Bildkombo - Ein Angler sitzt am Strand und winkt; ein Schild mit einem Kochtopf über Flammen und Koreanischen Schriftzeichen. Der Kochtopf ist rot durchgestrichen.
Angeln am Strand ist in Korea erlaubt, den Fisch zu grillen dagegen nicht. Bildrechte: MDR/Torsten Teichert

"Olympia im Osten" - Teil 8 Grillen, Gast und Gegenspieler

Raiko Richter ist Chef des ARD-Olympiateams bei den Winterspielen in Pyeongchang. Für MDR.DE schreibt er ein Tagebuch. Heute: Grillen, Gast und Gegenspieler.

Bildkombo - Ein Angler sitzt am Strand und winkt; ein Schild mit einem Kochtopf über Flammen und Koreanischen Schriftzeichen. Der Kochtopf ist rot durchgestrichen.
Angeln am Strand ist in Korea erlaubt, den Fisch zu grillen dagegen nicht. Bildrechte: MDR/Torsten Teichert

Es ist einiges nicht erlaubt in Korea. Für den freundlichen Angler Bak ist es beispielsweise verboten, dass er seinen Fisch gleich am Strand grillt. Für die freundliche Journalistin, dass sie die Silbermedaillengewinnerin im Skispringen direkt an der Wettkampfstätte interviewen kann. Der freundliche IOC-Chef Thomas Bach hat mit seiner TV-Rechte-Vergabe an Discovery dafür gesorgt, dass ARD/ZDF zur besten deutschen Abendsendezeit nur noch nachrichtlich berichten können. Deshalb gibt es zu Recht Nachfragen der Zuschauer, warum wir den ganzen Tag, aber eben nicht am Abend senden.

Thomas Bach im internationalen Sendezentrum

Als Gast referierte Bach gestern im internationalen Sendezentrum über die "new platforms" im Netz und die brillant produzierten Bilder. Er besuchte das koreanische TV, Discovery und NBC. Bei ARD und ZDF war er noch nicht. Viele sahen das Discovery-Kind "Eurosport" als den neuen Gegenspieler vor den Spielen. Doch weil es nicht gelang, die "Ware Olympia" so zu verknappen, dass alle auf Eurosport angewiesen waren, drückt man in der Heimat nun doch lieber Programmplatz 1 oder 2 auf der Fernbedienung.

Thomas Bach, IOC-Präsident, steht an einem Rednerpult und spricht.
IOC-Präsident Thomas Bach bei Olympia 2018 Bildrechte: imago/ZUMA Press

Übervorsorgliche Funktionäre im Skispringen

Etwas Druck könnte auch der Ski-Weltverband gebrauchen, denn das attraktive Frauen-Skispringen findet oft nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Es gibt zu viele Gegenspieler unter den Funktionären. Die großen Schanzen traut man den Frauen nicht zu. Deshalb starten sie demnächst wieder in Rasnov in Rumänien quasi im Verborgenen und nicht in Klingenthal im Vogtland auf großer Bühne. Gemeinsame Veranstaltungen mit den Männern, ähnlich dem Biathlon, würden helfen. Eine Erlaubnis dafür, müssen auch sie sich erst noch erarbeiten.

Olympische Grüße!
Raiko Richter

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 14. Februar 2018 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2018, 12:24 Uhr

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1 Kommentar

14.02.2018 16:48 alf 1

kann mir einer erklären warum ard und zdf immer übertragen muss?????

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