"SpiO"-Frühstück "SpiO"-Frühstück: Medaillengewinner Grotheer und Hennig immer noch aufgewühlt

"SpiO"-Frühstück mit viel Würze. Zu Gast waren Skeleton-Olympiasieger Christopher Grotheer und Langläuferin Katharina Hennig, die mit der Staffel überraschend Silber holte. Beide Athleten sind immer noch aufgewühlt und müssen das Ganze erst einmal verarbeiten.

Olympiasieger Christopher Grotheer 30 min
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 Christopher Grotheer, Katharina Hennig
Skeleton-Olympiasieger Christopher Grotheer und Katharina Hennig, die mit der Langlauf-Staffel Silber holte. (Archiv) Bildrechte: dpa/IMAGO

Die deutschen Sportler begeistern bei den Olympischen Spielen in Peking. Zu den fleißigen  Medaillensammlern gehören auch viele mitteldeutsche Athleten. Darunter der Oberhofer Christopher Grotheer, der im Skeleton Olympia-Gold holte und Katharina Hennig aus Oberwiesenthal, die sich mit der Langlauf-Staffel überraschend die Silbermedaille sicherte. Beide waren im "SpiO"-Frühstück zu Gast.

Grotheer: "Ich habe das Ding auch im Kopf gewonnen"

Es war eine Premiere für Deutschland im Skeleton. Im Eiskanal von Yanqing rasten Christopher Grotheer und Teamkollege Axel Jungk zu Gold und Silber und bescherten damit "Old Germany" in dieser Sportart die ersten Medaillen bei Olympia überhaupt. Im "SpiO"-Frühstück war Grother, der bereits wieder in der Heimat angekommen ist, dementsprechend aufgewühlt. "So richtig werde ich das Ganze erste in den nächsten Wochen realisieren, dass mir da etwas ganz Großes gelungen ist. Die erste Goldmedaille für Deutschland im Skeleton, das ist die Krönung der letzten Jahre. Das ist das i-Tüpfelchen", sagte der 29-Jährige vom BSR Rennsteig Oberhof. "Ich habe das Ding auch im Kopf gewonnen, ich war mental so stark."

Christopher Grotheer (Skeleton)
Olympiasieg für Skeletoni Christopher Grotheer. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / VCG

Grotheers Liste

Hinter dem Erfolg steckte natürlich unglaublich viel Arbeit. Nachdem es in den letzten Jahren bei Grotheer gar nicht so gut lief, hatte er speziell für Peking einen klaren Plan entworfen. Geholfen hat ihm eine Liste, auf der er sich hundert Punkte aufschrieb, warum er es verdient habe, Olympiasieger zu werden: "Die habe ich mir vier Wochen lang jeden Abend durchgelesen, damit es ins Unterbewusstsein eindringt." Und es hat geholfen. Das Problem von Grother in der Vergangenheit war, dass der gebürtige Wernigeröder nur wenig Emotionalität aufbauen konnte. "Ich bin eher der coole Typ. Jetzt konnte ich ein paar Emotionen mehr aus mir rauskitzeln", was ihm bekanntlich den Olympiasieg bescherte.

Hennig: "Das war wie Folter, wie ein Krimi"

Für eine faustdicke Überraschung sorgten bei Olympia die Langläuferinnen. In der Besetzung  Katherine Sauerbrey, Katharina Hennig, Victoria Carl und Sofie Krehl landete das deutsche Quartett im Staffel-Rennen auf dem Silberrang. Auch Hennig musste sich "SpiO"-Frühstück erst einmal sammeln. "Ich hab‘s noch immer nicht so richtig verarbeitet. Es war ein wahnsinnig schöner Tag mit ganz vielen Emotionen, weil es doch etwas unerwartet kam“, meinte die 25-Jährige, die beim WSC Erzgebirge Oberwiesenthal trainiert.

Katharina Hennig (Langlauf)
Staffel-Silber für Katharina Hennig im Langlauf. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / SNA

Den Verlauf des Rennens hat Hennig tief verinnerlicht und ließ im Talk den Film noch einmal ablaufen. "Unsere Devise war, am Anfang ein paar Körner zu sparen und dann ein paar draufzulegen. Ich konnte eine Lücke reißen und der 'Vicky' einen Vorsprung auf die Strecke geben. Das war das Sahnehäubchen." Das Schlimmste war wohl dann das Warten, bis Schlussläuferin Krehl im Ziel ankam. "Das war Folter, wie ein Krimi. Ich war aufgeregter als bei meinem Einzelstart. Doch die Sofie hat‘s so gut gemacht“, ergänzte Hennig.

Begeisterung für das Olympische Dorf

Vom Olympischen Dorf ist Katharina Hennig begeistert, dass ihr besser gefällt als die Unterkünfte 2018 in Pyeongchang: "Es ist schöner hergerichtet. Die Häuser sind höher und beleuchtet. Die Gastgeber haben Bäume gepflanzt. Es sieht alles etwas gemütlicher aus, die Wohnungen sind gelungener. Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben, ich bin positiv überrascht", brach Hennig für Peking eine Lanze.

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. Februar 2022 | 09:00 Uhr

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