Basketball | BBL Neues Level und viel Vorfreude bei den Niners Chemnitz

Außerhalb Deutschlands sind die Niners aus Chemnitz noch ein unbeschriebenes Blatt. Das wird sich ändern. Das BBL-Überraschungsteam aus Sachsen spielt erstmals international und will sich dort nicht verstecken.

"Es wird eine Herausforderung, aber auch eine Chance, auf einem Level zu spielen, auf dem wir noch nie waren", sagt Niners-Cheftrainer Rodrigo Pastore. Erstmals in der Vereinsgeschichte tanzen die Chemnitzer Basketballer auf drei Hochzeiten. Neben der Bundesliga und dem Pokal feiern sie Premiere auf internationalem Parkett.

Mit starken Leistungen in der Vorsaison qualifizierte sich die Mannschaft für die dreistufige Qualifikation zur Basketball-Champions-League, die vom 21. bis 25. September in Skopje (Mazedonien) stattfindet.

Chemnitz Niners - Telekom Baskets Bonn, Rodrigo Pastore (Headcoach), Niners Chemnitz, Jonas Richter
Niners-Cheftrainer Rodrigo Pastore im Gespräch mit dem Chemnitzer Urgestein Jonas Richter. Bildrechte: IMAGO / Alexander Trienitz

Mischung aus Erfahrung und Talenten

Um bestmöglich vorbereitet zu sein, trainieren die Niners bereits wieder. Sieben Neuzugänge sind schon da. Der achte und letzte Neue soll bald folgen. Dann ist das Team komplett. Die Sachsen setzen auf eine Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten, die allesamt in den europäischen Top-Ligen Erfahrung sammeln konnten.

"Es wird viel Energie auf dem Feld sein. Wir können sehr gut verteidigen und viel rennen", betont der gebürtige Chemnitzer Jonas Richter im Interview mit "Sport im Osten". Von den Neuzugängen habe er nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten einen sehr guten Eindruck: "Sie wirken sehr fit. Ich denke, es wird eine gute Saison für uns."

Es wird viel Energie auf dem Feld sein. Wir können sehr gut verteidigen und viel rennen.

Jonas Richter, Niners Chemnitz

Jonas Richter 7 Niners Chemnitz, Leon Radosevic 43 FC Bayern
Sowohl in der regulären Saison als auch im Pokal bezwangen die Niners Chemnitz den großen FC Bayern – in den Playoffs setzten sich die Münchner gegen Jonas Richter und Co. aber durch. Bildrechte: IMAGO/kolbert-press

Kein konkretes Ziel ausgegeben

Nach der starken Saison letztes Jahr ist die Erwartungshaltung im Umfeld gewachsen. Das spürt auch Richter. Der 25-Jährige erklärt: "Wir versuchen das auszublenden und wollen jeden Tag besser werden." Ein konkret formuliertes Saisonziel hinsichtlich der Platzierung gibt es nicht. Richter: "Ziel ist es, die beste Version von uns selber zu sein. Der Rest kommt von ganz alleine."

Außerdem wolle man erneut versuchen, "jeden zu ärgern, nicht nur die Großen". Letzte Saison avancierten die Chemnitzer zum Bayern-Schreck. Sie gewannen sowohl in der regulären Saison als auch im Pokal gegen den großen FCB. In den Playoffs setzten sich dann aber die Münchner gegen Jonas Richter und Co. durch.

Neuer Kapitän noch nicht bestimmt

Die große Frage ist, wie die Mannschaft die anstehende Dreifachbelastung verkraftet: "Das wird interessant. Wichtig wird sein, dass wir alle gesund bleiben", so Urgestein Richter. Noch offen ist die Kapitänsfrage. Nach dem Karriereende von Malte Ziegenhagen ist diese "Stelle" derzeit unbesetzt. "Das klären wir intern, wenn alle Spieler da sind", lacht Richter und umschifft gekonnt die Frage, ob er sich diese Rolle vorstellen könnte.

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sst/sdo

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 10. August 2022 | 21:45 Uhr

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