Leichathletik | Werfermeeting Schönebeck Diskuswerfer Jasinski trumpft mit Bestweite auf – Gambetta und Lewke siegen im Kugelstoßen

Eine gute Woche vor den deutschen Meisterschaften in Braunschweig hat Diskuswerfer Daniel Jasinski beim SoleCup in Schönebeck mit einer neuen Jahresbestweite aufhorchen lassen. Sara Gambetta und Dennis Lewke überzeugten derweil in Abwesenheit der großen Favoriten im Kugelstoßen.

Diskuswerfer Daniel Jasinski hat rund zwei Monate vor den Olympischen Spielen eine neue deutsche Bestmarke gesetzt. Der Olympiadritte von 2016 warf beim 15. SoleCup in Schönebeck in Sachsen-Anhalt am Mittwoch 67,47 Meter. Jasinski übertraf damit die von Clemens Prüfer bei den Halleschen Werfertagen aufgestellte Weite um sechs Zentimeter. Der amtierende deutsche Meister landete mit 64,58 Metern auf Rang drei, sein Bruder Henning sicherte sich den zweiten Platz (65,26).

Wierig und Wrobel ohne Podestplatz

"Das bedeutet mir ziemlich viel und freut mich riesig. Wir sind alle ziemlich nah beieinander, jetzt fünf Leute mit Olympia-Norm und nur drei Tickets. Da sind die Deutschen Meisterschaften in Braunschweig sehr wichtig, das wird eine enge Kiste", sagte Jasinski im Anschluss. Die beiden Lokalmatadoren Martin Wierig und David Wrobel vom SC Magdeburg konnten hingegen nicht die entscheidenden Akzente setzen. Wierig landete mit 62,94 Metern auf dem vierten Platz, Wrobel auf dem Sechsten (62,74).

Martin Wierig
Martin Wierig kommt nach seiner Verletzungspause wieder in Schwung. Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

"Es war eher ein Belastungstest. Nach der Verletzung ist es positiv, dass der Brustmuskel hält. Ich habe Sicherheit für die kommenden Wochen bekommen. Trotzdem merke ich, dass ein paar PS im Arm fehlen. Die gilt es in den nächsten Wochen wiederzufinden", erklärte Wierig nach seiner Verletzungspause. Rio-Olympiasieger Christoph Harting kämpft dagegen weiter um seine Form. Der Berliner wurde mit 61,56 Metern nur Siebter und verpasste erneut die Olympianorm (66,00).

Vita siegt vor Steinacker und Pudenz

Bei den Frauen spielte Nadine Müller vom SV Halle keine Rolle. Die 35-Jährige beendete den Wettkampf nach insgesamt vier Fehlversuchen mit 56,25 Metern auf dem fünften und letzten Platz. Den Sieg sicherte sich Claudine Vita, die mit einer starken Serie glänzte und am Ende auf 62,52 Meter kam. Marike Steinacker erreichte den zweiten Platz (61,88). Die amtierende deutsche Meisterin und Jahresbeste Kristin Pudenz stieg wegen leichten Achillessehnen-Schmerzen am linken Fuß nach ihrem dritten Wurf aus und landete mit 61,47 Metern auf dem dritten Rang.

Gambetta und Lewke gewinnen im Kugelstoßen

Sara Gambetta
Kugelstoßerin Sara Gambetta glänzte erneut in Abwesenheit von Christina Schwanitz. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Ohne die Favoriten Christina Schwanitz und David Storl rückten Sara Gambetta und Dennis Lewke beim Kugelstoßen in den Blickpunkt. Gambetta, die bereits beim Meeting in Halle mit 18,71 Metern überzeugt hatte, holte sich in Abwesenheit von Schwanitz erneut den Sieg. Die Athletin vom SV Halle gewann mit einem Stoß über 18,33 Meter und verwies Julia Ritter (17,82) und Katharina Maisch (17,15) auf die Plätze. Auch Lewke vom SC DHfK Leipzig wusste zu überzeugen und sicherte sich mit einer Weite von 19,38 Metern den Sieg vor Christian Zimmermann (19,26) und Eric Maihöfer (18,54). Maihöfer hatte erst in Halle mit 19,75 Metern überraschend den Kugelstoß-Wettbewerb gewonnen.

Speerwerfen: Meier überzeugt bei Seifert-Erfolg

23. Internationales Leichtathletik Meeting in Dessau, Tom Meier vom LC Jena beim Speerwurf
Tom Meier konnte sich über eine persönliche Bestweite freuen. (Archiv) Bildrechte: imago images/Fotostand

Im Speerwerfen wurde Bernhard Seifert nach der kurzfristigen Absage von Julian Weber seiner Favoritenrolle gerecht. Der Potsdamer setzte sich mit einem Wurf über 79,82 Metern an die Spitze und zeigte sich vor den deutschen Meisterschaften in Braunschweig zuversichtlich. "85 Meter ist die Olympianorm und das Ziel. Das möchte ich nächste Woche in Braunschweig abhaken." Tom Meier vom LC Jena landete nach einer starken Performance auf dem zweiten Rang und stellte mit 77,79 Metern eine persönliche Bestleistung auf. "Ich bin immer noch ein bisschen baff. Es war ein geiler Wettkampf mit geilen Serien. Schöneneck war schon immer ein gutes Pflaster, Da rutschen auch schon mal ein oder zwei Würfe über die Marke."

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jsc

Schönebecker Sole-Cup 208 min
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Sport im Osten Mi 26.05.2021 16:30Uhr 207:54 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. Mai 2021 | 21:45 Uhr

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