Ein Mann in gelbem T-Shirt vor einem Computer
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"Operation Aderlass" Doping-Skandal - Erfurter Arzt bleibt in Untersuchungshaft

Fluchtgefahr, Verdunklungsgefahr, geringe Chancen auf eine Bewährungsstrafe - der mutmaßliche Drahtzieher im Doping-Skandal der "Operation Aderlass" muss weiter in Untersuchungshaft sitzen bleiben.

Ein Mann in gelbem T-Shirt vor einem Computer
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Der Erfurter Sportarzt Mark Schmidt bleibt in Untersuchungshaft. Das entschied das Amtsgericht München am Donnerstag (11.4.2019) bei einem Haftprüfungstermin. Der Mediziner, Hauptverdächtiger in einem internationalen Dopingskandal, müsse in Haft bleiben, weil Flucht- und Verdunkelungsgefahr bestehe, so die Begründung der Ermittlungsrichterin. Außerdem sei nach aktuellem Ermittlungsstand eine erhebliche Strafe zu erwarten, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden könne.

Vorwurf des organisierten Dopings

Dem Erfurter Arzt wird vorgeworfen, mindestens 21 Sportler gedopt und seit 2011 ein weltweit agierendes Doping-Netzwerk aufgebaut zu haben. Nach Angaben des Münchener Oberstaatsanwalts Kai Gräber hat er dazu in den vergangenen Wochen umfangreich ausgesagt. Neben Schmidt waren Ende Februar sein Vater Ansgard S., die Krankenschwester Diana S. und der Sanitäter Sven M. festgenommen worden. Ein weiterer mutmaßlicher Komplize wurde im März verhaftet. Auch die vier mutmaßlichen Helfer sitzen weiterhin in U-Haft.

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dh/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 11. April 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2019, 14:27 Uhr

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