Basketball | Bundesliga Niners-Rekordspieler Jonas Richter: Playoffs "ganz klar das Ziel"

Trotz des jüngsten Dämpfers haben die Niners Chemnitz die Playoff-Plätze weiter fest im Blick. Ein Sieg im Derby gegen Weißenfels käme zum Jahresstart wie gerufen, weiß Niners-Rekordspieler Jonas Richter. Als Favorit sieht er sein Team aber nicht.

Jonas Richter, Niners Chemnitz, mit Ball.
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Zum Ende eines starken Jahres in der Basketball-Bundesliga mussten die Niners Chemnitz dann doch noch eine Niederlage schlucken. Am Donnerstag (30. Dezember) gingen die Sachsen im Heimspiel gegen Crailsheim als Verlierer vom Parkett. Dabei zeigten die Niners eine tolle Moral und führten dank einer starken Aufholjagd kurz vor Schluss sogar mit einem Punkt. Das bessere Ende hatten dann aber doch die Gäste.

"Es war ein Energieproblem", analysierte Flügelspieler Jonas Richter am Silvestertag im Interview mit "Sport im Osten". "Wir haben erst schwer in das Spiel hineingefunden und konnten dann kurz vor Schluss den Sack nicht zumachen. Es ist bitter gelaufen." Mit Fans in der Halle, da ist sich Richter sicher, hätte man das bessere Ende für sich gehabt.

Jonas Richter (Niners Chemnitz) 1 min
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Derby gegen Weißenfels: "Es wird ein toughes Spiel"

Aufgrund des coronabedingten Zuschauerausschlusses müssen die Niners auch zum anstehenden Derby am Sonntag (2. Januar, 15 Uhr im Liveticker auf sport-im-osten.de und in der "SpiO"-App) gegen den Syntainics MBC ohne die Unterstützung ihrer Fans auskommen. "Das ist einfach ein Riesenfaktor, der da wegfällt", meint Richter. "Mit Fans wäre das Derby natürlich krass gewesen. Die heizen ja immer noch einmal richtig ein."

Dennoch erwartet er eine kampfbetonte Partie, denn für beide Teams geht es um wichtige Punkte. "Es wird ein toughes Spiel und viel Energie gefordert sein. Beide Teams wollen unbedingt gewinnen. Für uns ist es enorm wichtig, um wieder in die Playoff-Plätze zu kommen. Für den MBC ist es wichtig, nicht wieder in den Keller abzurutschen."

Niners kratzen an den Playoff-Rängen

Die Niners belegen nach der Pleite gegen Crailsheim den neunten Platz und kratzen damit an den Playoff-Rängen. Der Gegner aus Weißenfels steht nach der jüngsten Niederlage gegen Bamberg auf Platz 13 – nur zwei Punkte vor den Abstiegsrängen. Trotz der Tabellenkonstellation sieht Richter sein Team nicht in der Favoritenrolle. "Wir sehen es wie jedes Spiel. Wir gehen nicht als Favorit in die Partie, sondern müssen wie immer unser Bestes geben, um zu gewinnen."

Jonas Richter (Niners Chemnitz) 1 min
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Wir spielen sehr gut als Team zusammen und lassen den Ball gut laufen. Jeder ist vor dem Korb gefährlich, das macht uns als Team aus

Jonas Richter Rekordspieler Niners Chemnitz

Richter ist mit gerade einmal 24 Jahren Rekordspieler bei den Chemnitzern, die sich nach ihrem Aufstieg im vergangenen Jahr schnell in der höchsten deutschen Spielklasse akklimatisiert haben. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit stimmt. "Wir spielen sehr gut als Team zusammen und lassen den Ball gut laufen. Jeder ist vor dem Korb gefährlich, das macht uns als Team aus".

Washington-Debüt gegen Weißenfels?

Auch die vielen personellen Veränderungen konnten die Sachsen gut kompensieren. Die Abgänge, wie der jüngste von Spielmacher Gerald Robinson, "schmerzen", doch habe bisher immer mit guten Neuverpflichtungen nachlegen können. Mit Eric Gerard Washington wurde erst vor wenigen Tagen ein neuer Pointguard verpflichtet. Gegen Crailsheim kam er noch nicht zum Einsatz, im Derby gegen Weißenfels könnte er dann zum ersten Mal das Niners-Jersey tragen.

"Wir machen jedes Jahr einen Schritt nach vorne"

Richter selbst sieht derzeit keinerlei Anlass seine Heimatstadt zu verlassen. "Für mich gibt es keinen Grund den Verein zu wechseln. Wir machen jedes Jahr einen Schritt nach vorne. Ich kann mich hier gut entwickeln. Mal schauen, wo die Reise hingeht." In dieser Saison im Idealfall zunächst in die Playoffs, das sei "ganz klar das Ziel", so Richter. Ein Sieg im Derby gegen Weißenfels wäre der nächste Schritt dorthin.

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 31. Dezember 2021 | 14:40 Uhr

2 Kommentare

d0m1ng0 vor 20 Wochen

Die Rechte liegen bei der Telekom (Magenta Sport) und teilweise Sport1. Sport1 hatte bis vor zwei Jahren eine wöchentliche BBL Show. Warum die abgesetzt wurde, versteht niemand.

megaboss vor 20 Wochen

Leider berichtet ihr ja nicht über die Pro A, wollt ihr nicht oder dürft ihr nicht.