Turnen | Chemnitz Nach Imageschaden: Werkmann will in Chemnitz Probleme angehen

Seit Januar dieses Jahres ist Katrin Werkmann Leiterin des Bundesstützpunktes Turnen in Chemnitz. Durch die Vorwürfe gegen Gabriele Frehse hat das Image gelitten, Werkmann hat eine schwierige Mission zu erfüllen. Wir sprachen mit ihr über die anstehenden Probleme und welche Ziele sie anstrebt.   

Wo fängt psychische Gewalt im Leistungssport an? 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Beste Bedingungen für Athleten und Trainer schaffen

Bevor Katrin Werkmann Stützpunktleiterin in Chemnitz wurde, war sie beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) tätig. Die ehemalige Leichtathletin kennt also die Materie. Die Stelle, die sie jetzt in Chemnitz besetzt, wurde im Rahmen der Leistungssport-Reform entwickelt. Vorher gab es diese Funktion nicht.

Nach ihrer Aussage besteht die Aufgabe darin, "beste Bedingungen für die Athleten und auch die Trainer zu schaffen". Sie unterstützt deshalb das gesamte Team vor Ort in Kooperation mit den Partnern beim Olympiastützpunkt, im Internat, der Schule und der Stadt. Besonders liegt ihr am Herzen, die Athletinnen und Athleten von bestimmten äußeren Einflüssen fernzuhalten: "Sie müssen den Kopf frei haben, damit sie sich vordergründig auf das Training und die Schule konzentrieren können."

Katrin Werkmann 8 min
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Mi 05.05.2021 10:00Uhr 08:11 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-turnen-chemnitz-katrin-werkmann-interview-100.html

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Video

Strukturwandel – offenes Forum

Der Deutsche Turnerbund will einen Kulturwandel schaffen. "Neben den Vorwürfen, die in Chemnitz geäußert wurden, gibt es eine Studie der Sporthochschule Köln, wo festgestellt wurde, dass 80 Prozent aller Athleten schon einmal Gewalt erfahren haben. Das erfordert einen Strukturwandel. Der findet aber nicht statt, wenn man ihn von oben befiehlt. Wir gestalten deshalb ein offenes Forum, in das sich jeder Interessierte einklinken kann."

Frehse: Neue Stelle ausgeschrieben

Auch das schwelende Thema um die jüngst entlassene Gabriele Frehse beschäftigt Katrin Werkmann: "Es ist ein Ende der Hängepartie der vergangenen Monate. Der Olympiastützpunkt ist damit der Aufforderung des Deutschen Turnerbundes nachgekommen. Der Deutsche Turnerbund hat nach der Freistellung reagiert und eine komplette Stelle ausgeschrieben, die auch bundesfinanziert ist."

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jmd

Dieses Thema im Programm: Sport im MDR AKTUELL Nachrichtenradio | 05. Mai 2021 | 10:40 Uhr

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