Olympia | Winterspiele 2022 Deutsche Kombinierer holen mit Frenzel Staffel-Silber

Die deutschen Kombinierer mit Eric Frenzel haben in ihrem letzten Olympia-Wettkampf Silber in der Staffel gewonnen. Das DSV-Quartett musste sich im Teamwettkampf nur den überragenden Norwegen geschlagen geben, Bronze ging überraschend an Japan. Bei der Flower-Zeremonie fehlte Frenzel, der sich völlig verausgabt hatte.

Deutschland bei Flower-Zeremonie ohne Eric Frenzel
Deutschland bei der Flower-Zeremonie mit Manuel Faißt, Julian Schmid und Vinzenz Geiger. Eric Frenzel ist noch völlig ausgepowert und fehlt. Bildrechte: imago images/Bildbyran

Die deutschen Nordischen Kombinierer haben die olympische Silbermedaille im Teamwettbewerb in China gewonnen. Manuel Faißt, Julian Schmid, der erst drei Tage zuvor aus der Corona-Quarantäne entlassene Eric Frenzel und Vinzenz Geiger mussten sich am Donnerstag (17. Februar) nur Norwegen geschlagen geben. Bronze ging überraschend an Japan.

Der Rückstand der Deutschen auf Gold betrug im Ziel 54,9 Sekunden. Für die Mannschaft von Bundestrainer Hermann Weinbuch war es zum Abschluss die zweite Medaille bei diesen Winterspielen nach dem Olympiasieg von Geiger im Einzel-Wettbewerb auf der Normalschanze.

Faißt übergibt an Schmid

Bei Temperaturen um die minus zehn Grad in Zhangjiakou waren die deutschen Kombinierer auf Rang drei ins entscheidende Langlaufrennen über 4 x 5 Kilometer gegangen. Im Skispringen von der Großschanze waren die Teams aus Österreich und die Norweger, die ohne ihren Überflieger Jarl Magnus Riiber (Corona-Infektion) antraten, knapp besser gewesen. Startläufer Faißt übernahm früh die Führung und übergab an Schmid. Der 22-Jährige verlor ein wenig auf Österreich und Norwegen.

Frenzel verliert an Boden - Geiger mit furiosem Schlussspurt

Als Frenzel startete, hatte er einen Rückstand von 4,2 Sekunden auf die Spitze. Der Routinier aus Sachsen offenbarte nach seiner langen Isolation deutliche Konditionsschwächen, fiel weiter zurück und schickte Schlussläufer Geiger auf Rang vier mit 36,9 Sekunden Rückstand auf Platz eins und rund 26 Sekunden auf Silber und Bronze ins Rennen. Der Oberstdorfer zeigte eine furiose Laufleistung und führte die DSV-Mannschaft noch aufs Treppchen.

Vinzenz Geiger und Eric Frenzel beim Wechsel
Eric Frenzel übergibt mit deutlichem Rückstand an Vinzenz Geiger. Bildrechte: dpa

Frenzel: "Ich habe gar nichts mitbekommen"

An der Flower-Zeremonie nahmen von den Deutschen nur Manuel Faißt, Julian Schmid und Vinzenz Geiger teil, Eric Frenzel jedoch fehlte. Der 33-jährige Athlet vom SSV Geyer war noch völlig fertig, erholte sich dann aber und war für das erste Statement bereit: "Ich habe gar nichts mitbekommen. Vinzenz Geiger hat das ausgemerzt, was ich liegengelassen habe. So ein Rennen hatte ich schon lange nicht mehr. Dass es jetzt doch noch ein Happy End gibt, muss ich erst einmal verkraften."

jmd/dpa

Olympia: Peking 2022 – Fakten, Geschichten und Hintergründe

Podcast Cover Peking
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3 min

Neuschnee bei den olympischen Winterspielen 2022 in China! ARD Kameramann Marco Seidel hat kuriose Methoden zur Schneeräumung beobachtet.

MDR THÜRINGEN - Das Radio So 13.02.2022 13:04Uhr 03:28 min

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Skeleton in Peking
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Fr 11.02.2022 16:50Uhr 01:42 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 17. Februar 2022 | 17:45 Uhr

9 Kommentare

Gernot vor 19 Wochen

# Peter 1....... ein Vergleich mit der russischen Eiskunstläuferin ist absoluter Blödsinn und haltlos.
Sie stellen damit den Einsatz Frenzels auf eine Stufe, mit dem russischen Dopingsystem.

peter1. vor 19 Wochen

Für mich wurde Eric Frentzel durch den DSV genauso vorgeführt'
speziell natürlich bei den 5 km,wie die 15 jährige Russin.
Warum wurde dann nicht auch Terence Weber noch eingesetzt,er war glaube schon früher aus der Quarantäne und im Training?
Denn um Gold,Silber oder Bronze ging es ja nicht wirklich,wie hier u.a.geschrieben wird,nur der olympische Gedanke zählt: "Dabei sein ist alles".
Man muß auch nicht bis zur Rente Bundestrainer sein. Es gibt hier bestimmt auch jüngere Talente mit neuem Schwung und Initiativen,denn so sehr erfolgreich ist diese Sportart in D nun auch nicht mehr wie sie mal war,da sind andere Nationen weiter( NOR.,Ösis...).
Davon abgesehen sind die Erfolge eines Eric Frentzel natürlich hoch einzuschätzen und anzuerkennen.

Tamico161 vor 19 Wochen

Heute ging es für Herrn Weinbuch nicht um Gold, sondern um Anerkennung eines ganz Großen dieser Sportart. Ich ziehe meinen Hut vor dieser Entscheidung des Trainers und seiner Haltung.