Biathlon | Weltcup Loginow gewinnt - Deutsche Biathlon-Männer machen's besser als die Frauen

Die deutschen Biathlon-Männer haben nach dem Debakel der DSV-Frauen einen sehr guten Start ins WM-Jahr hingelegt, das Podest aber hauchdünn um zwei Sekunden verpasst. Benedikt Doll (Breitnau) belegte beim Heimweltcup in Oberhof im Sprint über 10 km den vierten Platz, Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) landete auf Rang fünf. Beide sicherten sich jedoch eine tolle Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag.

Sprint-Sieger Alexander Loginow (RUS) überquert die Ziellinie.
Sprint-Sieger Alexander Loginow (RUS) überquert die Ziellinie. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Loginow mit erstem Weltcupsieg

Der Russe Alexander Loginow, der zwei Jahre wegen Dopings gesperrt gewesen war, gewann in 25:50,9 Minuten ohne Schießfehler mit einem Vorsprung vor 25,2 Sekunden überraschend vor Saison-Dominator Johannes Thingnes Bö (Norwegen/1) und dem Schweden Sebastian Samuelsson (0/36,8 Sekunden zurück). Für Loginow war es der erste Weltcupsieg seiner Karriere. Sprint-Weltmeister Doll hatte nach einem Schießfehler 38,8 Sekunden Rückstand auf Loginow, 0,5 Sekunden dahinter folgte Sprint-Olympiasieger Peiffer, der ebenfalls einmal das Ziel verfehlte. Im bisherigen Winter haben die DSV-Männer dreimal das Podest erreicht.

Benedikt Doll (GER/li.) und Arnd Peiffer (GER/re.) freuen sich nach der Siegerehrung über Rang vier und fünf.
Benedikt Doll (li.) und Arnd Peiffer freuen sich nach der Siegerehrung über Rang vier und fünf. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

"Dass der letzte Schuss vorbeiging, ärgert mich schon. Ein Fehler hat uns mit Blick auf das Podest ein bisschen das Genick gebrochen. Aber läuferisch haben wir uns gut präsentiert", sagte Peiffer im ZDF. Erik Lesser aus Frankenhain landete mit einem Rückstand von +1:44,0 Minuten und einem Schießfehler auf Rang 17, der Oberhofer Lucas Fratzscher wurde bei seinem Weltcup-Debüt 93 (+4:30,8/vier Schießfehler).

Frauen historisch schlecht

Die DSV-Frauen hatten ohne Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier am Donnerstag in Oberhof indes das schlechteste Weltcup-Ergebnis der Geschichte verbucht. Karolin Horchler war auf einem indiskutablen 34. Platz die beste deutsche Biathletin gewesen. Am Samstag (12.45 und 15 Uhr) geht es mit der Verfolgung der Frauen (10 km) und der Männer (12,5) weiter. Die Staffeln schließen am Sonntag die Veranstaltung ab. Am Mittwoch (16. bis 20. Januar) startet der Weltcup in Ruhpolding. Saisonhöhepunkt ist die WM in Östersund/Schweden im März.

cdi/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 11. Januar 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2019, 16:09 Uhr

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2 Kommentare

12.01.2019 11:28 Mal ne Anmerkung 2

Glückwunsch an Benni Doll,Arnd Peiffer und Erik Lesser.Gute Leistungen in Oberhof und das Publikum wie immer "Weltklasse"!Da gewinnt ein Russe Loginov und statt seine Leistung anzuerkennen wird mal wieder die "alte Doping Kiste" hervorgeholt!Richtig,Dopingsünder gehören gesperrt und auch an den Parnger gestellt.Doch Loginov ist seit 2016 nach abgesessener Strafe wieder im "Biathlon Zirkus"(ohne Auffälligkeit) unterwegs.
Herr Fourcade ,der die russ. Athleten hasst und dies offen zum Ausdruck bringt,(was für ein fairer Sportsmann der Russen vorsätzlich behindert hat)scheint die falschen Pillen zu nehmen ,denn er ist ja "nicht mehr in Form"!
Wie gesagt ,Doping muss bestraft werden aber die Medien haben bei Doping nur die Russen auf dem Schirm.
Gab es nicht auch "Auffälligkeiten " bei anderen Nationen??

11.01.2019 20:48 Berg c 1

Glückwunsch an Doll und Peiffer. Das war mal eine starke Leistung, besser als Fourcarde das macht Hoffnung für den Verfolger. Auch Lesser war stark wenn man bedenkt, dass er mit Rückenproblemen zu kämpfen hat und nicht 100% fit ist. Mit dieser professionellen Einstellung sendet er ein postives Signal an das Oberhofer Publikum.So hätte auch Dahlmeier entscheiden können. Leider zieht sie es ja lieber vor zu trainieren. Das ist schon sehr schade. Naja so ist es jetzt und ich hoffe, sie fällt in Zukunft die Entscheidung das Publikum nicht mit einer Absage zu entäuschen. Denn klar ist, sie hätte auch anders entscheiden können.