Leichtathletik | 5 und 10 km Starke Zeiten beim Invitational Run in Chemnitz

Nachdem die Straßenlaufsaison coronabedingt beinahe komplett ausgefallen ist, bieten Laufevents wie der Invitational Run in Chemnitz eine gute Möglichkeit, Bestzeiten oder Laufform zu verbessern. Über fünf und zehn Kilmeter wurde dabei am Samstag (15.05.) einiges geboten.

Hochklassige Wettkämpfe sind in der corona-geplagten Straßenlauf-Saison rar gesät. Deshalb war der Invitational Run in Chemnitz am Samstag (15.05.) ein echtes Highlight für viele Läuferinnen und Läufer. Über fünf und zehn Kilometer wurde den Zuschauern im "Sport im Osten"-Livestream nicht nur Freude am Laufsport vermittelt, sondern auch starke Leistungen.

Äthiopier Kebedew stielt Kenianern über 10 km die Show

Personell war das 10-km-Rennen der Männer am besten besetzt. Die Kenianer Philimon Kipchumba und Enock Onchari gingen mit persönlichen Bestzeiten von 28:04 Minuten bzw. 28:55 Minuten als Topfavoriten an den Start im Chemnitzer Stadtpark. Den Spitzenplatz machte ihnen nach einem starken Rennen aber ein Konkurrent aus Äthiopien streitig: Hailemaryam Kiros Kebedew schnappte sich in erstklassigen 27:59 Minuten Platz eins. Erverbesserte seine persönliche Bestzeit damit um fast eineinhalb Minuten. Der frühere Weltklasseläufer Dieter Baumann, der das Event als Co-Kommentator begleitete, sagte dazu: "Das ist wirklich eine Weltklasse-Zeit!". Kipchumba (28:12 min.) und Onchari (28:21) folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Philimon Kiptoo Kipchumba
Philimon Kiptoo Kipchumba ging als Favorit ins Rennen über 10 km, wurde am Ende aber nur Zweiter. (Archiv) Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Franzose Marquant gewinnt über 5 km

Auf der 5-km-Strecke gab es eine Überraschung auf der Spitzenposition. So konnte sich Antonin Marquant aus Frankreich in 14:55 Minuten durchsetzen. Am dichtesten auf den Fersen war ihm Julian Beuchert (+0:06 sek), der eigentlich aus dem Judo-Sport kommt und verletzungsbedingt erst spät zum Triathlon- bzw. dann auch Laufsport gekommen ist. Sein Fazit: "Mit der Zeit bin ich nur bedingt zufrieden, aber dafür, dass ich noch nicht so lange laufe, ist es okay", so Beuchert am MDR-Mikrofon. Das Podium komplettierte Theodor Schucht in 15:14 Minuten.

Theodor Schucht
Theodor Schucht konnte sich über Platz drei freuen. (Archiv) Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Domenika Mayer dominiert über 10 km

Bei den Frauen wurde über die 10 km ein spannendes Duell zwischen Domenika Mayer und Deborah Schöneborn erwartet. Schon bei den Deutschen Meisterschaften über zehn Kilometer hatten sich beide auf dem Podium wiedergefunden. Die damalige Siegerin, Rabea Schöneborn, startete am Samstag über die 5 km. Mayer und Deborah Schöneborn konnten den Sieg also unter sich ausmachen, doch danach sah es lange nicht aus. Für einen Großteil der Strecke lag die spätere Drittplatzierte, Aleksandra Brzezinska (POL), vorn. Mayer setzte ihre Klasse aber durch und lief nach 33:06 Minuten als erste über die Ziellinie. Deborah Schöneborn schnappte sich Brzezinska noch vor dem Ziel und wurde schließlich vor der Polin Zweite (+0:16 sek). Für einen Trainingslauf, wie Schöneborn das Rennen bezeichnete, sei es "sehr gut" gelaufen. Siegerin Mayer war mit der Platzierung natürlich zufrieden, aber "von der Zeit ist noch Luft nach oben", so Mayer am MDR-Mikrofon.

Domenika Mayer
Domenika Mayer bewies ihre Klasse über 10 km und gewann souverän. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner

Rabea Schöneborn über 5 km nicht zu schlagen

Die Deutsche Meisterin über 10 km, Rabea Schöneborn, ging in Chemnitz über 5 Kilometer an den Start. Und auch auf dieser Strecke konnte sie sich in 16:17 Minuten durchsetzen. Am meisten Gegenwehr lieferte Blanka Dörfel, die im Ziel neun Sekunden zurücklag. "Es ist doof, ein paar Sekunden hinter Deborah ins Ziel zu kommen, aber es macht trotzdem Spaß, mit ihr zu laufen", so Dörfel. Rabea Schöneborn sagte, dass sie gern mal ein Straßenrennen über 5 km laufen wollte und das habe gut funktioniert. Platz drei ging an Paulina Kayßer, die mit 1:12 Minuten Rückstand aber schon ziemlich abgeschlagen ins Ziel kam.

v.l. Deborah Schoeneborn und Rabea Schoeneborn
Deborah Schöneborn (li.) wurde über 10 km Zweite, ihre Zwillingsschwester Rabea schnappte sich Platz eins über 5 km. (Archiv) Bildrechte: imago images/Jan Huebner

(ten)

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 15. Mai 2021 | 09:00 Uhr

3 Kommentare

AufmerksamerBeobachter vor 18 Wochen

Und - Ein Dank an den MDR für die ausführlichen Übertragungen. Man hatte fast vergessen, das es Leichtathletik überhaupt als Wettkampfsport noch gibt. Sehr erfrischend, hoffentlich ist naechstes Jahr das Wetter besser und diese Tribünen im Thälmannstadion nutzbar.. sieht ja aus wie in der dritten Welt. Niemand braucht ein Megastadion dort, aber ein/zweitausend Sitzschalen wuerden der Arena guttun, zumal dort der Olympastützpunkt entsteht!

MDR-Team vor 18 Wochen

Sehr gerne !

Thoralf vor 18 Wochen

Glückwunsch allen Beteiligten! Super Sport. Klasse Leistungen!