Wintersport | Rodeln Spitzenadresse Oberhof: Weltcup startet am Wochenende

Oberhof ist eine Spitzenadresse im Rodel-Sport. Am Wochenende wollen das die Thüringer erneut unter Beweis stellen und richten zum zweiten Mal in dieser Saison den Weltcup aus. Beste Chancen werden den Lokalmatadoren eingeräumt.

Dajana Eitberger
Dajana Eitberger schnappt sich den Weltcup-Sieg im Dezember in Oberhof. (Archiv) Bildrechte: imago images/Gerhard König

Oberhof wappnet sich für den Rodel-Weltcup, der an diesem Wochenende über die Bühne geht. Vom 15. bis zum 17. Januar gibt sich die Weltelite in der thüringischen Wintersportmetropole erneut ein Stelldichein. Oberhof hat Routine in der Saison. Bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres waren die Thüringer Ausrichter eines Weltcups. Auch diesmal werden den Lokalmatadoren beste Chancen eingeräumt.

Eitberger: "Ich nehme die Herausforderung an"

War das ein Coup im Dezember! Nach ihrer Babypause hatte sich Dajana Eitberger in Oberhof zurück in die Weltelite gerodelt und mit hauchdünnem Vorsprung vor Natalie Geisenberger den Weltcup-Sieg geholt. Auch Geisenberger war, nachdem sie Mutter wurde, wieder in den Weltcup-Zirkus zurückgekehrt. So ein Husarenstück möchte Eitberger am kommenden Wochenende wiederholen. "Natürlich will ich gewinnen", bekannte sie. Obwohl  die 30-Jährige aus Ilmenau den Leistungssport mittlerweile lockerer sieht, ist der Ehrgeiz nicht verschwunden: "Ich freue mich auf Oberhof, um wieder um Tausendstel zu fighten. Und nehme die Herausforderung an."

Dajana Eitberger
Freude pur bei Dajana Eitberger nach dem Weltcup-Erfolg. Natalie Geisenberger gratuliert,. (Archiv) Bildrechte: imago images/Gerhard König

Taubitz: "Ich will die Bahn bezwingen"

Rodlerin Julia Taubitz auf der Piste.
Julia Taubitz nimmt Fahrt auf. (Archiv) Bildrechte: imago images/GEPA pictures

Julia Taubitz musste sich im Dezember in der Oberhofer Eisrinne mit dem zehnten Platz begnügen. Da war noch viel Luft nach oben und hatte wohl einen triftigen Grund. Die 24-Jährige mag die Bahn in Oberhof nicht sonderlich, gab sie unumwunden zu. Auch nach dem Umbau habe sich das Verhältnis nicht verbessert. "Am Wochenende will ich die Bahn aber bezwingen und zwei schöne Läufe runterbringen. Mit genug Konzentration bekomme ich das schon hin", zeigte sich Taubitz kämpferisch. Etwas muss sie noch an der Technik feilen, "da fehlt’s noch ein bisschen. Ich denke, dass ich nicht mehr die Startrakete werde. Obwohl ich auch zu den leichteren Athleten gehöre, baue ich im unteren Teil jedoch meine Zeit aus".

Langenhan, frischgebackener U23-Europameister

Max Langenhan
Max Langenhan. (Archiv) Bildrechte: imago images / Arvid Müller

Unzufrieden mit seiner Platzierung im Dezember war Max Langenhan. Er fuhr der Konkurrenz hinterher und wurde Neunter. Allerdings waren die Voraussetzungen damals für ihn nicht die besten, was sich mittlerweile geändert hat: "Nach der zerfahrenen Sommersaison, als ich nicht im Training war und mehr im Krankenhaus, ist es nunmehr gar nicht so schlecht angelaufen." Der Beweis: 2021 wurde er U23-Europameister in Sigulda. Von den erfahrenen Kollegen kann Langenhan viel lernen, zum Beispiel von Felix Loch und Johannes Ludwig. "Wir sehen uns selten, da durch Corona die Trainingsgruppen gesplittet sind. Ansonsten ist der Austausch aber sehr gewinnbringend."

Ludwig: "Ich arbeite professionell"

Der angesprochene Johannes Ludwig, hinter Loch damals in Oberhof Zweiter, ist schon lange im Geschäft und hat "viele Hochs und Tiefs erlebt". "Ich nehme den Sport ernst, ich arbeite professionell. Der olympische Erfolg hat noch etwas Besonderes bewirkt. Ich möchte noch mehr Einzelerfolge einfahren. Und daran arbeite ich", blickte der 34 Jahre alte Sportler voraus.

Rodler Johannes Ludwig
Johannes Ludwig. (Archiv) Bildrechte: imago images/foto2press

Eggert: "Haben bessere Karten als die anderen"

Last but not least kommen die Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken zu Wort, die ihren Weltcup-Erfolg vom Dezember in Oberhof zu verteidigen haben. Eggert gab die Marschrichtung vor: "Wir brauchen Rennen, um den derzeitigen Punkterückstand im Gesamtklassement aufzuholen. Und da kommt uns Oberhof besonders gelegen, weil wir da, wenn alles nach Plan läuft, bessere Karten haben als die anderen." Nicht anders sah es Kollege Benecken: "Wenn die Ampel auf Grün geht, sind wir immer gewillt, das Beste abzurufen. Wenn wir hundert Prozent abrufen, sind wir auch in der Lage, gewinnen zu können. Und um nichts anderes wird es auch diese Woche in Oberhof gehen."    

Sascha Benecken und Toni Eggert
Doppelsitzer Sascha Benecken und Toni Eggert. (Archiv) Bildrechte: imago images/Fotostand

jmd

  

Sven Voss 30 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Rodelbahn mit Kran im Wald 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR THÜRINGEN JOURNAL Sa 05.12.2020 19:00Uhr 02:30 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Rodelbahn mit Kran im Wald 3 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Sa 05.12.2020 19:00Uhr 02:30 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 14. Januar 2021 | 19:30 Uhr

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