Bobsport | Weltcup in Sigulda Bob-Dominator Friedrich meldet sich nach Pleite zurück

Einen Tag nach der ersten Saisonniederlage hat Bob-Dominator Friedrich zurückgeschlagen. Beim Weltcup in Sigulda fuhr der Oberbärenburger im Zweierbob auf Rang eins. Zuvor waren die deutschen Frauen ohne die Top-Fahrerinnen am Podest vorbeigerast.

Francesco Friedrich
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Francesco Friedrich hat sich für seine Niederlage am Neujahrstag eindrucksvoll rehabilitiert. Der Doppel-Olympiasieger vom BSC Sachsen Oberbärenburg gewann am Sonntag mit Anschieber Thorsten Margis das zweite Zweier-Rennen im lettischen Sigulda vor dem Briten Brad Hall (+0,06 Sekunden) und Lokalmatador Oskars Kibermanis (+0,55) und feierte damit seinen insgesamt 63. Weltcup-Sieg.

Friedrich: "Es hat gerade so gereicht"

"Wir sind zufrieden, wir haben nach gestern zurückgeschlagen", sagte Friedrich. Mit Blick auf den knappen Vorsprung auf Hall atmete er erleichtert auf: "Es hat gerade so gereicht." Am Samstag war Friedrichs beeindruckende Siegesserie gerissen, nachdem er mit Alexander Schüller nach Fahrfehlern am Start nicht über den zwölften Platz hinaus gekommen war. Zuvor hatte Friedrich 21 Rennen in Folge für sich entschieden, nicht auf dem Podium oder in den Top Ten hatte der Perfektionist zuletzt 2017 gestanden.

Zwar gelangen Friedrich am Sonntag erneut keine fehlerfreien Läufe, diesmal meisterte er die knifflige Passage am Start aber jeweils ohne Banden-Berührung. Vizeweltmeister Johannes Lochner enttäuschte mit Erec Bruckert als Neunter (+0,81), Christoph Hafer und Anschieber Lukas Frytz belegten außerdem den zehnten Platz (+0,88).

Schneider Achte - Top-Trio fehlt

Für Friedrichs Teamkollegin Stephanie Schneider lief es nicht ganz so gut. In Abwesenheit der Top-Fahrerinnen Laura Nolte, Mariama Jamanka und Kim Kalicki wurde sie als Achte aber beste Deutsche. Das Trio hat im Hinblick auf Olympia noch einen Trainingsblock sowie Materialtests eingeschoben. Schneider brachte gemeinsam mit Anschieberin Anabel Galander (Mitteldeutscher SC Magdeburg) zwei solide Fahrten ins Ziel und wurde mit einem Platz in den Top Ten belohnt.

Stephanie Schneider und Leonie Fiebig auf der Strecke
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Spreeuwers stürzt bei Debüt

Das gelang Anne Spreeuwers (WSC Erzgeb. Oberwiesenthal) nicht. Nach zuletzt zwei zweiten Plätzen in der Monobob-Europaserie stand sie erstmals auf der großen Weltcupbühne. Das Debüt endete mit einer Schrecksekunde. Im ersten Durchgang stürzte sie nach einem Fehler in Kurve 13 und rutschte auf der Seite ins Ziel. Zum Glück unverletzt, doch damit waren alle Chancen auf eine Topplatzierung dahin. Spreeuwers und ihre Anschieberin Vanessa Mark (TuS Eintracht Wiesbaden) landeten schließlich auf dem vorletzten Platz.

Meyers Taylor übernimmt Führung im Gesamtweltcup

Der Sieg in Sigulda ging erneut an die Amerikanerin Elana Meyers Taylor. Mit Anschieberin Lake Kwaza verwies sie in 1:41,85 Minuten den britischen Schlitten mit Mica McNeill/Adele Nicoll sowie Christine de Bruin/Kristen Bujnowski aus Kanada auf die weiteren Podestplätze. Meyers Taylor übernahm damit auch die Führung im Gesamt-Weltcup.

Wenige Wochen vor den Winterspielen in Peking haben auch die Chinesinnen Huai Mingming und Ying Qing auf sich aufmerksam gemacht und mit den Plätzen vier und sechs die besten Resultate für Athletinnen aus dem Reich der Mitte geholt.

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sst/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 02. Januar 2022 | 19:30 Uhr

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