Handball | 2. Bundesliga Aue sendet Lebenszeichen im Abstiegskampf - Eisenach schießt Ferndorf ab

Aue hat einen überraschend ungefährdeten 26:23-Heimsieg im Nachholspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau eingefahren. Überragenden Anteil am Sieg hatte der Torhüter der Erzgebirger. Außerdem hat sich der ThSV Eisenach im Nachholspiel gegen den TuS Ferndorf absolut überzeugend mit 35:26 durchgesetzt.

Nach Spielschluss: Jubel im Auer Team.
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Töpfer hält Auer Sieg fest

Der EHV Aue die erste Partie nach dem Rücktritt von Trainer Kirsten Weber gewonnen. Gegen den Tabellenzehnten VfL Lübeck-Schwartau fuhren die Erzgebirger einen souveränen 26:23-Sieg (15:11) ein.

Aue diktierte von Beginn an das Tempo und ließ die Gäste aus Norddeutschland nur schwer Fahrt aufnehmen. 1:4 lag Lübeck-Schwartau nach neun Minuten bereits zurück. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit zog der EHV auf 15:11 davon - ein Rückstand, von dem sich der VfL nicht mehr erholen sollte.

Markus Hansen, Lübeck, sucht die Lücke zwischen Kevin Roch ,Aue,links und Julian Erest Jerebie, Aue.
Bildrechte: IMAGO/Kruczynski

Vor allem der Torwartwechsel auf Erik Töpfer kurz vor dem Seitenwechsel zahlte sich für Aue aus. Über 54 Prozent der Würfe auf sein Tor hielt Töpfer und brachte Lübeck-Schwartau damit zum Verzweifeln. Außerdem kaschierte er die schwächer werdende Offensivleistung seines Teams, die Mitte der zweiten Hälfte ihren Tiefpunkt erreichte: zwischen der 48. und 55. Minute traf Aue nur zwei Mal. Zwar verlor der Keeper kurz vor Schluss die Beherrschung und kassierte eine Rote Karte (58.), beim Spielstand von 25:20 hatte diese Aktion aber keinen Einfluss mehr auf den Ausgang der Partie.

Der EHV behält zwar die rote Laterne, schließt durch den 26:23-Erfolg aber wieder zur Konkurrenz im Abstiegsrennen auf. Nur zwei Zähler fehlen zum TV Großwallstadt auf Rang 17.

Eisenach lässt Ferndorf keine Chance

Jannis Schneibel,  ThSV Eisenach, jubelt.
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Der ThSV Eisenach hat dem EHV Aue Schützenhilfe gegeben und den ebenfalls in den Abstiegskampf verwickelten TuS Ferndorf mit 35:26 (17:14) aus der Werner Assmann Halle gejagt.

Die anfangs lange ausgeglichene Partie nahm ihre entscheidende Wendung durch einen 7:2-Lauf für Eisenach ab der elften Minute. Der TuS konnte sich von dieser Serie nicht mehr erholen und kam über den Verlauf des Spiels nie näher als auf zwei Zähler an die Thüringer heran, obwohl diese schon in Hälfte eins vier Mal in Unterzahl spielten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit drehte Eisenach noch einmal auf und führte schnell mit 22:16 (39.). Der TuS fand keine Mittel und musste mit ansehen, wie die Hausherren immer weiter davon zogen (27:17/45.) und letztlich einen mehr als verdienten 35:26-Sieg einfuhren.

Besonderen Anteil am Erfolg hatte Fynn Hangstein, der bereits zur Pause sieben Treffer erzielt hatte und insgesamt auf acht Tore kam. Auch Ivan Snajder (sechs Treffer), Jannis Schneibel und Alexander Saul (beide fünf Treffer) zeigten gute Leistungen. Eisenach setzte damit seinen Erfolgslauf fort und holte den fünften Sieg aus den letzten sechs Partien. In der Tabelle ist der ThSV weiterhin Siebter, nun aber punktgleich mit Hüttenberg und Essen auf Platz fünf und sechs. Am nächsten Spieltag treffen Aue und Eisenach aufeinander - am 30. April um 19:30 Uhr empfängt der ThSV die Sachsen.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. April 2022 | 16:00 Uhr

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