Eiskunstlaufen Robin Szolkowy: Zurzeit kein Job möglich in den USA

Ein Jahrzehnt sorgte das Chemnitzer Paar Robin Szolkowy und Aljona Savchenko für Sternstunden auf dem Eis. Zurzeit ist der 40-jährige Szolkowy Trainer in den USA, kann aber wegen der Corona-Krise seinem Job nicht nachgehen. Alle Hallen sind geschlossen, das Geld wird knapp. Dennoch will er sich nicht unterkriegen lassen.

Aliona Savchenko and Robin Szolkowy
Für Aliona Savchenko und Robin Szolkowy gab es bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 Bronze. (Archiv) Bildrechte: imago sportfotodienst

Robin Szolkowy hat mit seiner Partnerin Aljona Savchenko für viele Sternstunden auf dem Eis gesorgt. Ein Jahrzehnt bestimmte das Chemnitzer Eiskunstlauf-Duo die Weltspitze und heimste unter anderem fünf WM-Titel ein. 2014 beendete Szolkowy seine erfolgreiche Karriere und wechselte ins Trainergeschäft. Er coachte die russischen Paarläufer Jewgenija Tarassowa und Wladimir Morosow und führte sie bis zur Beendigung der Zusammenarbeit im März 2018 zu zwei EM-Titeln und WM-Silber.

Seit sieben Wochen ohne Einkommen

Seit dem Frühjahr 2019 ist er als Eiskunstlauftrainer in den USA tätig. Dort schlägt die Corona-Pandemie erbarmungslos zu,  was nicht spurlos an dem 40-Jährigen vorbeigeht. "Seit sieben Wochen bin ich ohne Einkommen, denn ich erhalte ja nur Geld, wenn ich als Trainer Stunden geben kann", sagte der gebürtige Greifswalder der "Freien Presse" (09.05.).

Dabei sollte Szolkowy nach Gesprächen mit dem US-Verband im neuen Eissportzentrum im kalifornischen Irvine den Paar- und Einzellauf forcieren sowie mit verschiedenen Trainern zusammenarbeiten und Schulungen durchführen. "Aber ich war in der ganzen Zeit nur einmal mit zwei potenziellen Kandidaten drei Tage unterwegs. Es gibt viele gute Ideen und es ist einiges geplant. Aber bis jetzt wurde auch hier zu wenig umgesetzt", räumte er ein.

Robin Szolkowy / Als Trainer des russischem Eiskunstlauf-Paares Paarläufer Jewgenija Tarassowa und Wladimir Morosow  bei den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang
2018 war Robin Szolkowy  Trainer des russischen Eiskunstlauf-Paares Jewgenija Tarassowa und Wladimir Morosow bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang. (Archiv) Bildrechte: imago sportfotodienst

"Ich gebe Privatunterricht"

Seit vergangenen November arbeitet Szolkowy desshalb auf eigene Kosten: "Ich gebe Privatunterricht, egal für welche Altersstufe." Durch die Schließung der öffentlichen Hallen kann er aber kein Training anbieten. Und auch die Aussicht auf eine Öffnung scheint erst einmal nicht gegeben. Der Plan, im März in Europa nach neuen Arbeitsmöglichkeiten zu suchen, zerschlug sich wegen der Corona-Krise. Trotz fehlender Einnahmen blickt der frühere Weltklasse-Sportler optimistisch der Zukunft entgegen. "Vielleicht arrangiere ich mich weiter in den USA, gebe noch mal Gas", sagte Szolkowy, "ich weiß es momentan nicht. Aber ich bin ein Stehaufmännchen".

jmd/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 09. Mai 2020 | 19:00 Uhr

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