Basketball | Bundesliga MBC bricht gegen Bayreuth ein

15. Spieltag

Obwohl es für den MBC lange gut ausgesehen hat, hat er sein erstes Bundesliga-Spiel des neuen Jahres mit 88:102 (57:49) gegen Bayreuth verloren. Damit bleiben die Weißenfelser Ligaschlusslicht in der BBL. Als es in der Offensive nicht mehr lief, konnten die Wölfe den Gegner in der Defensive nicht mehr halten.

Michael Gbinjie
Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Viele Punkte im ersten Viertel

Nach einem offensiven Schlagabtausch in der Silvesterpartie in Berlin sahen die Zuschauer auch in der Stadthalle Weißenfels ein punktreiches erstes Viertel (29:27). Beim MBC fehlten zwar weiterhin Joey Dorsey, Benedikt Turudic und Strahinja Micovic, doch Jovan Novak glänzte mit vielen Assists, und Andrew Warren präsentierte sich treffsicher. Ein Schlüssel zum Erfolg: Die "Wölfe" gewannen viele Offensivrebounds.

Zweikampf zwischen Jovan Novak gegen James Woodard
Jovan Novak (MBC, li.) und James Woodard Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

MBC baut Vorsprung auf acht Punkte aus

In den zweiten zehn Minuten schmolz beim 44:42 der Vorsprung der Hausherren. Nach einer Auszeit durch MBC-Cheftrainer Björn Harmsen lief es aber wieder. Selbstvertrauen, Kampf und Einsatz hatte er vor der Partie gefordert. Das sah er auch. David Brembly ließ sich nicht abwimmeln und der 21-jährige Anthony Okao, der sich einen Cut an der Nase zuzog, sprang in die Bresche. Somit ging es gegen die Oberfranken mit 57:49 in die Pause.

"Wölfe"-Offensive trifft nicht

Im dritten Viertel kämpften sich aggressive Bayreuther mit einem 8:0-Lauf durch James Woodard, Bastian Doreth und Nate Linhart wieder heran (59:57). Nach einer Auszeit kassierte der MBC durch einen Korbleger Andreas Seiferths den Ausgleich. Wenig Später gerieten die Sachsen-Anhalter, die fast fünf Minuten lang nicht trafen, auch noch in Rückstand (59:63). Nur ein Drei-Punkt-Wurf der "Wölfe" landete im dritten Spielabschnitt, in dem sie nur 15 Punkte sammelten, im Korb. Mit 72:74 auf der Anzeigetafel ging es in das letzte Viertel.

Meisner mit der Bestleistung seiner Karriere

In diesem versuchte sich der MBC, unter anderem durch erfolgreiche Distanzwürfe von Warren gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Bayreuth aber traf zum Beispiel durch Bryce Alford und Lukas Meisner (insgesamt 20 Punkte) munter weiter. "Come on", rief Coach Harmsen seinen Spielern zu. Nach der Schlusssirene jubelten aber die Gäste über ihren sechsten Saisonsieg.

Das nächste MBC-Spiel steht am 18. Januar gegen Göttingen an. Die Weißenfelser erhoffen sich bis dahin, dass einige der verletzten Spieler zurückkommen.

Sergio Kerusch beim Freiwurf am Korb, im Hintergrund James Robinson
Sergio Kerusch beim Freiwurf am Korb. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Raoul Korner (Trainer Bayreuth): "Großes Kompliment an Björn und seine Mannschaft, die uns hier das Leben extrem schwer gemacht hat. Wir haben keinen Weg gefunden, sie in der ersten Halbzeit zu stoppen. Da haben wir keinen Zugriff in der Defensive bekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann nur 30 Punkte zugelassen. Das war der Schlüssel. Wir konnten sie stoppen und wussten, dass wir mit unserem Größenvorteil immer zum Scoring kommen würden. Ich fand das sehr diszipliniert von uns in der zweiten Halbzeit."

Björn Harmsen (Trainer MBC): "Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt; waren vor allem sehr aggressiv im Angriff. Dadurch war es schwieriger für die Bayreuther in ihr Transitionspiel zu kommen und einfach offensiv zu spielen. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass uns drei Spieler auf den großen Positionen fehlen. Wir hatten auch ein bisschen weniger Zeit zum Regenerieren, da wir Silvester in Berlin gespielt haben. In zwei Phasen waren wir von der Konzentration her nicht mehr so gut im Spiel. Das hat Bayreuth ausgenutzt. Ich fand trotzdem, dass wir mit viel Herz gespielt haben und gekämpft haben."

mkö

Dieses Thema im Programm: MDR Aktuell - Das Nachrichtenradio | 04. Januar 2020 | 22:40 Uhr

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