Handball | 2. Bundesliga ThSV Eisenach mit dramatischem Finish - Elbflorenz und Aue kämpfen vergeblich

31. Spieltag

Der EHV Aue hat sein Heimspiel gegen Tabellenführer Gummersbach mit 31:35 (18:16) verloren. Ein Blackout zu Beginn der zweiten Hälfte machte die gute erste Halbzeit der Erzgebirgler zunichte. Der ThSV Eisenach hat derweil sein Gastspiel beim TuSEM Essen mit 24:23 (10:7) gewonnen. Der zwischenzeitliche Sieben-Tore-Vorsprung wackelte zum Schluss allerdings bedrohlich. Elbflorenz ärgerte sich über eine verkorkste Partie gegen Coburg - 25:29 (11:15) unterlagen die Dresdner auswärts.

Ellidi Vidarsson Gummersbach vor Torhüter Sveinbjörn Petursson
Bildrechte: IMAGO/Kruczynski

Aue mit grandiosem Auftakt - dann folgt der Blackout

Der EHV Aue ließ in den ersten 30 Minuten nicht erkennen, dass in der Erzgebirgshalle Lößnitz der Tabellenletzte den Tabellenersten empfing. Einen zwischenzeitlichen Vier-Tore-Vorsprung (16:12/24.), konnte Aue zwar nicht komplett in die Pause retten, das 18:16 zur Halbzeit entsprach aber durchaus dem Spielverlauf.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erlebte der EHV aber einen Blackout im Kollektiv. Gar nichts lief bei den Hausherren, während Gummersbach ihnen ein Tor nach dem anderen um die Ohren feuerte - 21:26 war der Stand nach 40 Minuten. Das Tabellenschlusslicht kämpfte sich zwar noch ein wenig heran, doch Gummersbach verwaltete die Führung in Manier eines Spitzenreiters und gewann zum Ende hin verdient mit 35:31. Bester Werfer der Partie war der Gummersbacher Julian Köster (10 Treffer). Aue kann sich damit nicht für die Klatsche im Hinspiel revanchieren und behält zudem die rote Laterne.

Sprungwurf von DHB-Auswahlspieler Julian Köster
Julian Köster war der Mann des Spiels für die Gäste - annähernd jeder dritte Treffer ging auf sein Konto. Bildrechte: IMAGO/Kruczynski

Eisenach sorgt für Zitterpartie

Die Handballer des ThSV Eisenach starteten torarm, aber souverän beim Tabellenvierten aus Essen. Gegen den TuSEM, der massive Schwierigkeiten vor dem Tor hatte, führten die Thüringer nach 20 Minuten mit 7:4. Torwart Fran Lucin ließ die Gastgeber verzweifeln und hielt sein Team mit einer Paradenquote von über 46 Prozent zur Halbzeit in Führung (7:10/30.).

Auch nach dem Seitenwechsel startete der ThSV mit Schwung und setzte sich in der 47. Minute komfortabel mit 21:14 vom TuSEM ab. Essen kämpften sich aber sukzessive heran und schnupperte nach einem 7:1-Lauf in der 56. Minute doch noch am Punktgewinn (21:22/56.). Kurz vor Schluss holten sich sowohl Peter Walz als auch Ivan Snajder eine Rote Karte ab und der ThSV musste in doppelter Unterzahl die Partie zu Ende spielen. Ein cleveres Spiel auf Zeit und ein dramatisches Tor mit dem Schlusspfiff durch Fynn Hangstein ließ die Thüringer ihren insgesamt dennoch verdienten 24:23-Sieg bejubeln.

TuSEM Essen - ThSV Eisenach (Hinspiel vom 12. Spieltag - Nachholer vom 16.02.2022)
Bereits das Hinspiel war hart umkämpft - im Rückspiel sammelte Eisenach sage und schreibe acht Zeitstrafen gegen sich. Bildrechte: imago images/Christian Heilwagen

Elbflorenz kämpft in Coburg vergeblich

Der HC Elbflorenz hat sein Gastspiel beim HSC Coburg deutlich mit 25:29 (11:15) verloren. Im ersten Durchgang konnten sich die Gastgeber früh eine Fünf-Tore-Führung erarbeiten (9:4/10.). Die Dresdner verzweifelten häufig am HSC-Keeper Jan Kulhanek. Bis zur Pause konnte Elbflorenz nicht entscheidend verkürzen. In der zweiten Halbzeit zog Coburg zwischenzeitlich bis auf sieben Tore weg (18:11/35.). Doch der HCE kämpfte sich nochmal zurück - letztlich vergeblich.

Beste Werfer waren Andreas Schröder mit sieben Treffern für Coburg sowie Mindaugas Dumcius (6 Tore) für Elbflorenz. In der Tabelle rutscht Dresden auf Rang neun ab. Schon am kommenden Mittwoch treffen beide Teams im Nachholer der Hinrunde erneut aufeinander.

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red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 23. April 2022 | 16:00 Uhr

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