Turnen Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Gabriele Frehse

Der Fall Frehse ist nun auch einer für die Justiz. Es wird wegen des Verdachtes der Körperverletzung ermittelt. Unterdessen beschäftigt sich heute der Sportausschuss des Bundestages mit den möglichen Konsequenzen.

Christian Dahms 1 min
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MDR aktuell 19:30 Uhr Mi 24.02.2021 19:30Uhr 01:23 min

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Die Vorwürfe gegen die Chemnitzer Turntrainerin Gabriele Frehse beschäftigen nun auch die Justiz. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz der Deutschen-Presse-Agentur bestätigte, läuft bereits seit Dezember 2020 ein Ermittlungsverfahren gegen Frehse und einen Arzt wegen des Verdachts der Körperverletzung. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Vorwürfe von Pauline Schäfer

Nach einer Untersuchung durch eine Frankfurter Kanzlei hatte der Deutsche Turner-Bund ( DTB ) "schwerwiegende Pflichtverletzungen" von Frehse festgestellt. Ex-Weltmeisterin Pauline Schäfer und weitere Turnerinnen hatten Frehse vorgeworfen, sie im Training schikaniert, Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht und keinen Widerspruch zugelassen zu haben. Frehse hat die Vorwürfe mehrfach bestritten und dem DTB vorgeworfen, ihr Akten-Einsicht zu verwehren. 

Hölzl wiederholt Forderung nach Entlassung

Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages befasste sich am Mittwoch unter dem Tagesordnungspunkt "Konsequenzen für Trainingsstrukturen aus den Vorkommnissen am OSP Sachsen/Bundesstützpunkt Chemnitz" mit dem Thema befassen. Vom Olympiastützpunkt Chemnitz ist Frehse seit Dezember freigestellt. Alfons Hölzl, Präsident des Deutschen Turner-Bundes, wiederholte im Anschluss seine Forderung nach einer Entlassung der Trainerin. "Ich gehe davon aus, dass der Olympiastützpunkt als Arbeitgeber die richtigen Entscheidungen treffen wird. Es müsse um den Schutz der Kinder und Jugendlichen gehen. "Wir sind zur Zeit bemüht, das Training vor Ort abzusichern."

dpa/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. Februar 2021 | 17:45 Uhr

7 Kommentare

oldie68 vor 15 Wochen

Ich dachte hier herrscht Rechtsstaatlichkeit? Die Medien besonders die Blöd steht bei solchen Ermittlungen in der ersten Reihe . Die Medien sind die mächtigsten im Land ,siehe Prozesseröffnung gegen Frehse !
Zum brechen 🤮🤮🤢😡

oldie68 vor 15 Wochen

Was hast du anderes erwartet ! Hier wieder ein Exempel gegen eine Meister Trainerin aus der ehemaligen DDR ! Bei anderen wurde die Stasikeule geschwungen ( Ingo Steuer) Die Nachfolgerin für Frehse steht schon fest .si kommt aus den alten Ländern!

Sonnenanbeter vor 15 Wochen

Interessant finde ich, dass der Sportausschuss des Bundestages die Beschuldigte selbst gar nicht anhören will. Das sagt schon einiges über dieses Gremium aus. Außerdem vermisse ich in diesem Artikel den Hinweis, dass es auch Sportler und Angehörige selbiger gibt, die sich hinter die Trainerin stellen. Ihr selbst habt darüber im Dezember noch berichtet und greift das hier nicht mal auf. Warum nicht? Das ist doch keine ausgleichende Berichterstattung, sondern kommt einer Vorverurteilung gleich. Urteilen sollen aber die Gerichte, nicht der Sportausschuss (wenn die Beschuldigte schon nicht mal vorgeladen wird) und auch nicht die Berichterstatter, schon gar nicht die öffentlich-rechtlichen.