Pferdesport | "Partner Pferd" Bram Chardon verweist Boyd Exell auf Rang zwei

Weltcup Fahren

Bei Bram Chardon aus den Niederlanden hat am Sonntag (19.01.2020) im Vierspännerfahren alles geklappt. Mit seinen Lipizzanern legte er im Drive-off der drei besten Gespanne die schnellste Runde hin. Somit stellte er wie schon Ende Dezember in Mechelen seine Klasse unter Beweis.

Ein Reiter in der Halle bei seinen Pferden im Gespräch nach einem Turnier 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten So 19.01.2020 16:30Uhr 02:29 min

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Chardon, der in der ersten Runde noch einen Fehler machte, blieb im Drive-off fehlerfrei und war mit 140,49 Sekunden schneller als Favorit Boyd Exell (142,18). Auf der anschließenden Pressekonferenz sagte er: "Ich befinde mich in einer Phase in meiner Karriere, in der ich noch immer wachse."

Strafsekunden kosten Exell den Sieg

Exell, der aktuelle Weltcupführende, kann sich wohl auch in Zukunft auf etwas gefasst machen. Der Australier, der in der ersten Runde als einziger Fahrer nicht patzte, kassierte im Drive-off vier Strafsekunden, die ihm den Sieg kosteten. Er erklärte: "Ich bin ziemlich gerutscht auf dem lockeren Boden." Exell war der letzte Starter im Drive-off.

Boyd Exell
Boyd Exell (Archiv) Bildrechte: imago images/Stefan Lafrentz

Georg von Stein Sechster

Dritter wurde Koos de Ronde aus den Niederlanden, der bei seinen Starts am Sonntag jeweils zwei Fehler machte. Jerome Voutaz aus der Schweiz passierte mit seinen Freibergern die vorletzte Durchfahrt nicht korrekt und verpasste das Finale als Vierter knapp. Benjamin Aillaud (FRA), der bei einem Geländehindernis eine regelrechte Baustelle hinterlassen hatte, landete noch vor Georg von Stein. Beim Mannschaftseuropameister lief es mit zwölf Strafsekunden nicht so flüssig (179,07).

Georg von Stein German Masters 2018
Georg von Stein (Archiv) Bildrechte: imago images / Stefan Lafrentz

Für einen Sieg bei einem Qualifikationsstart gibt es zehn Punkte. Der Zweitplatzierte erhält sieben Zähler, als Dritter bekommt man fünf Punkte. Die drei besten Ergebnisse der insgesamt neun Weltcup-Stationen werden für die Wertung herangezogen. Das Finale wird im Februar in Bordeaux (FRA) ausgetragen.

mkö

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 19. Januar 2020 | 19:30 Uhr

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Weltcup-Stationen im Fahren

Weltcup-Stationen im Fahren

Lyon 3.11.2019
Maastricht 10.11.2019
Stuttgart 17.11.2019
Stockholm 1.12.2019
Budapest 1.12.2019
Geneva 15.12.2019
London 22.12.2019
Mechelen 30.12.2019
Leipzig 19.01.2020
Finale in Bordeaux 9.02.2020

Pferdesport | "Partner Pferd" Die besten Springreiter im Weltcup

Der Belgier Pieter Devos ist im aktuellen Weltcup der Springreiter das Maß aller Dinge. Vor der "Partner Pferd" gibt es aber auch viele deutsche Starter, die schon ordentlich gepunktet haben.

