Reitsport | "Partner Pferd" in Leipzig Martin Fuchs der Beste der Springreiter-Elite

Das war spannend am letzten Tag der "Partner Pferd" in Leipzig: In einer extrem packenden Entscheidung hat sich am Sonntag (10.04.2022) Martin Fuchs aus der Schweiz als Weltcupgesamtsieger im Springreiten hervorgetan. Bei den deutschen Startern, die nicht mehr um den Titel mitritten, gab es unterschiedlich gute Ergebnisse.Die Hinternisse im mit 300.000 Euro dotierten Wettbewerb hatten eine Höhe von 1,60 Metern.

Martin Fuchs auf Chaplin
Bildrechte: IMAGO / Stefan Lafrentz

Fuchs nervenstark, US-Amerikaner Ward patzt

Fuchs und der 15-jährige "Chaplin" blieben in den beiden Runden am Finaltag fehlerfrei. Damit schob sich das Paar noch auf Rang eins. Selbst auf der Siegerrunde, als "Chaplin" buckelte, machte Fuchs noch eine gute Figur. Am Freitag war Fuchs noch im Sattel von "The Sinner" unterwegs.

Ein Traum wurde wahr. Es ist phantastisch, dass nun auch mein Name auf die Trophäe kommt.

Weltcupsieger Martin Fuchs

Harry Smolders aus den Niederlanden (0 und 4 Fehlerpunkte) eroberte auf "Monaco" den zweiten Platz vor dem Schweden Jens Fredricson, der am Sonntag mit "Markan Cosmopolit" fehlerfrei blieb. McLain Ward (USA) und "Contagious" fielen mit jeweils vier Fehlern pro Runde noch auf Platz sieben zurück.

Martin Fuchs aus der Schweiz gewinnt auf Chaplin das 1. Finale im Longines Fei Jumping World Cup auf der Leipziger Messe.
Martin Fuchs auf "Chaplin" Bildrechte: dpa

Preisgelder für Will, Kühner und Nieberg

Der beste Deutsche landete auf Platz sechs: David Will und "C Vier" legten in der ersten Runde einen 1A-Ritt hin, bei dem eine Oxerstange wackelte, aber nicht fiel. Sie waren eines von sieben Paaren, die im ersten Durchgang fehlerfrei blieben. Und auch in Runde zwei ballte Will jubelnd die Faust. Einen Oxer hatte er soweit seitlich angerissen, dass dem Publikum der Atem stockte. Das Fähnchen rechts wackelte.

Reiter auf Pferd.
David Will (Archiv) Bildrechte: imago images/Stefan Lafrentz

Beim in München geborenen Max Kühner, der seit 2015 für Österreich startet, und "Elektric Blue P" gab es je Durchgang einen Fehler, erst am Finaloxer, dann an einem Steilsprung. Mit 15 Fehlerpunkten wurde das Paar Neunter. errit Nieberg und der elfjährige Wallach "Ben" patzen zweimal in Runde eins. Nieberg, der als bester Deutscher Starter in den Finaltag gegangen war, scheiterte in der zweiten Runde einzig am finalen Oxer. Im Schlussranking sprang mit Rang 13 noch ein Preisgeld heraus.

Gerrit Nieberg auf dem Pferd Ben
Gerrit Nieberg auf "Ben" Bildrechte: IMAGO / Stefan Lafrentz

Schulze Topphoff verschlechtert sich auf Rang 17

Ohne Preisgeld blieb Philipp Schulze Topphoff, der 17. wurde. Ihm und seiner zwölfjährige in Westfalen gezogene Stute "Concordess" wurde ein Abwurf zu Beginn einer Kombination zum Verhängnis. Das Paar, das auf Rang 14 in den Wettbewerb gestartet war, kassierte zudem zwölf Fehlerpunkte im zweiten Durchgang.

Ehning verzichtet nach schrecklichem Start

Christian Kukuk und "Checker" (am Ende 19.), die nach den zwei Qualifikationsprüfungen auf Rang 23 gelegen hatten, rissen erst einen Steilsprung, dann kamen in der zweiten Runde neun weitere Fehlerpunkte dazu. Für den dreimaligen Weltcup-Sieger Marcus Ehning mit "Calanda" lief es denkbar schlecht, als bei den ersten zwei Hindernissen Stangen fielen. Ehning, der als 17. ins Finale gegangen war, verzichtete auf eine Fortsetzung des Parcours.

Marcus Ehning auf Calanda
Marcus Ehning auf "Calanda" Bildrechte: IMAGO/Stefan Lafrentz

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mkö

Reporterin Eike Papsdorf 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 10. April 2022 | 16:00 Uhr

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