Sport | Jahresrückblick | September | Para-Triathlon Rückblick: EM-Gold und WM-Silber für Para-Triathlet Martin Schulz

Ein Monat - ein Ereignis. Für unseren Rückblick auf 2019 haben wir uns zwölf Sport-Themen des Jahres herausgesucht. Im September: Nach WM-Silber holt Para-Triathlet Martin Schulz in Valencia sein achtes EM-Gold in Folge.

Martin Schulz bei den para Weltmeisterschaften während des ITU World Triathlon Grand Final in Lausanne
Bildrechte: imago images/Jörg Schüler

Wenn man seinen Namen in einer Suchmaschine irgendwo eingibt, bekommt man viele Artikel und Fotos. Aber vor allem vom SPD-Politiker. Para-Triathlet Martin Schulz aus Oschatz ist noch so eine Art "Hidden Champion".

Zufrieden mit WM-Silber im September

Dabei hat der 29-Jährige, der mit einer Fehlbildung im linken Unterarm, einer so genannten Dysmelie geboren wurde, schon viel gewonnen: 2016 wurde er in Rio de Janeiro Paralympics-Champion. Bei Europameisterschaften besitzt er scheinbar ein Abo auf Gold. Und auch bei Weltmeisterschaften führt der Sieg nur über den Athleten des SC DHfK Leipzig. In dieser Saison war das nicht anders. Bei der WM Anfang September in Lausanne holte er Silber. Er musste sich nur dem Kanadier Daniel Stefan geschlagen geben: "Es war absehbar, dass ich keine Chance haben werde, wenn ich nicht mit Vorsprung auf die Laufstrecke gehe. Ich bin absolut zufrieden."

"Stürmischer Sieg" bei der EM in Valencia

Damit wiederholte der Sachse den Erfolg von 2018, insgesamt ist es das dritte WM-Silber, obendrauf kommen drei WM-Titel. Noch besser läuft es bei Europameisterschaften. Da war Schulz von 2012 bis 2019 gar nicht zu schlagen: Acht Mal Gold gab es in Folge. Wahnsinn. Zwei Wochen nach der WM in Lausanne sicherte sich der Deutsche in Valencia den EM-Titel. Und das trotz Dauerregens und starkem Wind: "Das war ein stürmischer Sieg", sagte er danach dem "Sportbuzzer"."Ich verliere grundsätzlich sehr ungern", sagt Schulz. Paratriathlon ist für ihn, der mit dem Schwimmen begann, seine Traumsportart: "Ich war als kleiner Junge schon unheimlich gern und viel draußen und wollte mich ständig bewegen. Das lässt sich mit Schwimmen, Radfahren und Laufen einfach extrem gut verbinden".

Fernziel Paralympics 2020 in Tokio

Martin Schulz bei den para Weltmeisterschaften während des ITU World Triathlon Grand Final in Lausanne
Bildrechte: imago images/Jörg Schüler

Das Fernziel sind die Paralympics 2020 in Tokio. Vor der WM war Schulz bei einem Wettkampf sogar schon in der japanischen Hauptstadt, um die Bedingungen auszuloten. "Es war toll, ich war das erste Mal in Asien. Ich war sehr positiv beeindruckt", so der 29-Jährige. Er rechnet mit einer perfekten Organisation der Japaner. Die Japaner seien extrem ordentlich und sehr höflich. Er glaubt, dass sich die Japaner von ihrer besten Seite zeigen wollen. Vor Ort nahm er das Olympische Dorf, die Wettkampfstrecken und die Bucht für das Schwimmen in Augenschein. Das Dorf sei keine "Großbaustelle" mehr, nur noch kleinere Arbeiten seien zu verrichten, sagt Schulz. Er selbst strebt nach Gold und wird, kein Wunder bei den Erfolgen, einer der Gejagten sein.

cke

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 01. September 2019 | 17:40 Uhr

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