Leichtathletik | Springermeeting Max Heß gewinnt verregnetes Springermeeting in Chemnitz

Lokalmatador Max Heß hat die Dreisprung-Konkurrenz beim fünften Springermeeting in Chemnitz gewonnen. Auf einer vom Regen gezeichneten Bahn machte Deutschlands bester Dreispringer am Freitag (14.05.2021) die beste Figur. Auch Maria Purtsa und Lea-Sophie Klik feierten "Heimsiege".

Max Heß beim Weitsprung. 1 min
Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

MDR aktuell 21:45 Uhr Fr 14.05.2021 21:45Uhr 00:47 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

16,71 Meter standen für Heß im vierten Versuch und schließlich auch als Topweite zu Buche. Der 24 Jahre alte Topathlet steigerte sich auf der rutschigen Bahn und verwies Mohammad Amin Alsalami (15,55) und Paul Walschburger (15,47) auf die Plätze. Von der Olympianorm (17,14 Meter) war Heß knapp zwei Monate vor den Spielen aber noch ein Stück weit entfernt.

"Ich bin zufrieden mit der Steigerung im Vergleich zur Vorwoche in Dresden. Die Trainingsleistungen sprechen dafür, dass es in den nächsten Wettkämpfen die Olympia-Norm gibt", sagte Heß und fügte an: "Man hat sich an Wettkämpfe ohne Zuschauer gewöhnt. Mit Fans wäre alles viel schöner, aber damit müssen wir jetzt alle umgehen."

Max Heß
Max Heß Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Zuvor hatte Mohammad Amin Alsalami mit 7,32 Meter die Weitsprung-Konkurrenz gewonnen. Der Berliner setzte sich nur knapp vor Kevin Brucha (LC Jena/7,30) und dem Chemnitzer Vincent Vogel (7,25) durch.

Lea-Sophie Klik gewinnt die Weitsprung-Konkurrenz

Bei den Frauen triumphierte Vogels Vereinskameradin Lea-Sophie Klik, die im dritten Versuch 6,15 Meter sprang. Zweite wurde Helena Börner (5,93), Rang drei ging an Antonia Franzke, die ihre Topweite von 5,53 erst im letzten Versuch realisierte.

Weitspringerin 235 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sehen Sie hier noch einmal das Springermeeting der Leichtathletinnen und Leichtathleten in Chemnitz (14.04.2021).

Sport im Osten Fr 14.05.2021 15:00Uhr 234:31 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Purtsa: "Im nächsten Wettkampf greifen wir 14 Meter an"

Einen weiteren Chemnitzer Sieg fuhr Dreispringerin Maria Purtsa ein. Die 25-Jährige gewann mit einer Weite von 12,95 Metern. An der Weltjahresbestleistung (15,14 Meter/Yulimar Rojas aus Venezuela) war an diesem regnerischen Nachmittag natürlich nicht zu rütteln.

"Man muss sich auch unter diesen Bedingungen durchkämpfen. Ich genieße es, dass wir Sport treiben können", erklärte Purtsa, die wegen einer Corona-Erkrankung ihres Freundes zwei Wochen in Quarantäne gewesen war. Gewohnt positiv gelaunt ergänzte sie: "Im nächsten Wettkampf greifen wir die 14 Meter an. Zehn Grad wärmer - dann wird das was."

Nach dem Wettkampf wurde Purtsa als sächsische Leichtathletin des Jahres ausgezeichnet. Rang zwei im Dreisprung belegte Sarah-Michelle Kudla vom SCC Berlin (12,62), Platz drei sicherte sich Angelina Horn (12,47).

Maria Purtsa
Maria Purtsa Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wagner Alleinunterhalter im Hochsprung

Im Hochsprung trug sich Jonas Wagner vom Dresdner SC in die Siegerliste ein. Der 23 Jahre alte Athlet war bei schwierigen Bedingungen der einzige, der die 2,10 Meter knackte. Bei 2,15 Meter war aber auch für den deutschen Hallenmeister Schluss. Zuvor riss Wagners Vereinskamerad Bastian Rudolf die 2,05 Meter auch im dritten Versuch und schied aus. Nächste Woche gibt es in Spanien den nächsten Wettkampf.

Jonas Wagner
Jonas Wagner vom Dresdner SC Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

"Man wünscht sich für jeden Wettkampf bessere Umstände, um auch Vertrauen in den Anlauf zu finden. Wir haben das Beste draus gemacht. Es hätte aber besser sein können", sagte Wagner und erklärte zudem: "Psychisch kann man die Pfütze im Anlauf ausblenden. Physisch ist sie aber da. Am Ende fehlte der Wettkampfreiz, wenn man allein springt." Letztlich sei es ein Trainingswettkampf gewesen, so Wagner.

Jonas Wagner
Jonas Wagner Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

___
fth

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 14. Mai 2021 | 21:45 Uhr

0 Kommentare