Podcast | "Themengrätsche" Speerwerfer Thomas Röhler: "Der Olympiasieg hilft mir in der Corona-Krise"

Gerne würde Speerwerfer Thomas Röhler nochmal Olympiasieger werden, seinen Triumph von Rio in Tokio wiederholen – doch daraus wird nun erst mal nichts. Die Spiele 2020 sind abgesagt, sollen 2021 nachgeholt werden. An Röhlers Motivation ändert das nichts, berichtet er in der "Themengrätsche" – und hier äußert er sich auch zur Rolle des IOC, den Herausforderungen für den Sport in Zeiten von Corona und warum es grade gut ist, 200 Kilo Hantelmasse in der Garage zu lagern.

Röhler: "Nachricht positiv aufgenommen"

Thomas Röhler
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Aus Olympia wird "NOlympia" – jedenfalls für diesen Sommer. Die Spiele werden ins kommende Jahr verlegt – und Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat insgesamt diese "Nachricht positiv aufgenommen". Es gehe um die Gesundheit und Sicherheit von Sportlern und Fans, sagte der Jenaer im Sport-im-Osten-Podcast. Überrascht ist er von der nun doch schnellen Entscheidung des IOC.

Röhler übt auch Kritik am IOC, das den Wunsch der japanischen Regierung, die Spiele zu verschieben, angenommen hatte. Röhler bemängelt den Austausch zwischen dem Komitee auf der einen und Athleten und Verbänden auf der anderen Seite. Es hätte "mehr ein Miteinander der Kommunikation von Seiten des IOC" geben können. Während Präsident Thomas Bach stets darauf beharrte nicht am ursprünglichen Termin zu rütteln, "gab es in den Verbänden schon länger Überlegungen die Spiele zu verlegen", so der 28-Jährige.

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Röhler bleibt entspannt trotz Absage

Nun also stehen Athletinnen und Athleten "vor einer großen Planungsaufgabe." Laut Röhler aber alles machbar für den Sport, angesichts der Tatsache "wie schwer es zum Beispiel Teile der Wirtschaft in der Corona-Krise trifft". Röhler hat sich längst auf veränderte Trainingsbedingungen eingestellt, ist "entspannt", da helfe ihm auch der Olympiasieg. Und warum es für ihn jetzt auch völlig in Ordnung ist, den Speer mal vier Wochen nicht in die Hand zu nehmen, verrät er im Podcast.

Wann und wie es aber nun im Speerwurf und generell im Bereich Leichtathletik weitergeht, das vermag auch Röhler nicht zu prophezeien. Wie kann, wie wird die Saison aussehen? Gibt es bald wieder einen sportlichen Wettbewerb und wenn ja, unter welchen Bedingungen?

Finanziell muss sich der Goldmedaillengewinner von Rio trotz allem aber vermutlich erst mal keine Sorgen machen. Große Probleme sieht er dagegen derzeit im Jugend- und Breitensport. Warum, darüber spricht Röhler mit uns genauso wie über seine künftigen sportlichen Ziele – voll im Blick natürlich und mental schon drauf eingestellt: Olympia 2021.

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pwk

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. März 2020 | 19:30 Uhr

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