Sport | Jahresrückblick Januar | Rodel-WM Gold-Spiele am Königssee für deutsche Kufenflitzer

Julia Taubitz krönt sich zur Rennrodel-Königin, Sascha Benecken und Toni Eggert rasen zum achten WM-Gold. Die Rennrodel-WM am Königssee wurde für die mitteldeutschen Athletinnen und Athleten zu einer echten Triumphfahrt. Und auch im Skeleton gab es deutsche Festspiele.

Julia Taubitz bei der Rennrodel Weltmeisterschaft in Königssee am 31.01.2021 im Ziel
Allen Grund zur Freude hatte Julia Taubitz im Januar bei der Rodel-WM am Königssee. Bildrechte: imago images/CEPix

Diese Rennrodel-WM am Königssee entwickelte sich Ende Januar 2021 zu deutschen Festspielen. Einzig die nicht vorhandenen Fans, wegen der Corona-Pandemie waren auch da bereits Zuschauerinnen und Zuschauer ausgeschlossen, trübten etwas die großartige sportliche Bilanz.

Königin Julia Taubitz

Im Frauen-Rennen holte sich die Sächsin Julia Taubitz erstmals in ihrer Karriere den Weltmeister-Titel. Zuvor war sie zwei Mal WM-Zweite gewesen. "Das ging jetzt sehr, sehr schnell. Ich hätte nicht gedacht, dass das heute Gold wird. Ich bin überglücklich, das war wunderschön. Das war eine schwere Woche und deswegen bin ich jetzt wirklich sehr erleichtert", jubelte sie nach zwei Läufen. Und sie verwies gleich drei weitere Deutsche, unter anderen Natalie Geisenberger, auf die Plätze. Geisenberger sicherte sich später den Gesamtweltcup. Toll auch: Die Ilmenauerin Anna Berreiter holte nach ihrer Babypause die Bronzemedaille.



Im Sprint hatte Taubitz zuvor ebenfalls die komplette Konkurrenz hinter sich gelassen, in der Teamstaffel reichte es mit Felix Loch und Toni Eggert/Sascha Benecken "nur" zu Silber.

Eggert/Benecken krönen holprige Saison

Mit dieser Goldmedaille war nicht zu rechnen. Das thüringische Rennrodel-Doppel Sascha Benecken und Toni Eggert sicherten sich bei der WM erneut den Titel, wiederholte damit den Triumph aus dem Jahr 2020. Dabei setzten sie sich gegen die Lokalmatadoren Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) durch, die im Sprint noch die Nase vorn hatten. "Es ist ein unglaublich schönes Gefühl. Es war eine schwierige Saison mit Corona-Problemen am Anfang. Wir wussten, es kommt auf diesen zweiten Lauf an. Da fällt eine große Last ab", jubelte Eggert nach dem Lauf. Auch Benecken war aus dem Häuschen: "Es war ein extremer Druck. Da fallen Tonnen von Last runter." Im Sprint zuvor mussten sie sich nach Fehlern mit Bronze zufrieden geben.

Sascha Benecken und Toni Eggert
Goldjubel bei Sascha Benecken und Toni Eggert Bildrechte: IMAGO / CEPix

Für das Doppel aus Thüringen, das bereits seit der Saison 2010/11 zusammen fährt, war es der achte WM-Titel. Einzig bei Olympischen Spielen reichte es bisher nur zu einer Bronzemedaille in Pyeongchang 2018. Das soll im Jahr 2022 korrigiert werden. Und die Chancen, auf der superschnellen Bahn in Peking Gold zu gewinnen, stehen so schlecht nicht. Beim Weltcup-Auftakt im November holten sich Eggert und Benecken dort den Sieg.

Langenhan verpasst im Einzel knapp Bronze

Im Männer-Einzel der WM hingegen verpasste Felix Loch die Goldmedaille. Der Lokalmatador wurde im letzten Lauf noch vom Russen Roman Repilow abgefangen. Der Thüringer Max Langenhan verpasste haarscharf als Vierter eine Medaille, die bronzene ging an den Österreicher David Gleirscher. "Keine Enttäuschung. Der erste Lauf war super. Ich habe die Top acht geschafft. Wenn man nach der Hälfte Dritter ist, will man das aber halten. Aber ich bin vom Olympiasieger geschlagen worden. Ist okay. Mit dem U23-Titel bin ich trotzdem sehr glücklich", sagte Langenhan, der im Herbst dann auch in Altenberg seinen ersten Weltcupsieg schnappte.

Max Langenhan
Max Langenhan Bildrechte: imago images / Arvid Müller

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rei

Dieses Thema im Programm: Sport im MDR AKTUELL Nachrichtenradio | 31. Dezember 2021 | 07:40 Uhr

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