Basketball | Bundesliga Mitteldeutscher BC und Science City Jena ringen mit Etatvorgaben

Der Mitteldeutsche BC und Science City Jena kämpfen nicht nur sportlich um den Klassenerhalt, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht. Die Liga fordert ab der kommende Saison einen höheren Mindest-Etat von drei statt bisher zwei Millionen Euro. Bis zum 15. April müssen die Klubs die Unterlagen für die Lizenzierung einreichen. Die Vereine, auch die Niners Chemnitz, müssen richtig ranklotzen.

Der MBC hat den kleinsten Etat

Der MBC ist mit einem Saisonbudget von 2,3 Millionen Euro aus finanzieller Sicht das Liga-Schlusslicht. Kein Team in der Bundesgliga hat weniger Geld zur Verfügung als die Weißenfelser. Zum Vergleich: Tabellenführer Bayern München verfügt über 25 Millionen Euro. Die Etaterhöhung wird ein Kraftakt für die kleineren Vereine.

MBC-Manager Martin Geissler sagte dem MDR: "Man muss sich keine Sorgen machen. Das ist eine Herausforderung, aber wir sind auf einem sehr guten Weg die drei Millionen Euro zu schaffen." Was ihn so sicher macht? "Wir fühlen, dass unsere Sponsoren das mit aller Macht unterstützen wollen. Das Wichtigste ist, dass wir den sportlichen Klassenerhalt schaffen. Dann werden wir auch im nächsten Jahr in der BBL spielen", so Geissler.

Martin Geissler
MBC-Manager Martin Geissler (Archiv) Bildrechte: imago/Köhn

Science City Jena: Verein schafft Etatvorgabe zu 50 Prozent

Das Ziel der Bundesliga-Verantwortlichen ist klar: Wachstum. Das Verständnis dafür ist auch bei den kleineren Vereinen vorhanden. Trotzdem wird es schwierig. Vier Bundesligavereine liegen aktuell unter dem dann geforderten Budget von drei Millionen Euro. Neben Göttingen und Crailsheim sind es der MBC und auch Science City Jena. Hier sieht man die Chance auf einen Klassenverbleib aus wirtschaftlicher Sicht bei 50 Prozent. Jenas Marketingleiter Thomas Fleddermann erklärte: "50:50 passt schon. Aber wir haben nicht nur wirtschaftliche Aufgaben, sondern auch sportliche."

Noch schwerer wird es für die potentiellen Aufsteiger aus der 2. Liga, so wie die Niners Chemnitz. Als momentaner Tabellenführer wollen die Sachsen unbedingt ins Oberhaus, die Hürde ist jetzt aber noch höher. Steffen Herhold, Geschäftsführer der Niners Chemnitz, sagte über die Vorgabe von drei Millionen Euro: "Das ist für uns eine Hausnummer. Aber ich glaube schon, dass die Region das will. Wenn die Region das will, müssen wir alle zusammenstehen, um den großen Traum zu erfüllen."

Die Verantwortlichen haben also alle Hände voll zu tun. Die erste Herausforderung für den MBC, Jena und Chemnitz wird aber erst einmal die sportliche Qualifikation sein.

kst/red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 12. Februar 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2019, 17:00 Uhr

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1 Kommentar

12.02.2019 21:19 Udo841 1

Das ist mal was neues. Ein Mindestetat. Schlimmer geht's nimmer.

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