

Podcast Cover Peking
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Neuschnee bei den olympischen Winterspielen 2022 in China! ARD Kameramann Marco Seidel hat kuriose Methoden zur Schneeräumung beobachtet.

MDR THÜRINGEN - Das Radio So 13.02.2022 13:04Uhr 03:28 min

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Skeleton in Peking
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Fr 11.02.2022 16:50Uhr 01:42 min

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Skeleton in Peking
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Fr 11.02.2022 16:47Uhr 02:47 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 02. Februar 2022 | 17:45 Uhr

19 Kommentare

kleinerfrontkaempfer vor 43 Wochen

Was solls!
Doitsche Autobauer haben seit langer,langer Zeit China als Supermarkt entdeckt. VW hat in der kritischen Uigurenregion eine Produktionsstätte. Und produziert und produziert und produziert. Stillschweigend. Da sollen sich dann Sportler für einen Protest hergeben!? Löblich zwar, aber irgendwie auch gesellschaftlich alibimäßig. Wie man das halt so kennt in der freiheitlichen westlichen Gesellschaft.

hansfriederleistner vor 43 Wochen

Dann hat das ZDF falsch berichtet. Die Prämien pro Platzierung sind bekannt. Aber sie hatten doch auch die Möglichkeit sich am Prämienkuchen zu beteiligen.

sportspecker vor 43 Wochen

Schneearme Gegend? Oberhof?
Millionen fließen in Eriks Heimatdorf.
Die Sportler werden noch dazu über die Bundeswehr oder Polizei gefördert, alles auf Steuerzahlerkosten.
Meine Gier nach Profisport und Sportlern, welche sich nicht selbst finanzieren können, ist getilgt.
Alberne Belehrungen, eines Profis über finanzielle Interessen der Veranstalter sind überflüssig, da das alles bekannt ist.
Hoffentlich ballert er, trotz der großzügigen Förderung des Steuerzahlers, nicht vor Aufregung wieder daneben.
Eigentlich mag ich Ihn!
Glück Auf