Langlauf Katharina Hennig und Victoria Carl mit Blick in Richtung Olympia

Am 4. Februar ist es soweit: In Peking starten die Olympischen Winterspiele. Mit dabei ist auch das deutsche Team mit mehr als 140 Athleten. Die besten deutschen Langläuferinnen und Langläufer befinden sich aktuell in Davos in der direkten Vorbereitung auf die olympischen Wettkämpfe. Aus mitteldeutscher Sicht im Fokus: Katharina Hennig aus Sachsen und Victoria Carl aus Thüringen.

Training im Alpensia-Skilanglauf-Zentrum: Katharina Hennig (l) und Victoria Carl aus Deutschland unterhalten sich
Katharina Hennig und Victoria Carl bereiten sich auf die Olympischen Spiele in Peking vor. (Archiv) Bildrechte: dpa

Neben dem Aufbau einer guten Laufform geht es in Davos vor allem auch darum, vor der Reise nach China eine Infektion mit dem Coronavirus möglichst zu vermeiden. "Wir sind immer in Blasen unterwegs und sind so seit fast zwei Jahren sehr eingeschränkt. Man hat außerhalb eigentlich keine sozialen Kontakt mehr. Unsere Taktik ist, keine Menschen mehr zu sehen. So minimieren wir das Risiko", sagte Katharina Hennig bei einem Pressegespräch am Montag (24.01.). Aber "natürlich schwingt immer ein bisschen Angst mit", fügte sie hinzu.

Hennig und Carl mit ambitionierten Zielen

Was soll sportlich in Peking rausspringen? "Mein Ziel ist, in Topform in Peking anzutreten und meine bestmögliche Leistung abzurufen. Und dann sehen wir, was dabei rauskommt", so Hennig. Victoria Carl rechnet sich vor allem im Sprint gute Chancen aus. Diese seien gar nicht mal so klein, wenn es um einen Platz in den Top Ten geht, so Carl. Grundsätzlich hätten alle im Team aber denselben Traum: Medaillen für Deutschland zu gewinnen. Das Gemeinschaftsgefühl sei stark.

Beschäftigung in der Isolation

Außerhalb der Wettkämpfe wird es für die Athleten in China nicht viel Gemeinschaft geben. Die Corona-Regeln sind strikt. Das Ziel des Ausrichters: größere Ausbrüche verhindern. Victoria Carl zumindest hat keine Angst vor der persönlichen Abgeschiedenheit. "Ich habe Bücher dabei und bereite mich nebenbei noch auf Prüfungen für mein Fernstudium vor", so Carl, die auf dem Weg ist Personal- und Medical-Fitness-Trainerin zu werden.

Olympia trotz Corona besonders

Auch wenn das "Erlebnis Olympia" wegen der Corona-Pandemie sicherlich ein anderes für die Athleten sein wird, als in den meisten Jahren zuvor, stellt Hennig dennoch klar: "Es ist etwas Besonderes. Man weiß nie, wie oft man sowas erleben darf." Was für die meisten Athleten nicht anders sein wird, ist die Anpassung an eine andere Zeitzone. Vor allem Olympia-Neulinge suchen diesbezüglich im Vorfeld die besten Taktiken. Erfolgt sei die Umgewöhnung auf jeden Fall, wenn der Toilettengang in geregelten Bahnen laufe, so Carl. Diesen Ratschlag habe sie von ihrem Trainer Axel Teichmann erhalten.

(ten)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. Januar 2022 | 17:45 Uhr

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