Wintersport | Ski Nordisch Skispringen in Lauscha am Sonntag im "SpiO"-Livestream

Die Vorfreude und Aufregung steigt: Am Sonntag findet zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder ein Wettkampf auf den Schanzen im thüringischen Lauscha statt. "Sport im Osten" ist beim 11. Lauschaer Glascup dabei und überträgt die Veranstaltung im Livestream in der "SpiO"-App und auf sport-im-osten.de.

Kleine Skispringer aus Lauscha
Der Skisprung-Nachwuchs aus Lauscha fiebert dem kommenden Sonntag entgegen. Bildrechte: WSV 08 Lauscha/Reck

Läuft alles nach Plan, geht der erste Springer am Sonntag (12. September) um 12 Uhr über eine der sieben Schanzen im thüringischen Lauscha. Die knapp 4.000 Einwohner große Stadt im Landkreis Sonneberg ist eine Skisprung-Hochburg.

Prominente Skispringer in Lauscha

Seit Jahrzehnten wird hier über die Schanzen gesegelt. Skisprung-Größen aus aller Welt waren schon da. Die Liste der Schanzenrekordhalter auf der Marktriegelschanze liest sich prächtig. Namen wie Helmut Recknagel (1959/Olympiasieger, Weltmeister), Jochen Danneberg (1976/DDR-Meister), Björn Einar Romören (2001/Team-Skiflug-Weltmeister) oder Andreas Wank (2005/Olympiasieger) lassen jeden Skisprung-Fan aufhorchen. Aktueller Schanzenrekord-Halter ist Österreichs Skisprung-Ass Mario Seidl (2010/109 Meter).

Talenteschmiede Lauscha

In Lauscha absolvierten einige Athleten ihre erste Sprünge, die später zur Elite gehörten. Danny Queck schaffte es bis zur Teilnahme an der Vierschanzentournee. Auch Pauline Hessler und Luisa Görlich zeigen, dass es die Trainer des WSV 08 immer wieder schaffen, Talente zu fördern und zu Spitzenleistungen zu führen. Gerade erst hat der Verein den 13-jährigen Julian Wessenfelder an das Sportgymnasium nach Oberhof verabschiedet.

Skispringer
Bildrechte: imago/Gerhard König

Von großen Höhenflügen träumen auch die Nachwuchsspringer, die am Sonntag springen. Der jüngste Starter ist gerade einmal vier. "Das beste Alter, um mit Skispringen zu beginnen, ist zwischen fünf und sechs", erzählt Oliver Reck, der beim WSV 08 Lauscha die Talente zwischen vier und 13 Jahren trainiert. "Ein bisschen Mut und Spaß am Springen, mehr braucht es nicht", ergänzt Reck lachend.

Von Minifliegern bis zu Hobby-Springern

Am Sonntag wird auf sechs der sieben Schanzen (3 m bis 47-m-Schanze) und in unterschiedlichen Altersklassen gesprungen. Von den Minifliegern (bis Jahrgang 2015) bis zur Ü51 werden Teilnehmer am Start sein. Reck rechnet mit etwa 50 Athleten, die springen werden. Anders als in den Jahren zuvor kommen die Vereine mit ihren Springern diesmal wohl ausschließlich aus der Region.

"Aufgrund der Pandemie sind viele Veranstaltungen ausgefallen, die jetzt nachgeholt werden. Damit überschneiden sich einige Termine und die Vereine haben die Qual der Wahl, für welches Springen sie melden", erklärt Reck, der dem Wettkampf entgegenfiebert: "Ich freue mich, viele junge Talente zu sehen und bin glücklich, dass meine Sportler nach 2019 endlich wieder einen Heimwettkampf bestreiten dürfen."

Ab 12 Uhr im Livestream bei "Sport im Osten"

Wer die Mini-Adler und älteren Hobby-Springer live auf der Schanze erleben will, ist herzlich willkommen. Zuschauer sind erlaubt. Und wer lieber am Bildschirm einen Vorgeschmack auf die Wintersport-Saison bekommen will, clickt ab 12 Uhr einfach in den Livestream in der "SpiO"-App oder auf sport-im-osten.de.

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sst

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 12. September 2021 | 12:00 Uhr

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