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Am Anschlag: Lukas Märtens bei der Schwimm-WM Bildrechte: IMAGO/Insidefoto

Schwimmen | WM in Budapest"Unbeschreiblich": Magdeburger Märtens startet mit WM-Silber

Stand: 18. Juni 2022, 19:37 Uhr

Erster Tag, erste Medaille: Lukas Märtens sorgt für einen starken Start der deutschen Mannschaft bei der Schwimm-WM. Viel Zeit zum Feiern hat der Magdeburger Teamkollege von Florian Wellbrock aber nicht. Schon an diesem Sonntag ist Märtens erneut gefordert.

Freistilschwimmer Lukas Märtens hat die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften in Budapest gewonnen und dem deutschen Team damit das erste Edelmetall bei den Titelkämpfen beschert. Der 20-Jährige schlug am Samstag in der Duna-Arena in einem packenden 400-Meter-Rennen nach 3:42,85 Minuten an und musste sich damit nur dem Sieger Elijah Winnington aus Australien geschlagen geben. Bronze gewann der Brasilianer Guilherme Costa. Für Märtens war es der mit Abstand größte Erfolg der bisherigen Karriere und für den Deutschen Schwimm-Verband ein starker Start in die WM.


"Es ist unbeschreiblich"

Lukas Märtens (Archivbild) Bildrechte: IMAGO/Zoonar

"Es ist unbeschreiblich. Ich weiß noch gar nicht, was ich richtig sagen soll", so Märtens fassungslos. Der Magdeburger Teamkollege von Olympiasieger Florian Wellbrock, mit dem er in der starken Trainingsgruppe von Langstrecken-Bundestrainer Bernd Berkhahn schwimmt, hatte in diesem Jahr bereits auf sich aufmerksam gemacht. Märtens war als Weltjahresbester über 400, 800 und 1.500 Meter in die ungarische Hauptstadt gereist. Die große Frage war, ob er diese Leistungen auch im Schweinwerferlicht einer WM bestätigen kann.


 "Schiele auf eine Medaille"

"Was eine Medaille angeht, mache ich mir keinen Druck. Ein bisschen schiele ich da aber natürlich schon drauf", hatte Märtens gesagt. Freiwasser-Olympiasieger Wellbrock, der am Montag über 800 Meter Freistil ins WM-Geschehen eingreift und sich dann auch mit Märtens misst, der zuletzt einen Deutschen Rekord aufgestellt hat, hatte über dessen Aussichten gesagt: "Wir müssen mal abwarten, was sein Kopf bei den Wettkämpfen macht. Wenn er mit dem Druck bei den Weltmeisterschaften klarkommt und mit der richtigen Portion Freude und Motivation an den Start geht, ist er auf jeden Fall ein Kandidat, der auf seinen Strecken um die Medaillen mitschwimmen kann."


Lange Kopf-an-Kopf-Rennen mit Winnington

In seinem ersten Rennen vor großer Kulisse gelang Märtens das auf einer der beiden Weltrekordstrecken von Paul Biedermann hervorragend. Von Beginn an lieferte er sich mit Winnington einen spannenden Zweikampf. Erst lag der Australier vorne, dann setzte sich Märtens an die Spitze. Sogar Gold war möglich, doch auf der letzten Bahn zog Winnington noch vorbei und gewann mit 1,63 Sekunden Vorsprung.

Lukas Märtens bei der WM Bildrechte: IMAGO/LaPresse

Bei den Olympischen Spielen in Tokio war Märtens coronabedingt noch vor fast leeren Rängen geschwommen. Nun zeigte er sich bei seiner WM-Premiere in Budapest zwar beeindruckt von der lauten Halle und war im Vorlauf auch ein wenig nervös. Die äußeren Umstände beeinflussten ihn aber nicht negativ - im Gegenteil.


Nächster Start schon am Sonntag

Märtens nahm viel Selbstvertrauen für die kommenden Wettkämpfe mit. Sein Erfolg am Auftakttag dürfte auch dem historisch kleinen und nur aus zehn Schwimmerinnen und Schwimmern bestehenden deutschen Beckenteam guttun. Schon an diesem Sonntag springt Märtens über 200 Meter Freistil erneut ins Becken.


Freundin Gose enttäuscht

45 Minuten später schwamm Märtens' Magdeburger Teamkollegin und Freundin Isabel Gose in ihrem 400-m-Finale auf Platz fünf. "Ich habe viel mehr drauf. Ich weiß nicht, warum ich es im Wettkampf nicht umsetzen kann", sagte die Olympiasechste enttäuscht.

Isabel Gose Bildrechte: imago images/Eibner

Die einzige Europäerin im Endlauf verpasste in 4:03,47 Minuten ihren Deutschen Rekord um 26 Hundertstel. In Abwesenheit der Tokio-Siegerin Ariane Titmus (Australien) sicherte sich Freistil-Königin Katie Ledecky (USA) ihr insgesamt 16. WM-Gold - ihr fehlen "nur" noch zehn bis zu Rekordchampion Michael Phelps.

dpa/sid/cke

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 18. Juni 2022 | 19:30 Uhr

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