Marcel Kittel
Bildrechte: imago/Belga

Radsport Kittel verlässt Katusha und legt Rennpause ein

Marcel Kittel
Bildrechte: imago/Belga

Radprofi Marcel Kittel trennt sich mitten in der Saison von seinem Team Katusha-Alpecin und legt eine Rennpause auf unbestimmte Zeit ein. Das teilten die Mannschaft und der Sprinter am Freitag mit. Die Auflösung des Vertrages sei auf seinen Wunsch erfolgt, wurde der 30-Jährige zitiert.

"In den letzten zwei Monaten hatte ich das Gefühl, erschöpft zu sein. Momentan kann ich nicht auf höchstem Niveau trainieren und Rennen fahren", sagte der Thüringer. "Aus diesem Grund habe ich beschlossen, mir eine Pause zu nehmen, über meine Ziele nachzudenken und einen Plan für meine Zukunft zu machen."

Burnout soll nicht der Grund sein

Geschäftsführer Teamspirit Jörg Werner (GER) nach dem Sieg...
Jörg Werner (Archiv). Bildrechte: imago/Karina Hessland

Gerüchte, wonach Kittel an einer Burnout-Erkrankung leide, wies Jörg Werner, der Manager des 14-maligen Tour-de-France-Etappensiegers, zurück. "Es ist keine einfache Situation für ihn, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen." Die Trennung von Katusha nach eineinhalb Jahren und nur drei Tagessiegen sei überlegt gewesen. "Die Entscheidung trifft man nicht aus dem Bauch heraus. Marcel ist in einer schwierigen Situation. Es ging darum, mit erhobenem Haupt auseinanderzugehen", sagte Werner.

Der 14-malige Etappensieger bei der Tour de France geriet zuletzt immer heftiger in die Kritik. Sein Kapitän sei aktuell "einfach nicht gut genug», sagte Sportdirektor Dirk Demol jüngst. "So kann es nicht weitergehen." Kittel hatte in diesem Jahr erst einen Sieg Anfang Februar eingefahren und zuletzt die Teilnahme an der Tour de Yorkshire abgesagt. Schon 2018 gab es während der Saison Ärger um Kittels Form.

Marcel Kittel 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

dpa/cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. Mai 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Mai 2019, 22:34 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.