Pieter Devos auf Espoir
Der Belgier Pieter Devos ging bei seinen fünf Starts im aktuellen Weltcup bisher nur einmal leer aus – ausgerechnet beim Heim-Turnier in Mechelen (mit Apart). Unschlagbar war er mit Apart in Stuttgart, wo er mit Wallach Apart vor Steve Guerdat (SUI) und Scott Brash (GBR) siegte. Auch auf Wallach Espoir und Stute Claire Z ritt Devos schon zu Weltcup-Punkten. Hier die besten deutschen Springreiter: Bildrechte: imago images/ThomasReiner.pro
Pieter Devos auf Espoir
Der Belgier Pieter Devos ging bei seinen fünf Starts im aktuellen Weltcup bisher nur einmal leer aus – ausgerechnet beim Heim-Turnier in Mechelen (mit Apart). Unschlagbar war er mit Apart in Stuttgart, wo er mit Wallach Apart vor Steve Guerdat (SUI) und Scott Brash (GBR) siegte. Auch auf Wallach Espoir und Stute Claire Z ritt Devos schon zu Weltcup-Punkten. Hier die besten deutschen Springreiter: Bildrechte: imago images/ThomasReiner.pro
Philipp Weishaupt auf Che Fantastica
Philipp Weishaupt ist aus dem Stall von Ludger Beerbaum, der seinem Chef im Parcours inzwischen ordentlich Konkurrenz macht. Sein Vater ist ein erfolgreicher Pferdezüchter und sein Bruder Maximilian ist ebenfalls Springreiter. Bildrechte: imago images/Stefan Lafrentz
Christian Ahlmann auf Solid Gold Z
Christian Ahlmann hat schon siebenmal das Weltcup-Springen in Leipzig gewonnen. Er startet als Titelverteidiger, da er 2019 mit „Caribis Z“ die schnellste Nullrunde im Stechen hinlegte. Als Junge hat ihn Fußball anfangs mehr gereizt als der Reitsport. Mit elf Jahren nahm er seine erste Reitstunde. Als Zwölfjähriger gewann er sein erstes S-Springen. Weitere zwei Jahre später erhielt Ahlmann das Goldene Reitabzeichen als jüngster Reiter der Geschichte. Bildrechte: imago images/ThomasReiner.pro
Marcus Ehning auf Firth Of Lorne
Marcus Ehning war sieben Jahre jung, als er mit dem Reiten begann. Wie er auf seiner Webseite berichtet, erhielt er einmal einen Sonderpreis, weil er trotz dreier Stürze eine Prüfung beendete. Als 16-Jähriger stieg er endgültig auf Großpferde um. Mit der Mannschaft gewann er 2000 Olympia-Gold und 2010 WM-Gold. In seiner Freizeit spielt Ehning Fußball. Bildrechte: imago images/ThomasReiner.pro
Christian Kukuk auf Mumbai
Vor knapp acht Jahren heuerte Christian Kukuk im Beerbaum-Stall in Riesenbeck als Bereiter an. 2016 erfüllte er sich den Traum vom Start beim CHIO Aachen, der aber durch einen Sturz am Wassergraben jäh endete. Kukuk brach sie die Schulter dreifach. Während der Rehabilitation musste er sich in Geduld üben, ehe er wieder an einem Turnier teilnahm. Aktuell präsentiert er sich in einer blendenden Form. Bildrechte: imago images/Hartenfelser
Daniel Deußer auf der Stute Happiness van’t Paradijs
2014 gewann Daniel Deußer mit Cornet D’Armour das Weltcup-Finale in Lyon. Darauf und auf andere Highlights arbeitete der Springreiter lange hin. Im Alter von nur zwei Jahren begann er im Stall seines Onkels mit dem Reitsport. Als 15-Jähriger gewann er sein erstes S-Springen. 2012 zog es ihn in die Stephex Stables in Mechelen, wo er mehrere Spitzenpferde fand. Harte Zeiten machte Deußer mit dem Fuchswallach First Class durch. Das Pferd, mit dem er in Rio de Janeiro zu Team-Bronze ritt, starb nach einer Kolik-Operation. Bildrechte: imago/Stefan Lafrentz
Ludger Beerbaum
Eine Auflistung sämtlicher Erfolge Ludger Beerbaums würde diese Seite sprengen. Der 56-Jährige hat schon viel erlebt: 1992 musste er bei den Olympischen Spielen von einer in Panik umher galoppierenden Classic Touch abspringen, nachdem der Zügel gerissen war.  Am Folgetag gewann er in Barcelona Einzel-Gold. Zudem gewann Beerbaum dreimal Mannschaftsgold (1988, 1996, 2000). Bildrechte: imago images/ThomasReiner.pro
Michael Jung
Michael Jung feierte seine größten Erfolge in der Vielseitigkeit: zweimal gewann er Gold in der Einzelwertung (2012, 2016). Im Weltcup, in dem die sieben besten Ergebnisse zählen, startete der 37-Jährige in dieser Saison bisher viermal. In Helsinki holte er mit "fischerChelsea" sieben Punkte. Jung wuchs auf der Reitanlage seiner Familie auf, wo er eine grundsolide Ausbildung in Dressur, Springen und Vielseitigkeit erhielt. Bildrechte: imago images/ThomasReiner.pro
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