Thomas Röhler
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Leichtathletik | European Championships Europameister Thomas Röhler: Hat sich wie Olympia angefühlt

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Speerwurf-Europameister Thomas Röhler zieht nach den ersten European Championships ein positives Fazit. Der Jenenser sagte dem MDR: "Das hat sich schon angefühlt wie Olympische Spiele. Das Experiment ist gelungen." Zudem schwärmte der Thüringer vom Publikum im Berliner Olympiastadion: "Es kommen Familien, extrem viele Kinder. Die Stapel der Autogrammkarten haben nicht ausgereicht." Er ergänzte: "So viele Kids waren in Berlin. Das sind die jungen Talente. Das sind die, die im Endeffekt dem Fernsehzuschauer, dem Fan, irgendwann wieder Freude bereiten."

Das hat sich schon angefühlt wie Olympische Spiele. Das Experiment ist gelungen.

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Thomas Röhler, Speerwurf-Europameister 1 min
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Speerwurf-Europameister Thomas Röhler ist mit den ersten European Championships zufrieden. Der Athlet des LC Jena sagte dem MDR: "Das hat sich schon angefühlt wie Olympische Spiele."

Di 14.08.2018 10:47Uhr 00:58 min

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Zuschauerschnitt von 2,09 Millionen

Die TV-Übertragungen von den European Championships haben unerwartet viele Sportfans vor den Fernseher gelockt. Im Schnitt sahen 2,09 Millionen Zuschauer alle Übertragungen in der ARD und im ZDF. Das ergibt für die Europameisterschaften in sieben Sportarten einen durchschnittlichen Marktanteil von 15,6 Prozent.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sagte: "Insgesamt haben mehr als 43 Millionen Zuschauer mindestens eine Übertragung von den European Championships gesehen, und auch die jungen Zuschauer haben sich überdurchschnittlich für unsere Übertragungen interessiert. Das ist ein herausragendes Ergebnis."

Fußball schlägt Leichtathletik am Sonntagabend nur knapp

Das Erste und das Zweite zeigten rund 100 Stunden im klassischen Fernsehen. Zudem übertrug Eurosport knapp 50 Stunden live und kam auf einen Durchschnitt von 100.000 Zuschauern. Am letzten Tag mussten sich die Leichtathleten den Fußballern knapp geschlagen geben. Bei den fast parallelen TV-Übertragungen am Sonntagabend schauten 5,44 Millionen Menschen den Supercup zwischen dem Fußball-Meister Bayern München und Pokalsieger Eintracht Frankfurt im ZDF. 5,18 Millionen sahen den letzten EM-Wettkampftag der Leichtathleten in der ARD.

Leichtathletik, Europameisterschaft im Olympiastadion: Fotografen sitzen hinter einem TV-Kameramann.
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Die Fußball-Übertragung war allerdings nach ARD-Angaben nur deshalb erfolgreicher, weil nach dem Ende der Leichtathletik-Sendung viele Fernsehzuschauer noch zum Fußball umgeschaltet haben. Während der Zeit, als beide Übertragungen exakt parallel liefen, war die EM in Berlin sogar beliebter. Die Deutsche Fußball Liga war dem Wunsch von ARD und ZDF, das Spiel auf einen anderen Termin zu verlegen, nicht nachgekommen.

Verbände wollen Teil der Championships werden bzw. bleiben

Bei den Verbänden kamen die European Championships gut an. "Wir sind begeistert von diesem Modell", sagte Alfons Hölz, der Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB). Er erklärte: "Natürlich machen wir auch beim nächsten Mal mit." Aber auch andere Verbände zeigen nach dem Erfolg der Europameisterschaften in sieben Sportarten ihr Interesse. Thomas Konietzko vom Deutschen Kanu-Verband sagte: "Wir werden jetzt mit unseren internationalen Verbänden reden müssen, um Teil dieser European Championships zu werden, auch wenn es sicherlich eine differenzierte Interessenlage gibt." Auch der Verbands-Präsident war von den hohen Einschaltquoten der Meisterschaften überrascht.

Bald auch Beachvolleyball und Bouldern?

"Eine Mannschaftssportart würde den Championships guttun, beispielsweise Beach-Volleyball wäre sicher sehr geeignet", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. "Außerdem würde ich mir eine jüngere Sportart wünschen, die noch andere Bilder liefern könnte, Bouldern wäre dafür geeignet." Wolfgang Wabel, Europa-Chef des internationalen Sportkletter-Verbandes IFSC, begrüßt diesen Vorstoß: "Für den Klettersport wäre es natürlich eine sehr gute Möglichkeit, mediales und gesellschaftliches Interesse zu wecken." Die Teamsportarten lehnen eine Beteiligung jedoch weitgehend ab. Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes, sagte: "Ich bin dagegen, Sportarten wie Fußball, Handball oder Basketball, die ohnehin ganzjährig im Mittelpunkt stehen, aus Kommerzgründen zur Steigerung der Attraktivität dazu zu nehmen."

Thumer Werfertag im MDR.DE-Livestream

Viele Leichtathleten kämpfen beim Thumer Werfertag schon wieder um gute Weiten. Für die Veranstaltung am Freitag (17.08.2018) haben zum Beispiel die Kugelstoßer Christina Schwanitz und David Storl zugesagt. MDR.DE zeigt die Wettkämpfe von 17:00 bis 22:00 Uhr in einem Livestream.

mkö/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 13. August 2018 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2018, 18:23 Uhr

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