Leichtathletik | Thumer Werfertag Vetters Serie hält - Heimsieg für Schwanitz

Beim Thumer Werfertag am Freitagabend haben die deutschen Leichtathleten wie Speerwerfer Johannes Vetter und Kugelstoßerin Christina Schwanitz ihre Form unmittelbar vor den Olympischen Spielen in Tokio getestet.

Johannes Vetter 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Johannes Vetter 1 min
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Die Siegesserie von Speerwerfer Johannes Vetter hat auch im letzten vorolympischen Wettkampf gehalten. Der gebürtige Dresdner kam am Freitagabend beim Werfertag im sächsischen Thum auf 86,48 Meter und distanzierte die Konkurrenz damit deutlich. Der Lette Rolands Strohbinders belegte Rang zwei mit 77,19 Meter vor Bernhard Seifert (Potsdam/73,16). Die anvisierten 90 Meter, die der Goldfavorit für Olympia in Tokio in dieser Saison schon sieben Mal überbieten konnte, gelangen Vetter nicht, worüber er sehr enttäuscht war.

"Ich messe mich an den 90 Metern. Aber auf so einem Belag ist es schwierig, genug Leistung herauszukitzeln", sagte Vetter. In Thum war zu Saisonbeginn ein neuer Belag installiert worden, der der Technik von Vetter nicht entgegenkommt. Er glaubt, dass normalerweise fünf bis zehn Meter mehr möglich gewesen wären. "In Tokio liegt Mondo-Belag, darauf habe ich meine besten Weiten geworfen", sagte Vetter.

Jasinski überbietet Uralt-Rekord von Lars Riedel

Eine gute Leistung zeigte Diskuswerfer Daniel Jasinski. Der Wattenscheider schaffte mit 66,66 und danach 66,67 Meter zwei Meetingrekorde hintereinander. Die alte Bestmarke hatte Olympiasieger Lars Riedel (Chemnitz) 2005 mit 66,39 Metern aufgestellt. Der zweite Tokio-Starter Daniel Wrobel (Magdeburg) blieb mit 63,77 Meter noch hinter Rio-Olympiasieger Christoph Harting (Berlin/63,83).

Schwanitz vor Vereinskollegin Maisch

Lokalmatadorin Christina Schwanitz nähert sich langsam der 19-Meter-Marke. Sie gewann das Kugelstoßen mit 18,63 Meter vor ihrer Vereinskollegin Katharina Maisch (18,48). Unzufrieden war die dritte deutsche Olympia-Starterin Sara Gambetta (Halle), die mit 18,21 Meter Vierte wurde.

Christina Schwanitz und Katharina Maisch vom LV 90 Erzgebirge 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Christina Schwanitz und Katharina Maisch vom LV 90 Erzgebirge 2 min
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Das Diskuswerfen der Frauen gewann Olympia-Starterin Marike Steinacker. Die in Neubrandenburg trainierende Leverkusenerin siegte mit 63,00 Meter vor Claudine Vita (Neubrandenburg/60,39). Julia Harting aus Berlin wurde mit 59,83 Meter Dritte.

Im Kugelstoßen der Männer war Hallen-Europameister Tomas Stanek aus Tschechien mit 21,12 Meter der Beste. Er verwies Christian Zimmermann aus Potsdam auf Platz zwei, der 19,64 Meter weit stieß. Dritter wurde der Jamaikaner Aishina Miller (19,16).

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dpa/cke/sk

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 16. Juli 2021 | 17:00 Uhr

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