Leichtathletik | Werfer-Europacup in Split Craft, Gambetta und Vetter mit Top-Ergebnissen

Beim Werfer-Europacup in Split haben drei mitteldeutsche Athletinnen und Athleten überzeugende Leistungen gezeigt. Vor allem Speerwerfer Johannes Vetter bewies eine erstaunliche Frühform.

Shanice Craft nach einem Diskuswurf.
Shanice Craft nach einem Diskuswurf (Archivbild) Bildrechte: IMAGO / Sven Simon

Die Hallenserinnen Shanice Craft und Sara Gambetta haben die deutschen Leichtathletinnen beim Werfer-Europacup in Split auf Rang zwei geführt.

Diskuswerferin Craft lange auf Siegkurs

Sara Gambetta
Sara Gambetta Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Craft belegte im Diskuswerfen mit 62,05 Meter den dritten Rang. Die 27-Jährige vom SV Halle lag lange auf Siegkurs, musste im letzten Durchgang aber die favorisierte Portugiesin Liliana Ca (62,80) und deren Landsfrau Irina Rodrigues (62,79) noch vorbeiziehen lassen. Nicht zu schlagen war Kugelstoßerin Sara Gambetta. Die 28-Jährige aus Halle/Saale gewann mit der persönlichen Bestleistung von 18,86 Meter und knackte damit die Norm für die Olympischen Spiele in Tokio. Mit 4.519 Punkten belegten die deutschen Frauen in der Gesamtwertung den zweiten Platz hinter Polen (4549).

DLV-Männer siegen mit blendend aufgelegtem Vetter

Noch besser lief es bei den Männern, die mit 4.489 Punkten den Europacup vor Polen (4378) gewannen. Großen Anteil daran hatte Speerwurf-Ass Johannes Vetter, der bereits am Samstag seine olympischen Gold-Ambitionen eindrucksvoll untermauerte. Der deutsche Rekordhalter feierte mit 91,12 Meter einen überzeugenden Sieg und knackte mit 90,43 sogar ein weiteres Mal die magische 90-Meter-Marke.

Speerwerfer Johannes Vetter beim Istaf 2020 in Berlin
Johannes Vetter (Archivbild) Bildrechte: dpa

Danach an einen Adria-Strand

"Das ist erst der Anfang", meinte der für Offenburg startende Dresdner, der bereits so früh in der Saison 90-m-Würfe abfeuert, als wäre es das Normalste der Welt. "Ich habe mich heute gut gefühlt. Es war aber ziemlich schwer, weil die Anlaufbahn etwas rutschig war, der Wind war ebenfalls schwierig", sagte Vetter, der sich nach dem Wettkampf an einem Adria-Strand entspannte: "Ich habe meinen Trainer zu Beginn der Woche gefragt, was mein Ziel in Split sein sollte. Er meinte, zweimal über 90 m. Insofern glaube ich, das war ein guter Job heute."

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dpa/sid/cke

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 09. Mai 2021 | 21:40 Uhr

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