Rennrodeln | WM am Königssee Achtes WM-Gold für Eggert/Benecken - Silber für Loch

Rechnen konnte man damit nicht unbedingt, denn die Saison verlief für das mitteldeutsche Doppelsitzer-Duo Eggert/Benecken bisher relativ holprig. Bei der Heim-WM waren die Titelverteidiger aber nicht zu schlagen.

Rennrodler 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) haben zum vierten Mal in Serie den WM-Titel gewonnen und zählen nun zur Riege der Rekord-Weltmeister. Die Thüringer setzten sich am Samstag am Königssee vor den Lokalmatadoren Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) durch, nach zwei Läufen trennten die Dauerrivalen anderthalb Zehntelsekunden. Noch nach dem ersten Durchgang hatte der Abstand bei lediglich zwei Tausendsteln gelegen. Nach einer alles andere als perfekten Saison war das Duo Eggert/Benecken auf den Punkt topfit.

Als Dritte holten die lettischen Brüder Andris und Juris Sics ihre erste WM-Medaille, um den Sieg fuhren aber nur die beiden deutschen Duos: Sics/Sics lagen als erste Verfolger bereits mehr als eine halbe Sekunde zurück. Hannes Orlamünder/Paul Gubitz (Zella-Mehlis) landeten bei ihrem WM-Debüt auf Rang zehn.

Toni Eggert und Sascha Benecken jubeln
Jubel bei Toni Eggert und Sascha Benecken Bildrechte: IMAGO/foto2press

Historischer Erfolg

Wendl und Arlt hatten 2014 und 2018 Olympia-Gold geholt und waren dreimal Weltmeister (2013 bis 2016). Seit einigen Jahren gehört die WM-Bühne aber Eggert/Benecken. Mit dem vierten Titel schlossen sie nun zu den deutschen Duos Stefan Krauße/Jan Behrendt (zwischen 1989 und 1995) und Patric Leitner/Alexander Resch (zwischen 1999 und 2007) auf, die sich jeweils acht Gold-Medaillen schnappen konnten. Erfolgreicher war bislang kein Doppel. Für Deutschland war es bei der Heim-WM bereits die dritte Gold-Medaille nach Julia Taubitz (Sprint) und Wendl/Arlt (Sprint).

Silber für Felix Loch

Der überragende Rodler des Winters verpatzte den Saisonhöhepunkt. Nach acht Weltcupsiegen in Serie musste sich Felix Loch ausgerechnet bei der Heim-WM am Königssee erstmals geschlagen geben. Der 31-Jährige, der mit einem Sieg Rekord-Weltmeister geworden wäre, kam am Samstag trotz einer Führung nach dem ersten Durchgang am Ende auf Rang zwei und gewann damit WM-Silber.

Rodel-WM: Felix Loch
Felix Loch Bildrechte: imago images/CEPix

Zuvor hatte der Olympiasieger von 2010 und 2014 alle acht bisherigen Weltcuprennen gewonnen und sich den Sieg im Gesamtklassement bereits gesichert. Weltmeister wurde Titelverteidiger Roman Repilow vom russischen Rodelverband vor dem Österreicher David Gleirscher. Max Langenhan (Friedrichroda) wurde Vierter, Johannes Ludwig (Oberhof) kam auf den fünften Platz. Nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes zum Staatsdoping in Russland müssen russische Sportler in neutraler Kleidung, ohne Nationalflagge oder Hymne und ohne Länderbezeichnung bei den Weltmeisterschaften an den Start gehen.

---
sid/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 30. Januar 2021 | 19:30 Uhr

4 Kommentare

ossi1231 vor 14 Wochen

Archivbild? Kennzeichnung sehe ich nicht. ... Selbst wenn dem so wäre, das Video ist nicht Archiv und ich fürchte auch Fußball und Handball (Video) ist nicht Archiv.

MDR-Team vor 14 Wochen

Hallo ossi1231! Das Bild unten ist ein Archivbild und als solches gekennzeichnet. Die Sportler werden regelmäßig getestet. Viele Grüße aus der MDR.de-Redaktion

jackblack vor 14 Wochen

Gratulation !!!!