Basketball | ProA Jena verspielt Aufstiegschance nach 20-Punkte-Vorsprung noch

Playoffs

Das Finale um den BBL-Aufstieg hat Science City Jena schon zum Greifen nah gehabt. Aber trotz deutlicher Führung in Rostock verloren die Thüringer noch.

Spieler auf dem Feld 2 min
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MDR aktuell 19:30 Uhr So 02.05.2021 19:30Uhr 01:38 min

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Für Science City Jena ist der Traum vom sportlichen Aufstieg in die Basketball-Bundesliga geplatzt. Am Sonntag verloren die Thüringer im letzten Spiel der Playoffs in der Pro A bei den Seawolves Rostock 104:107 (61:42). Den Sieg in der Playoff-Gruppe sicherten sich die Giants Leverkusen, die parallel gegen Artland Dragons 80:65 (32:29) gewannen. Leverkusen will aber nicht aufsteigen - und einen Nachrücker gibt es in der Pro A nicht.

Zamal Nixon Jena tief enttäuscht nach der 104:107 Niederlage in Rostock und dem verpassten Aufstieg
Enttäuschung bei Jenas Zamal Nixon. Bildrechte: imago images/Christoph Worsch

Schon 59:38-Führung für Jena

Jena hätte sich ein Entscheidungsspiel am Dienstag (04.05.2021) erzwingen können - Voraussetzung dafür wäre ein Sieg in Rostock gewesen. Und lange sah es auch sehr gut für Jena aus. Die Thüringer dominierten die Partie und überraschten die Seawolves immer wieder mit einer flexiblen Offense und einer aufmerksamen Defense. Mit mehr als 80 Prozent Trefferquote in den Zweier- und Dreierwürfen führte Jena kurz vor der Halbzeit mit mehr als 20 Punkten (59:38/20.).

Einbruch im letzten Viertel

Auch nach der Pause lag Jena noch lange vorn (70:49/24.). Weil Rostock sich nun aber aufbäumte und den Thüringern nicht mehr alles gelang, schrumpfte die Führung aber immer weiter. Bei der letzten Drittelpause waren nur noch sechs Punkte zwischen den Teams (72:78.).

Das letzte Viertel wurde zum Nervenspiel - und die Seawolves hatten die besseren Nerven. Nach dem Ausgleich (89:89/35.) drehte Rostock das Spiel sogar (99:96/39.). In den letzten 15 Sekunden kam Jena zwar noch einmal auf zwei Punkte heran (102:104), ein Foul und zwei verwandelte Freiwürfe von Rostocks Christopher John Carter entschieden die Partie aber für Rostock.

Hill bester Jenaer Werfer

Bester Werfer bei Jena war Kasey Jamal Hill mit 20 Punkten, für Rostock war Carter mit 29 Punkten der entscheidende Mann auf dem Parkett.

Doch noch Mini-Aufstiegschance?

Trotz Niederlage bleibt noch ein kleines Hintertürchen für Jena offen. Denn Leverkusen hat keine Lizenz für die BBL beantragt. Das Problem: Laut Verbands-Statuten würde der Gruppenzweite nicht nachrücken, sondern müsste, wie in den vergangenen Jahren, eine stolze Summe im hohen sechsstelligen Bereich für eine Wildcard hinblättern.

Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 02. Mai 2021 | 21:45 Uhr

5 Kommentare

Nur_der_FCC vor 1 Wochen

Naja, eine ziemlich sinnlose Story, zeigt zudem keinen guten Charakter der Mannschaft, fehlende Reife, die Niederlage ist dann wohl folgerichtig, dann weiterhin viel Spaß in Liga 2, wie bitter für Jena& die Fans

BastiOFC vor 1 Wochen

@makawi Dir ist schon klar, dass Jena ein paar Tage zuvor gegen Leverkusen gewonnen hat? Natürlich hätten sie im Entscheidungsspiel eine Chance gehabt.

makawi vor 1 Wochen

Das ist doch Quatsch! Mit dieser Leistung hätte man auch im Entscheidungsspiel gegen Leverkusen verloren. Niemand möchte im Sport geschenkte Siege, Ostdeutschland hin oder her.