Schwimmen | WM in Gwangju Wunram und Beck schwimmen zum Olympia-Ticket

Finnia Wunram und Leonie Beck haben bei der Schwimm-WM in Südkorea die Qualifikation für Olympia geschafft. Als Achte und Neunte über zehn Kilometer lösten die Freiwasserschwimmerinnen ihr Tokio-Ticket für die Sommerspiele 2020. Nach fast zwei Stunden im Wasser mussten beide aber gut 20 Minuten zittern. Wasserspringer Patrick Hausding und ein deutsches Synchronsprung-Duo gingen leer aus.

Beck knapp hinter Wunram im Ziel

Die 23 Jahre alte Magdeburgerin Wunram schwamm im EXPO Ocean Park in Yeosu nach 1:54:50,70 Stunden ins Ziel, die Würzburgerin Beck folgte drei Zehntelsekunden dahinter. Die ersten Zehn qualifizierten sich direkt für die Sommerspiele in Tokio.

Titelverteidigerin verpasst Olympia-Cut

Gold ging an die Chinesin Xin Xin. Silber holte sich die Amerikanerin Haley Anderson, Silbermedaillengewinnerin von Olympia 2012, vor der Italienerin Rachele Bruni. Die niederländische Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal schaffte als Zehnte gerade noch die Tokio-Qualifikation, der französischen Titelverteidigerin Aurelie Muller fehlte als Elfte eine Zehntelsekunde.

Sport

Die mitteldeutschen Starter bei der Schwimm-WM

Sarah Köhler
Sarah Köhler (Magdeburg) Starterin mit Außenseiterchancen: Sarah Köhler geht über 800 und 1.500 Meter Freistil ins Becken - sie könnte für eine Überraschungsmedaille sorgen. Bildrechte: dpa
Sarah Köhler
Sarah Köhler (Magdeburg) Starterin mit Außenseiterchancen: Sarah Köhler geht über 800 und 1.500 Meter Freistil ins Becken - sie könnte für eine Überraschungsmedaille sorgen. Bildrechte: dpa
Schwimmerin Franziska Hentke im Becken.
Franziska Hentke (Magdeburg) Auch die Magdeburgerin Franziska Henkte könnte mit etwas Glück eine Medaille holen. Sie geht über 200 Meter Schmetterling an den Start. Bildrechte: imago/Bernd König
Schwimmerin Laura Riedemann im Becken.
Laura Riedemann (Halle/Saale) Laura Riedemann aus Halle startet über 100 Meter Rücken. Bildrechte: imago/Camera 4
Schwimmerin Marie Pietruschka im Becken.
Marie Pietruschka (Leipzig) Die Leipzigerin Marie Pietruschka ist auf Freistil spezialisiert, sie wird wohl in einer Staffel an den Start gehen. Bildrechte: imago/Eibner
Schwimmer Marius Zobel im Becken.
Marius Zobel (Magdeburg) Marius Zobel aus Magdeburg wurde 2018 Europameister mit der Lagen-Staffel. Bildrechte: imago/Eibner
Schwimmer David Thomasberger im Becken.
David Thomasberger (Leipzig) David Thomasberger aus Leipzig wird über 200 Meter Schmetterling ins Wasser gehen. Bildrechte: imago/Bernd König
Schwimmer Florian Wellbrock
Florian Wellbrock (Magdeburg) Florian Wellbrock reist als Europameister über 1.500 Meter Freistil nach Südkorea. Bei der WM geht er über 400 Meter Freistil, 800 Meter Freistil und 1.500 Meter Freistil ins Becken. Zudem ... Bildrechte: IMAGO
Florian Wellbrock, Freiwasserschwimmer
Florian Wellbrock (Magdeburg) ... startet er über 10 Kilometer im Freiwasserschwimmen. Bildrechte: dpa
Finnia Wunram
Finnia Wunram (Magdeburg) Ebenfalls im Freiwasser unterwegs: die Magdeburgerin Finnia Wunram ... Bildrechte: dpa
Rob Muffels
Rob Muffels (Magdeburg) ... und ihr Teamkollege Rob Muffels. Bildrechte: dpa
Lou Massenberg und Tina Punzel
Tina Punzel (Dresden) Tina Punzel (re., bei der EM mit Lou Massenberg) geht im Wasserspringen in vier Wettbewerben an den Start: vom Drei-Meter-Brett im Einzel, im Synchronspringen und im Mixed sowie im Synchronspringen vom Turm. Bei der EM vor einem Jahr gewann sie Gold, Silber und Bronze. Bei Weltmeisterschaften war ihr bester Platz Rang 5 2015 vom 1-Meter-Brett. Bildrechte: dpa
Timo Barthel beim Sprung.
Timo Barthel (Halle/Saale) Timo Barthel, der seit Anfang des Jahres von Dresden nach Halle/Saale wechselte, geht im Turmspringen und im Synchron-Wettbewerb vom Turm an den Start. Bildrechte: dpa
Martin Wolfram beim Wasserspringen.
Martin Wolfram (Dresden) Der Dresdner Martin Wolfram startet vom Drei-Meter-Brett. Seinen größten Erfolg feierte er 2015, als er in Rostock EM-Gold im Turmspirngen gewann. Bildrechte: dpa
Alle (13) Bilder anzeigen

Fotofinish: 20 Minuten Zittern vor Endergebnis

"Ich bin einfach froh, dass ich es geschafft habe", sagte Wunram, die von Beginn an an der Spitze mitschwamm, "das ganze harte Training hat sich endlich ausgezahlt. Dafür liebe ich den Sport, dass man so belohnt wird." Beck musste über 20 Minuten warten, bis ihr Ergebnis offiziell war. "Man hat das ganze Rennen dafür gekämpft. Wenn es dann nicht gereicht hätte, wäre es echt scheiße", sagte die EM-Zweite über fünf Kilometer und in der Staffel: "Das Kämpfen hat sich diesmal richtig gelohnt. Die ganzen Jahre, die ich dafür gearbeitet habe, haben sich rentiert."

Wasserspringer Hausding verpasst erneut Bronze knapp

Im Wasserspringen hatte Patrick Hausding aus Berlin dagegen weniger Grund zur Freude. Der Olympia-Dritte sprang einen Tag nach Rang vier im 3-Meter-Synchronspringen im Finale vom 1-Meter-Brett auf Platz fünf. Mit 405,05 Punkten hatte er nur zehn Zähler Rückstand auf Bronze. Gold ging an den Chinesen Wang Zongyuan vor dem Mexikaner Rommmel Pacheco und Titelverteidiger Peng Jianfeng aus China. "Der vierte Sprung hat mich aus dem Rennen gerissen, da war ich ein bisschen übermotiviert", ägerte sich Hausding nach seinem verpatzten Zweieinhalb-Rückwärtssalto, der ihm die Medaille kostete.

Deutsches Synchronsprung-Duo belegt letzten Platz vom Turm

Tina Punzel und Christina Wassen haben das Finale im Synchronspringen vom Turm als Zwölfte und Letzte beendet. Das Duo aus Dresden und Berlin verschlechterte sich am Sonntag in Gwangju mit 258,30 Punkten im Vergleich zum Vorkampf, als es mit 264,48 Zählern noch Rang zehn belegt hatte. Den WM-Titel bejubelten die Chinesinnen Lu Wei und Zhang Jiaqi. Es war der fünfte Sieg im fünften Sprung-Wettbewerb für ihr Land bei diesen Weltmeisterschaften.

ten/dh/fth

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 14. Juli 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2019, 21:01 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.