Rodeln | Olympia-Nominierung Kein Olympia-Ticket für Thüringer Rodlerin Eitberger

Vier Top-Rodlerinnen, aber nur drei Startplätze bei den Olympischen Spielen in Peking: Es war klar, dass eine deutsche Top-Athletin nicht in Peking dabei sein kann. Erwischt hat es die Thüringerin Dajana Eitberger.

Dajana Eitberger im Ziel
Dajana Eitberger enttäuscht im Ziel: Olympia wird die Thüringerinnen höchstwahrscheinlich aus der Ferne erleben. Bildrechte: imago images/foto2press

Dajana Eitberger gewann bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren in Pyeongchang Silber. Ihre Medaillensammlung wird die 30-Jährige bei den genau in vier Wochen beginnenden Spielen in Peking nicht fortsetzen können. Eitberger wurde vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland nicht nominiert.

Entscheidung hatte sich angedeutet

Bundestrainer Norbert Loch entschied sich für Julia Taubitz (Oberwiesenthal), Anna Berreiter (Berchtesgaden) und Titelverteidigerin Natalie Geisenberger (Miesbach). Diese Wahl hatte sich bereits angedeutet.

Im letzten Weltcuprennen in Winterberg war Eitberger, die für den RC Ilmenau startet, gestürzt und kam nicht in die Wertung. In der Weltcup-Gesamtwertung rutschte ist damit auf den neunten Platz ab. Taubitz (1.), Berreiter (3.) und Geisenberger (4.) fuhren dagegen einige Weltcuppunkte mehr ein.

Eitberger zuletzt vom Pech verfolgt

Vor allem zu Saisonbeginn sah es so aus, als wäre Eitberger dick im Olympia-Geschäft, zumal Teamkollegin Geisenberger schwächelte und sogar einen Olympia-Verzicht ins Spiel brachte. Einige Wochen später relativierte die Bayerin diese Aussagen und für Eitberger begann eine Pleiten-Pech und Pannenserie mit einer Corona-Infektion und dem Sturz in Winterberg.

Finale Nominierung am 11. Januar

Eine Hintertür bleibt aber noch. Für den Fall, dass sich eine Rodlerin verletzt oder krank absagen muss, wäre Eitberger die erste Wahl. Sie steht bis zum 11. Januar wie der Zwickauer Chris Eißler und Robin Geueke/David Gamm als Olympiaersatz zur Verfügung, erklärte BSD-Sportdirektor Thomas Schwab.

Keine Überraschung bei Männern und Doppelsitzern

Bei den Männern dürfen sich Johannes Ludwig (Oberhof), Max Langenhan (Friedrichroda) und Felix Loch (Berchtesgaden) auf ein Olympia-Ticket freuen. Zudem wurden die beiden besten deutschen Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) und Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) vorgeschlagen.

Johannes Ludwig
Johannes Ludwig ist die große deutsche Medaillenhoffnung bei den Olympischen Spielen. Bildrechte: IMAGO

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sst

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 04. Januar 2022 | 19:30 Uhr

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