Leichtathletik | Kugelstoßen WM-Saison für David Storl vorzeitig beendet

Er hat gekämpft und alles versucht, doch es geht nicht mehr. Nach anhaltenden Rückenproblemen ist für Kugelstoßer David Storl die Saison beendet. Damit finden die WM-Titelkämpfe in Doha ohne den 29-Jährigen statt. Auch der am kommenden Freitag (23. August) stattfindende "Köstritzer Werfertag" muss ohne einen seiner Protagonisten auskommen.

Kugelstoßer David Storl
Aus für David Storl, jetzt bleibt das große Ziel Tokio 2020. (Archiv) Bildrechte: imago images / Sven Simon

Kugelstoßer David Storl hat gekämpft und alles versucht, doch es geht nicht mehr. Nach anhaltenden Rückenproblemen ist für den 29-Jährigen die Saison beendet. Das bedeutet auch, dass der ehemalige Weltmeister nicht an den Titelkämpfen in Doha (27. September bis 6. Oktober 2019) teilnehmen wird.

Ebenfalls keine guten Nachrichten sind das für die Veranstalter des traditionellen "Werfertages" in Bad Köstritz (Freitag, 23. August, ab 18 Uhr im Livestream auf sport-im-osten.de), die dementsprechend ebenfalls ohne Storl auskommen müssen. Nichtsdestotrotz bleibt das Starterfeld im Kugelstoßen (u.a. WM- und EM-Siegerin Christina Schwanitz), Speer- (Olympiasieger Thomas Röhler) und Diskuswerfen hochkarätig besetzt.

Wettlauf gegen die Zeit

"Gemeinsam mit meinem Trainer Wilko Schaa und meinem medizinischen Betreuerteam haben wir die jetzige Situation analysiert und gemeinsam diesen Schritt beschlossen", sagte der Athlet vom SC DHfK Leipzig. Für Storl beginnt jetzt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das große Ziel Olympia 2020 in Tokio bleibt weiter bestehen.

Im April dieses Jahres verletzte sich das Kraftpaket aus Sachsen im Training am Rücken, sechs Wochen lang konnte er kaum und danach immer nur eingeschränkt trainieren. Mehr als 19,77 Meter weit wuchtete Storl sein Arbeitsgerät dieses Jahr nicht. Damit wurde er bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin nur Dritter. Die WM-Norm steht bei 20,70 Metern. Die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) eingeräumte Chance, die geforderte  Weite noch bis zum 6. September nachzureichen, nimmt er nun nicht mehr wahr.

"Alles auf die Karte Tokio"

Um international wieder mitreden zu können, muss Storl in die Regionen seiner Bestleistung von 22,20 Metern vorstoßen, am besten schon bei den Olympischen Spielen 2020. Er werde "für das Ziel im nächsten Jahr kämpfen", sagte der Olympia-Zweite von 2012 und werde "alles auf die Karte Tokio" setzen.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 20. August 2019 | 17:45 Uhr

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1 Kommentar

20.08.2019 22:39 Paule 1

Vielleicht war sein chemnitzer Trainer doch nicht so schlecht, oder war man dort zu knauserig?