Leichtathletik | Meeting Werfertag: Vetter mit gelungenem Comeback - Röhler Zweiter

Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter hat mit seinem Sieg beim 24. Werfertag in Bad Köstritz nach fast zweimonatiger Wettkampfpause ein überzeugendes Comeback gefeiert. Sein ärgster Rivale Thomas Röhler konnte ihm nicht das Wasser reichen und wurde Zweiter. Bei den Diskuswerfern wurde Martin Wierig seiner Favoritenrolle gerecht. Im Kugelstoßen verpasste Christina Schwanitz die angepeilte 20-Meter-Marke deutlich.

Thomas Röhler und Johannes Vetter umarmen sich.
Thomas Röhler und Johannes Vetter. (Archiv) Bildrechte: imago/Camera 4

Der 26 Jahre alte Offenburger Vetter verwies am Freitagabend mit seiner Weite von 89,28 Metern Olympiasieger Thomas Röhler, der mit 81,51 Metern nur einen Versuch über die 80-Meter-Marke hatte, überlegen auf Rang zwei. "Das war de facto mein Saisoneinstieg, nachdem ich mich beim ersten Wettkampf gleich verletzt hatte. Es ist aber trotz der guten Weite noch viel Luft nach oben. Jetzt beginnt für mich die Vorbereitung auf die WM in Doha“, stellte der Weltmeister, der wegen einer Aduktoren-Verletzung pausiert hatte, zufrieden fest. Platz drei ging mit 79,79 Metern an den Rumänen Alexandru Mihaita Novac.

Röhler dennoch nicht unzufrieden

Olympiasieger Röhler war trotz der deutlichen Niederlage nicht unzufrieden. "Sicher hätte ich vor dem wie immer begeistert mitgehenden Publikum gern weiter geworfen. Technisch waren die Würfe ganz gut. Nun steht die WM-Vorbereitung im Vordergrund, aber noch wichtiger sind für mich die Olympischen Spiele 2020 in Tokio", meinte der Jenaer.

Wierig im Diskus vorn

Martin Wierig beim Diskuswerfen
Sieg für den Magdeburger Martin Wierig. (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Beim Diskuswerfen ließ sich Martin Wierig vom SC Magdeburg den Erfolg nicht nehmen und entschied die Konkurrenz mit 64,81 Metern zu seinen Gunsten. Er hielt den Olympiadritten Daniel Jasinski (Wattenscheid) auf Abstand, der auf 62,49 Meter kam. "Die Zuschauer waren genial, das macht es leicht. Wir kommen gerade aus Kienbaum und fahren direkt wieder bis Mittwoch nach Kienbaum. Danach stehen in einer Woche der Werfertag in Thum und das ISTAF in Berlin an. Danach mache ich einen knappen Monat Pause, um Wettkampfgeilheit zu bekommen", sagte Wierig.

Kugelstoßerin Schwanitz Zweite

Christina Schwanitz
An die 20-Meter-Marke kam Christina Schwanitz nicht heran. (Archiv) Bildrechte: imago images / Chai v.d. Laage

Kugelstoßerin Christina Schwanitz (Thum), die sich vor knapp drei Wochen in Berlin den siebten deutschen Meistertitel gesichert hatte, verpasste knapp den Sieg. Mit 18,84 Metern, sie wollte eigentlich die 20-Meter-Marke knacken, wurde die Vize-Europameisterin Zweite hinter der WM-Vierten Danniel Thomas-Dodd (19,08 m) aus Jamaika.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. August 2019 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. August 2019, 17:15 Uhr

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