Kanuslalom Training im Kanupark Markkleeberg läuft trotz Flutwellenwarnung noch weiter

Eine drohenden Flutwelle sorgt für ein Verbot für Aktivitäten auf dem Markkleeberger und dem Störmthaler See. Wie stark der Kanupark Markkleeberg davon betroffen sein wird, ist noch unklar. Der Betrieb läuft vorerst weiter.

Luftaufnahme vom Kanupark Markkleeberg
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Risse und ein Böschungsschaden an der Kanuparkschleuse zwischen dem Markkleeberger und dem Störmthaler See haben zu einer sofortigen Sperrung beider Gewässer geführt. Es herrscht ein allgemeines Nutzungsverbot. Das heißt, alle Aktivitäten auf und am Wasser sind untersagt - egal ob Schwimmen, Tauchen, Angeln, Bootsfahren oder Wassersport. Die Behörden rechnen bei einer Verschlimmerung der Situation mit einer Überflutung, die im schlimmsten Fall Menschenleben kosten könnte.

Gehört der Kanupark zum See?

Doch welche Auswirkungen hat das konkret auf den Kanupark Markkleeberg? Am Freitagvormittag waren sie noch gering, wie Christoph Kirsten, Leiter des Kanuparks Markkleeberg "Sport im Osten" erklärte. "Es muss geklärt werden, was der Kanupark mit dem Markleeberger See zu tun hat. Wir liegen zwar an dem See, sind aber nicht Teil davon. Wir sehen uns als separates Gelände und nicht von der Allgemeinverfügung betroffen", so Kirsten.

Dennoch mache man sich natürlich Gedanken: "Nichtsdestotrotz ist eine Gefahrenlage vorhanden, wenn es denn zu diesem Damm- oder Schleusenbruch kommen sollte."

"Es gibt eine Steuerungsgruppe, die sich mit der ganzen Thematik beschäftigt und die werden alles genau durchleuchten. Es ist jetzt alles unter Beobachtung", ergänzte Kirsten dann nach einer Zusammenkunft mit den involvierten Akteuren am Nachmittag.

Kirsten hofft auf Empfehlung oder Festlegung

Für die Bundes- und Landeskader ist der Park aktuell auch geöffnet - im Rahmen der Corona-Schutzverordnung. "Aktuell wird auch trainiert", erklärte Kirsten weiter. Ob dieses in den kommenden Tagen fortgeführt werden kann, werde noch klären.

Deshalb steht auch noch nicht fest, ob die geplante nationale EM-Qualifikation vom 22. bis 25. April über die Bühne gehen kann. Diese ist auch abhängig von der der neuen Corona-Schutzordnung des Landes Sachsen und den darin enthaltenen Maßnahmen. Der Deutsche Kanuverband habe sich bisher aber schon verschiedene Konzepte mit unterschiedlichen Nutzergruppen überlegt.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. März 2021 | 19:30 Uhr

2 Kommentare

Pattel vor 26 Wochen

Es herrscht ein allgemeines Nutzungsverbot. Das heißt, alle Aktivitäten auf und am Wasser sind untersagt - egal ob Schwimmen, Tauchen, Angeln, Bootsfahren oder Wassersport. Die Behörden rechnen bei einer Verschlimmerung der Situation mit einer Überflutung, die im schlimmsten Fall Menschenleben kosten könnte.

Wenn dann zählt das für alle!
Typisch deutsch sofort wird nach Ausnahme Regelung gesucht.
Was wäre wenn usw.

Jedimeister Joda vor 26 Wochen

Mein lieber Mann was kommt da auf die Eigentümer der Seegrundstücke zu. Es ist ja kaum zu glauben. Da macht die Natur oder der Rest des ausgebeuteten Bodens mobil. Stellt trotz wissenschaftlicher Nachweise die Zusammenarbeit mit umliegender Materie einfach ein. Die Kinder im Spiel hatten schon gelernt was so mit Matschepampe passiert. Falls etwas zu viel Wasser drin ist. Der Mensch denkt er ist mit seinen Werkzeugen seiner Technik allmächtig. Gelinde gesagt ein Irrglaube. Mensch denkt Gott lenkt. Und der Unsinn mit der Energieverschwendung im Kanupark ist ja wohl auch zu hinterfragen. Ökologie ach Schmarrn. Hier wird Nervenkitzel Vergnügen und Zeug verkauft was niemand braucht. Verschwendung von Energie Baumaterial und wer weiß noch alles. Wenn die Menschheit so weitermacht ist sie morgen ein Auslaufmodell. Alle unsinnigen Aktivitäten haben Nebenwirkungen für heutige und nachfolgende Generationen. Allerdings will keiner von euch das Wissen. Nachdenken u. lesen hilft. Euer Joda