Basketball | BBL Syntainics MBC belohnt sich nicht für Aufholjagd in Hamburg

17. Spieltag

Der Syntainics MBC hat seine fünfte BBL-Pleite in Serie kassiert. Nach desolater Anfangsphase zeigten die Weißenfelser im Auswärtsspiel bei den Hamburg Towers vor allem nach der Halbzeit große Moral, belohnten sich aber nicht für ihre Aufholjagd und verloren mit 76:84 (30:46).

Reggie Upshaw,  30 Syntainics MBC
Auch die 27 Punkte und zehn Rebounds des überragenden Reggie Upshaw halfen Weißenfels nicht für den dringend benötigten fünften Saisonsieg. Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

Nicht zuletzt ein desolates erstes Viertel hat dem Syntainics MBC einen durchaus möglichen Auswärtssieg bei den Hamburg Towers gekostet. Trotz einer dann vor allem im dritten und vierten Viertel auf das Parkett gelegten überzeugenden Leistung musste sich das Team von Cheftrainer Igor Jovovic vor 621 Zuschauern an der Elbe mit 76:84 (30:46) geschlagen geben und hängt mit nun zwölf Niederlagen aus 16 Partien weiter auf Rang 15 tief im Tabellenkeller fest.

MBC verschläft das erste Viertel

Als Center-Neuzugang John Bryant von der Freiwurflinie seine ersten beiden Punkte im MBC-Trikot sammelte, hatten die Weißenfelser wie jüngst gegen Ulm einmal mehr massiv den Start in die Partie verschlafen. 4:16 lagen die Gäste nach nicht einmal sieben Minuten zurück. Und es sollte noch schlechter werden. Ganze vier Treffer bei 14 Versuchen gelangen im ersten Viertel, an dessen Ende sich Hamburg bereit mit 16 Zählern abgesetzt hatte (11:27).

Seth Hinrichs, Towers gegen John Bryant, MBC
Neuzugang John Bryant (re.) legte bei seinem MBC-Debüt mit zwölf Punkten und neun Rebounds fast ein Double-double auf. Bildrechte: imago images/Baering

"Das ist bitter zu sehen. Irgendwas passt hier nicht. Es nimmt uns ganz viel Selbstvertrauen, so ins Spiel zu gehen – und mit wenig Selbstvertrauen ist es schwer, bei so einer guten Mannschaft zu bestehen", haderte MBC-Geschäftsführer Martin Geissler zur Halbzeit im "Magenta Sport"-Interview. Zwar waren die "Wölfe" im zweiten Abschnitt endlich besser in die Partie gekommen, wurden von den Towers aber konstant auf Distanz gehalten (30:46/20.).

Urplötzlich auf Partie auf Messers Schneide

Doch die Sachsen-Anhalter waren noch längst nicht geschlagen. Im Gegenteil. Pünktchen um Pünktchen verkürzte Weißenfels im dritten Viertel, ehe sie ein furioser 11:0-Lauf binnen 111 Sekunden urplötzlich wieder ganz nah heranbrachte (53:56/28.).

Die Szenerie stand auf Messers Schneide – und schien drei Minuten vor der Schlusssirene für einen kurzen Moment komplett zu Gunsten des MBC zu kippen. Nachdem Bryant seine Punkte elf und zwölf eingesammelt hatte (67:69/36.), glich der überragende Power Forward Reggie Upshaw (27 Punkte/10 Rebounds) mit sehenswertem Dunking tatsächlich erstmals überhaupt an diesem Abend aus (69:69/37.). Aber Hamburg hatte die passenden Antworten parat – vor allem von den beiden Dreiern von Caleb Homesley und Robin Christen erholten sich die Gäste nicht mehr.

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mhe

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSEN-ANHALT HEUTE | 15. Januar 2022 | 19:00 Uhr

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