Olympische Spiele Olympiasiegerin Vogel zeigt Verständnis für das IOC

Anders als viele Kritiker hat Doppel-Olympiasiegerin Kristina Vogel Verständnis für die zögerliche Haltung des IOC bei der Olympia-Entscheidung gezeigt. Die seit einem Trainingsturz querschnittgelähmte Vogel begründete das mit den Problemen, die eine Verschiebung nach sich ziehe.

Kristina Vogel
Kristina Vogel. (Archiv) Bildrechte: imago images / Eibner

Bahnrad-Doppelolympiasiegerin Kristina Vogel hat Verständnis für die zögerliche Haltung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zur Verschiebung der Sommerspiele in Tokio gezeigt. "Ich finde es gut, dass sich die Leute Zeit genommen haben. In manchen Sachfragen kann man nicht gleich Ja oder Nein sagen", sagte die 29-Jährige dem Sender Sky.

Verschiebung zieht Probleme nach sich

Allerdings sei auch ihr klar gewesen, dass die Spiele "so nicht gehalten werden konnten. Wir wollen Spiele, die magisch sind. Das hätte man dieses Jahr nicht haben können." Dass die späte Entscheidung über die Verschiebung erst in dieser Woche erfolgte, begründete die frühere Weltklasse-Athletin mit den Problemen, die eine Verschiebung nach sich ziehe. Als Beispiel nannte Vogel die Situation des Olympischen Dorfes. Die 44 Hektar große Anlage sollte nach den Olympischen und Paralympischen Spielen als Wohnanlage genutzt werden: "Jetzt muss man sich Gedanken machen, wo 12.000 Leute im nächsten Jahr untergebracht werden."

"Wir alle wollen gute Olympische Spiele"

Die Erfurterin, die seit einem Trainingssturz im Jahr 2018 querschnittsgelähmt ist und aufgrund dessen zur Risikogruppe gehört, wäre selbst als Trainerin und TV-Expertin in diesem Jahr in Tokio vor Ort gewesen. Vogel hofft nun auf schnelle Entscheidungen des IOC für die Spiele im kommenden Jahr, damit die Sportler ihr Training auf den Höhepunkt einstellen können: "Wir alle wollen gute Olympische Spiele. Die werden wir jetzt haben."

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jmd/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 28. März 2020 | 15:40 Uhr

1 Kommentar

Dynamo vor 8 Wochen

Tokio 2020 zu Tokio 2021. Wenn man einige richtungsweisenden Beiträge zu dieser Verschiebung der Olympischen Sommerspiele liest, kann man auch zu folgender Darstellung kommen. Egal, wann Olympische Spiele über die Bühne gehen, gedopt wird immer. Obwohl jedes Land von sich behauptet, also unsere Sportler sind sauber. Es bleibt nur eins, gebt diesen Gigantismus auf, macht in Zukunft Welt- und Europameisterschaften in den einzelnen Sportarten und gut ist. 28.03.2020, 23:50

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