Turnen Pauline Schäfer erhält Olympia-Nominierung

Die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer steht kurz vor der Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio. Die Chemnitzer Turnerin wurde am Sonntag vom Deutschen Turner-Bund für die Reise nach Japan nominiert. Auch der Erfurter Nils Dunkel ist dabei. Für Sophie Scheder ist der Olympia-Zug dagegen abgefahren.

Pauline Schäfer
Bildrechte: imago/Sven Simon

Pauline Schäfer steht dicht vor ihrer zweiten Teilnahme an den Olympischen Spielen. Die 24-jährige Kunstturnerin vom KTV Chemnitz wurde gemeinsam mit Sarah Voss und Elisabeth Seitz vom Deutschen Turner-Bund (DTB) am Sonntag (13. Juni) für die deutsche Olympiariege nominiert. Die Bestätigung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) würde am 29. Juni erfolgen. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro hatte Schäfer mit der Mannschaft das Teamfinale erreicht, in dem sie Platz 6 belegten.

Dritter Quali-Rang für Schäfer

Schäfer hatte am Samstag bei der zweiten Olympiaqualifikation der deutschen Kunstturnerinnen in München mit 52,475 Punkten den dritten Platz belegt. Den Sieg sicherte sich die Kölnerin Sarah Voss (54,700) vor der deutschen Rekordmeisterin Elisabeth Seitz aus Stuttgart (54,025).

Keine Chance mehr auf ein Olympiaticket hat Sophie Scheder. Die Olympia-Dritte von 2016 am Stufenbarren absolvierte wie schon in Dortmund keinen kompletten Vierkampf. Nach mehreren schweren Verletzungen konnte die Chemnitzerin ihre Trainingsrückstände nicht mehr aufholen.

Erfurter Dunkel dabei - Klessing darf hoffen

Bei den Männern hat Olympia-Trainer Valeri Belenki unter anderem den Erfurter Nils Dunkel nominiert. Außerdem dürfen sich Lukas Dauser (Unterhaching), Andreas Toba (Hannover) und der Berliner Philipp Herder auf Tokio freuen. Ein kleines Fünkchen Hoffnung kann auch Nick Klessing (Halle/Saale) haben, der mit ins finale Trainingslager nach Joetsu City in Japan reist.

Nils Dunkel turnt an Ringen.
Der Erfurter Nils Dunkel wurde von Bundestrainer Valeri Belenki nominiert. Bildrechte: IMAGO / Oryk HAIST

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red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 13. Juni 2021 | 19:30 Uhr

6 Kommentare

cherry1966 vor 5 Wochen

Natürlich sollen die sportlich Besten nach Tokio fahren. Für die Quali herzlichen Glückwunsch an Pauline Schäfer und viel Erfolg bei den Spielen!
Lieber Sunshine77: Ob Sophie Scheder verdient zu Hause bleiben muss, können wir alle nicht beurteilen. Allerdings zeigt der sehr emotionale Beitrag aus dem Sachsenspiegel von gestern (leider hier auf der MDR-Sport-Seite sehr schnell wieder entfernt), dass die Umstände in und um den Olympiastützpunkt der Frauen in Chemnitz ihren Teil zum Verletzungspech nahezu aller Mädels des TuS beigetragen haben. Wenn kein qualifizierter Trainer vor Ort ist, können ergeizige Sportler auch übertrainieren und sind dann entsprechend verletzungsanfällig. Diese Fehlleistung des DTB darf und muss schon hinterfragt werden und hat rein gar nichts mit Herumnörgeln zu tun.
Die Spiele in Tokio werden zeigen, in welche Richtung sich das Frauen-Turnen entwickelt und welche Rolle unsere Damen dabei spielen können.
Sport frei!

Sunshine77 vor 5 Wochen

Wenn ich die Kommentare hier so lese frage ich mich, ob diese Personen alle in der Turnhalle dabei waren.
Oder warum wissen die so genau,ob an den Vorwürfen gegen Frau Frehse was dran ist oder nicht?
Das weiß keiner von uns!
Pauline Schäfer hat die sportliche Leistung für die Olympia Norm erbracht.
Sophie Scheder nicht!
Daher fährt Pauline Schäfer verdient zu Olympia.
Und Sophie Scheder bleibt verdient zu Hause.
Basta.
Diese ostdeutsche Eigenschaft des Herumnörgelns ist einfach nur nervig!

MeyerZwo vor 5 Wochen

Die sportlichen Leistunen von Frau Schäfer mögen derzeit ausreichend sein, um nach Tokio zu fahren, aber die von ihr erhobenen Vorwürfe, die zu einer Vorverurteilung von Frau Frehse und ihrem Trainerinnenteam führen, stehen immer noch ungeklärt im Raum. Ich hielte es daher für mehr als angemessen sie nicht in das Team zu berufen. Denn schließlich war es ihre Entscheidung trotz voriger Klärung über ein Nachrichtenportal erneut Anklage zu erheben und damit die psychischen Folgen für alle Betroffenen in Kauf zu nehmen. Eine sportliche Haltung, die einer Berufung zu den Olympischen Spielen würdig wäre, sieht aus meiner Sicht anders aus.