Siegerehrung, Siegerin Andrea Eskau in der Mitte zwischen Marta Zainullina und Irina Guliaeva
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Sport | Jahresrückblick 2018 | März | Winter-Paralympics Andrea Eskau - Paralympics-Star und Fahnenträgerin

Ein Monat - ein Ereignis. Für unseren Rückblick auf 2018 haben wir uns zwölf Sport-Themen des Jahres herausgesucht. Im März: Andrea Eskau - Paralympics-Star und Fahnenträgerin.

Siegerehrung, Siegerin Andrea Eskau in der Mitte zwischen Marta Zainullina und Irina Guliaeva
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"Ich komme aus dem Osten", sagte Andrea Eskau lachend vor den Winter-Paralympics, "ich weiß, wie schwer es ist, Vorhersagen einzuhalten.“ Ganz ohne Druck wollte die in Apolda geborene und für den USC Magdeburg startende 46-Jährige die Wettbewerbe in Pyeongchang angehen.

Gold im Winter und Sommer

Das konnte sie auch, hatte Eskau, seit einem Fahrradunfall 1998 querschnittsgelähmt, doch schon sechs olympische Goldmedaillen in ihre imposante Sammlung aufnehmen können. Als einzige Pyeongchang-Athletin war sie sowohl bei Winter- als auch bei Sommer-Paralympics erfolgreich gewesen.

Andrea Eskau
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Sechs Medaillen in Südkorea

Im Sommer ist sie auf einem Handbike unterwegs, in der kalten Jahreszeit betreibt sie Langlauf und Biathlon. Dort war sie auch in Südkorea besonders erfolgreich: Es gab Gold über 10 und 12,5 km. Mit Unterstützung eines Kanadiers: "Ich bin wahnsinnig glücklich, weil hinter dem Biathlon-Sieg auch ganz viele Leute stehen. Nicht unerwähnt lassen, will ich den kanadischen Trainer John Jaques. Der sagte mir vor den Spielen, dass ich mit der Waffe nichts gewinne und ich mir eine neue kaufen soll. Und das hat super geklappt", so Eskau nach den 10 km im ZDF. Daneben gab es drei Mal Silber und ein Mal Bronze im Langlauf. So wurde die sympathische Thüringerin zur erfolgreichsten deutschen Teilnehmerin bei den Paralympics 2018

Andrea Eskau
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Fahnenträgerin - "Werde Euphorie empfinden"

Begonnen hatten diese Spiele schon perfekt für Eskau: Sie wurde zur deutschen Fahnenträgerin auserkoren. Der Chef de Mission Karl Quade begründete das mit einem "ausgeprägten Fairnessgefühl und einer hohen ethisch-moralische Komponente bei dieser Sportpersönlichkeit". Die 46-Jährige zeigte sich überrascht: "Ich Fahnenträgerin? Ich bin doch eine alte Frau." Die Diplom-Psychologin am Bundesinstitut für Sportwissenschaft in Bonn freute sich tierisch: "Ich werde Euphorie empfinden und überwältigt sein. Ob es trainingstechnisch das Richtige ist, ist mir schnurz. Ich habe diese Mannschaft wachsen sehen und habe eine große persönliche Beziehung zu ihr. Deshalb finde ich es toll, diese Mannschaft in die Spiele zu führen."

Die deutsche Mannschaft kommt bei der Eröffnungsfeier ins Stadion. Vorne die Fahnenträgerin Andrea Eskau.
Andrea Eskau führte das deutsche Team an. Bildrechte: dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR HÖRFUNK | 09. März 2018 | 13:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2018, 12:43 Uhr

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