Olympia | Tokio "Wieder ein Ausrufezeichen setzen": Viel Lob für Sachsen-Anhalts Olympia-Hoffnungen

Wenige Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele in Tokio steigt auch in Sachsen-Anhalt die Spannung. Wir haben vorab mit dem Landesstützpunktleiter Helmut Kurrat über die Chancen von Florian Wellbrock, Philipp Weber und Co. gesprochen.

SpiO Talk mit Helmut Kurrat (Leiter Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt ) 21 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mi 21.07.2021 12:01Uhr 20:57 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-helmut-kurrat-olympiastuetzpunkt-100.html

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Rund 430 Athleten werden Deutschland bei den Olympischen Spielen in Tokio vertreten. Mit dabei sind auch zwölf Sportler aus Sachsen-Anhalt, die sich den Traum vom olympischen Edelmetall erfüllen wollen.

Kurrat bremst die Erwartungen

Helmut Kurrat, Leiter des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt, hat den Weg der Athleten in den letzten Jahren verfolgt. "Ich wünsche jedem eine Medaille. Wir wissen aber, dass das zu erwartende Ergebnis aktuell kein Vergleich zu dem in den Olympiazyklen in den Vorjahren ist", erklärte Kurrat im "SpiO"-Talk am Mittwoch (21. Juli).

DSV-Stützpunkt in Magdeburg mit "herausragendem Ergebnis"

Große Hoffnungen liegen vor allem auf Schwimm-Ass Florian Wellbrock. Der Doppelweltmeister zählt gleich in mehreren Rennen zu den Medaillenkandidaten. "Ein herausragendes Ergebnis" des Bundesstützpunktes in Magdeburg, an dem Wellbrock trainiert, meinte Kurrat und hob explizit die Arbeit von Stützpunkttrainer Bernd Berkhahn hervor. Darüber hinaus ist die Hoffnung groß, "dass noch der ein oder andere über die Staffel oder Einzelwettbewerbe glänzen kann."

Florian Wellbrock
Florian Wellbrock gehört zu den großen deutschen Medaillenhoffnungen in Tokio. Bildrechte: IMAGO / Laci Perenyi

"Dank Brylok wieder ein Ausrufezeichen setzen"

Gleiches gilt für die Turner. Die beiden Medaillenkanditaten Nils Dunkel und Lukas Dauser trainieren unter Hubert Brylok in Halle, ebenso wie Ersatzmann Nick Klessing. Kurrat zeigte sich begeistert über die Entwicklung: "Ein toller Weg. Wir können dank Brylok wieder ein Ausrufezeichen im Hallenturnen setzen."

Chance aufs Viertelfinale für das DHB-Team

Das wollen auch die Handballer um Philipp Weber, der ab Sommer wieder im Dress des SC Magdeburg spielen wird. Kurrat, selbst ehemaliger Handballspieler und Landestrainer, sieht das DHB-Team auf einem guten Weg. "Die Mannschaft ist gerade dabei, sich zu stabilisieren. Ich glaube, es kann gelingen, bis ins Viertelfinale vorzustoßen. Aber bereits die Vorrunde wird knüppelhart."

Philipp Weber, SC DHfK Leipzig, fängt einen Ball.
Philipp Weber wird mit der Handball-Nationalmannschaft um Olympisches Edelmetall kämpfen. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Stützpunkt-Strategie soll überdacht werden

Deutlich höher waren dagegen die Erwartungen an die Ruderer, Kanuten und Leichathleten. Kein Athlet aus Sachsen-Anhalt hat es in diesen Disziplinen nach Tokio geschafft. Das liege zum einen an der hohen Konkurrenzdichte, so Kurrat. Zum anderen müsse man nach den Spielen abwägen, ob man den eingeschlagenen Weg mit den Stützpunkten in Halle und Magdeburg weitergeht. Nach 2016 habe man "gute Weichenstellungen" vollbracht. Dennoch müsse man überlegen, ob man sich zukünftig "in der Breite vergrößert".

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR+ | "SpiO"-Talk | 21. Juli 2021 | 10:15 Uhr

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