Wahl Thüringer Sportlerinnen und Sportler des Jahres gekürt

Zwei Neulinge und zwei alte Bekannte haben sich bei der Wahl zum Sportler des Jahres in Thüringen durchgesetzt. Einziger Wermutstropfen: Auch 2022 wird es keine Ehrung im Rahmen eines Balles des Thüringer Sports geben.

Lisa Klein Bahnrad, Goldmedaille und Weltrekord Teamverfolgung freut sich ueber den Empfang am Frankfurter Flughafen
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Radsport-Olympiasiegerin Lisa Klein und der Tokio-Silbermedaillen-Gewinner im Gehen über 50 km, Jonathan Hilbert, sind Thüringens Sportler des Jahres. Beiden holten sich zum ersten Mal den Titel ab. Bei den Mannschaften setzte sich das Rodeldoppel Toni Eggert/ Sascha Benecken durch. Als Behindertensportlerin des Jahres wurde Leichtathletin Isabelle Foerder gewählt.

Mehr als 6.000 Sportfans, Gremien und Journalisten hatten sich an der 30. Umfrage des Landessportbundes beteiligt. Das waren mehr als 3.000 weniger als beim Vor-Corona-Rekordergebnis 2019. Dennoch zeigte sich LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel zufrieden: "Ich sehe das Ergebnis von diesmal über 6.000 Stimmen angesichts der Corona-Einschränkungen als akzeptabel an."

Medaillen-Glanz bei Olympia und Weltmeisterschaften

Lisa Klein erlebte ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr. Die 25-Jährige holte sich mit dem Bahnrad-Vierer sensationell Olympia-Gold, wurde später zudem Weltmeisterin mit der Mixed-Staffel auf der Straße.

Die olympische Silbermedaille im Gehen für Jonathan Hilbert war ein absoluter Coup. Der 26-Jährige lieferte über den langen 50-Kilometer-Kanten eine taktische Meisterleistung ab und hatte dabei bereits beim Aufstehen gespürt, dass es ein besonderer Tag wird.

Toni Eggert und Sascha Benecken krönten im Januar eine schwierige Saison mit dem Weltmeistertitel. "Es war ein extremer Druck. Da fallen Tonnen von Last runter", gestand Eggert nach dem Sieg.

Isabelle Foerder sprang als 42-Jährige noch auf den Zug in Richtung Tokio auf und lief im 100-Meter-Finale als Vierte nur knapp an einer Paralympics-Medaille vorbei.

Muskelkater, das Maskottchen des Landessportbundes Thüringen
Muskelkater, das Maskottchen des Landessportbundes Thüringen Bildrechte: IMAGO / Gerhard König

Wegen Corona - kein Ball des Sports

Wann und in welchem Rahmen die Sieger offiziell geehrt werden, steht noch nicht fest. Traditionell sollte das beim "Ball des Thüringer Sports" geschehen. Allerdings kann die für den 30. April 2022 geplante Ausgabe nicht in der gewohnten Form stattfinden, es ist bereits die dritte Absage in Folge. "Solch eine große Veranstaltung mit 1.000 Gästen in der Messe Erfurt mit der notwendigen Langfristigkeit zu planen, ist aktuell mit den Pandemiebedingungen nicht möglich. Wir werden dennoch einen würdigen Rahmen zur Übergabe der Pokale in einem kleineren Ambiente finden", verspricht Zirkel.

Umfrageergebnis Sportler des Jahres 2021

Kategorie Sportlerin

  1. Lisa Klein (RSC Turbine Erfurt, Radsport) 33,6 %
  2. Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal, Rennrodeln) 23,1 %
  3. Pauline Grabosch (RSC Turbine Erfurt, Radsport) 13,3 %

Drei Fahrerinnen des deutschen Teams Lisa Klein (l-r), Lisa Brennauer und Franziska Brausser freuen sich über ihre Leistung.
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Kategorie Sportler

  1. Jonathan Hilbert (LG Ohra-Energie, Leichtathletik) 35,2 %
  2. Christopher Grotheer (BRC Thüringen, Skeleton) 18,7 %
  3. Tony Martin (RSC Turbine Erfurt, Radsport) 18,0 %   

Jonathan Hilbert
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Kategorie Mannschaft

  1.   Toni Eggert/ Sascha Benecken (RC Ilsenburg/RT Suhl, Rennrodeln) 31,9 %
  2.   RSB Thuringia Bulls (Rollstuhlbasketball) 27,0 %
  3.   Bobteam Hans-Peter Hannighofer (BRC Thüringen) 13,5 % 

Toni Eggert und Sascha Benecken jubeln.
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Kategorie Behindertensportler/innen

  1. Isabelle Foerder (HSC Erfurt, Leichtathletik) 24,2 %
  2. Julius Haupt (PSV Weimar, Rollstuhlfechten) 19,0 %
  3. Sven Baum (Bushido Karate Waltershausen, Para-Karate) 15,9 % 

Isabelle Foerder während des 100m-Vorlaufs an Tag 3 der Tokyo 2020 Paralympic Games
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 red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Thüringen Journal | 18. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Holger 1 vor 27 Wochen

Warum werden eigentlich die Rollstuhlbasketballer nicht in der Kategorie Behindertensportler eingestuft?